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Dieser Artikel listet '''ehemalige Heilquellen''' im heutigen [[Bundesland Salzburg]]. Dabei handelt es um nicht mehr bestehende [[Heilquelle]]n im Sinne der heute gültigen rechtlichen Grundlage für die Anerkennung als Heilquelle im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]], dem ''Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz 1997'', StF: [[LGBl]] Nr 101/1997 (WV) i.d.g.F. <ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10001039 vgl. S.HVK (Geltende Fassung; Rechtsinformationssystem)]</ref>

== Die Quellen==
=== Alkalische Mineralquellen ===
* '''Kelchbrunnen'' in der [[Lungau]]er Marktgemeinde [[Mauterndorf]]
eine kohlensaure Quelle mit kohlensauren und schwefelsauren Salzen; die Quelltemperatur betrug +7° Réaumur (+ 8,75° Celsius); im [[19. Jahrhundert wurden jährlich 200 Kurgäste gezählt;

* Die '''Quellen bei Grubereck''' im [[Raurisertal]]
waren Säuerlinge, die kohlensauren Kalk und Natron enthielten; Quelltemperatur betrug +14° Réaumur (+ 17,70° Celsius); die Quellen waren nicht gefasst

=== Kochsalzquellen ===
* '''Kochsalzquelle Kaltenhausen''' in der Au bei [[Kaltenhausen]] im [[Tennengau]], heute Teil der Stadt [[Hallein]]
sie war reich an Chlornatrium und war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unverwertet;

* '''Kochsalzquelle am Pfannhausgut''' in [[Unken]]
diese Quelle war früh bekannt und wurde [[1666]] wieder entdeckt; [[1710]] wurde die Verwendung ihres Wassers amtlich eingestellt und die Quelle verschlagen; sie soll stark salzhaltig gewesen sein;

=== Bitterwässer ===
* Im '''Wiestal''' bei Hallein
Im Goisgraben im [[Wiestal]] entsprang eine Quelle, die schwefelsauren Kalk, Magnesium, Natron und Chlorsalze enthielt. Die Quelltemperatur betrug +89° Réaumur (+ 10° Celsius);

=== Schwefelquellen ===
* '''Schwefelquelle Hinterwiestal'''
Im [[Hinterwiestal]] entsprang eine schwache Schwefelquelle, die schwefelsauren Kalk und Schwefelwasserstoff enthielt.

* '''Schwefelquelle Mooseck''' im östlichen Marktgemeindegebiet von [[Golling an der Salzach]]
Sie enthielt schwefelsauren Kalk.

* '''Schwefelquelle Burgwies''' in [[Stuhlfelden]]
Sie dürfte ident mit der heutigen [[Schwefelheilbad Burgwies]] sein (muss noch überprüft werden). Sie ist schon lange bekannt und genutzt. Die stark riechende Quelle enthält schwefelsauren Kalk, Magnesium und Chlorsalze. Sie wird als Badekur angewendet.

* '''Schwefelquellen Tamsweg'''
In der Umgebung von [[Tamsweg]] gab es drei Quellen mit schwefelsauren Bestandteilen

* [[Wildbad Aigen]] siehe dort

=== Eisenwässer ===
Alle im Land Salzburg vorgekommenen Eisenwässer waren sehr sehr schwach.

* In der Umgebung von [[Abtenau]] finden sich drei eisenhältige Quellen, von den nur die [[Rupertusquelle]] beim [[Bad Handlhof]] ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s genutzt wurde. Mehr dazu siehe [[Abtenau Bad]].

* Der '''Tauberbrunnen'''
Diese Quelle befindet sich drei Gehstunden von [[Annaberg]] entfernt. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht (mehr) genutzt.

* Der '''Fieberbrunnen''' in Burgwies in Stuhlfelden
Diese Quelle wird in Verbindung mit der dortigen Schwefelquelle benutzt.

* Bei einigen Schmelzwerken waren Schlackenbäder eingerichtet, beispielsweise in [[Flachau]] und [[Sulzau]] ([[Werfen]]).

=== Erdige Mineralquellen ===
Diese enthielten Kalksalze und oft Kohlensäure. Sie kamen häufig in Kalkgebirgen vor. Die bekanntesten waren:
* Der '''Rauchbrunnen''' in den [[Hohlwegen]]
* Die '''Quelle in Gasteig''' in [[Maria Alm am Steinernen Meer]]
* Die '''Quelle in Ramseiden''' in [[Ramseiden (Saalfelden am Steinernen Meer)|Ramseiden]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]]: sie war ''seit alten Zeiten'' in Gebrauch;
* Die '''Quelle in Stocking''', ebenfalls in Saalfelden, sie wurde im 19. Jahrhundert häufig benutzt;
* [[Wildbad Aigen]], seit [[1524]] als Heilbad in Verwendung;

=== Badequellen ===
Als Badequellen wurden noch die kalten Gebirgsquellen von [[Bad Fusch]], [[Unken]] und [[Leogang]] genutzt, die durch eine niedrige Temperatur und geringen Gehalt an festen Bestandsteilen sowie durch ''unvergleichliche Güte'' des Wassers sich auszeichneten. Namentlich das ''Bad St. Wolfgang in der Fusch'' wurde stark besucht.

== Quelle ==
* [https://books.google.at/books?id=zxekmiGw4DcC&pg=PA47&dq=wildbad+aigen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwj6o8K_qsHZAhWIL1AKHQtGAPsQ6AEINjAD#v=onepage&q=wildbad%20aigen&f=false books.google.at] "''Abriß der Landeskunde des Herzogthumes Salzburg: mit einer geschichtlichen ...'', 1877, Seite 45ff, von [[Johannes Emmer]]

== Fußnoten ==
<references/>

{{Ehemalige Kurorte und Kurbäder im Land Salzburg}}

{{SORTIERUNG: Großarlerklamm, Bad}}
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Großarl]]
[[Kategorie:Kurort]]
[[Kategorie:Hydrogeografie]]
[[Kategorie:Quelle]]
[[Kategorie:Heilquelle]]

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