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| | Eines der ersten dampfbetriebenen Seeschiffe gab es um [[1838]] am Traunsee, da es um diese Zeit noch keine durchgehende Straße um Traunkirchen gab, brachte man Personen und Güter per Ruderboot später per Dampfschiff bis Ebensee. | | Eines der ersten dampfbetriebenen Seeschiffe gab es um [[1838]] am Traunsee, da es um diese Zeit noch keine durchgehende Straße um Traunkirchen gab, brachte man Personen und Güter per Ruderboot später per Dampfschiff bis Ebensee. |
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| − | Der kleine Dampfer „Ida“ (''Ida'' nach Gräfin Khevenhüller benannt) folgte [[1869]] am Mondsee. Salzkammergut Localbahn, [[Wolfgangseeschifffahrt]] und Schafbergbahn waren bei dem Eisenbahnpionier und Ingenieur der [[Kaiserin Elisabeth Westbahn]], [[Berthold Curant]] eine fixe Idee. Er bewarb sich mit seinem noblen Geldgeber aus der Papierfabrik Steyrermühl, Direktor Albert Pietz, um die Konzession der Linienschiff Fahrt am Wolfgang- und Mondsee. Gleichzeitig war die Erschließung des [[Schafberg]]es durch eine Zahnradbahn wie in der Schweiz auf den Rigi eine tief verankerte Vision. | + | Der kleine Dampfer „Ida“ (''Ida'' nach Gräfin Khevenhüller benannt) folgte [[1869]] am Mondsee. Salzkammergut Localbahn, [[Wolfgangseeschifffahrt]] und Schafbergbahn waren bei dem Eisenbahnpionier und Ingenieur der [[Westbahn|Kaiserin Elisabeth Westbahn]], [[Berthold Curant]] eine fixe Idee. Er bewarb sich mit seinem noblen Geldgeber aus der Papierfabrik Steyrermühl, Direktor Albert Pietz, um die Konzession der Linienschiff Fahrt am Wolfgang- und Mondsee. Gleichzeitig war die Erschließung des [[Schafberg]]es durch eine Zahnradbahn wie in der Schweiz auf den Rigi eine tief verankerte Vision. |
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| | Das Geburtsdatum der Dampfschifffahrt auf dem Wolfgangsee ist der [[20. Mai]] [[1873], an dem der elegante und bequeme 225 Personen fassende Raddampfer „Kaiser Franz Josef 1.“, später kurz „Franz Josef“ genannt, in See stach. Die großen Festlichkeiten sollten ein Beitrag zu Kaiser Franz Josefs 25jährigem Regierungsjubiläum sein. Seit Jahrhunderten spielt die Verbindung zwischen St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang eine wichtige Rolle. | | Das Geburtsdatum der Dampfschifffahrt auf dem Wolfgangsee ist der [[20. Mai]] [[1873], an dem der elegante und bequeme 225 Personen fassende Raddampfer „Kaiser Franz Josef 1.“, später kurz „Franz Josef“ genannt, in See stach. Die großen Festlichkeiten sollten ein Beitrag zu Kaiser Franz Josefs 25jährigem Regierungsjubiläum sein. Seit Jahrhunderten spielt die Verbindung zwischen St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang eine wichtige Rolle. |
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| − | Berthold Curant ([[1831]] — [[1898]]) darf als Pionier und Urheber der Linienschifffahrt auf dem Wolfgangsee angesehen werden. Die Idealverbindung, der Zusammenschluss von Lokalbahn, Schiff-Fahrt und [[Schafbergbahn]] war sein Traumziel. | + | Berthold Curant darf als Pionier und Urheber der Linienschifffahrt auf dem Wolfgangsee angesehen werden. Die Idealverbindung, der Zusammenschluss von Lokalbahn, Schifffahrt und [[Schafbergbahn]] war sein Traumziel. |
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| − | Das Fahren auf dem modernen Schaufelraddampfer kam in Mode und bald folgte dem „Kaiser Franz Josef I.“ das Dampfschiff „Kaiserin Elisabeth“ ([[1888]]). Allerdings gab es hier beim Transport des Schraubendampfers über Salzburg [[Gnigl]] – [[Guggenthal]] schon die ersten Probleme. Ein Vorspann von 36 Pferden war nötig den 18 Meter langen Koloss bis St. Gilgen zu befördern. Alleine die Transportkosten beliefen sich auf 2.500 Gulden, dazu kamen die Anschaffungskosten mit 7.000 Gulden. Die um 1892/93 erbaute so genannte elegante, alte „Austria“, musste um [[1921]] notgedrungen verkauft werden. Große Einbußen bei [[Fremdenverkehr]] und Schifffahrt gab es bei dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] zu verzeichnen. Nach dem Krieg blühte die Schiff Fahrt am Wolfgangsee sehr rasch wieder auf. | + | Das Fahren auf dem modernen Schaufelraddampfer kam in Mode und bald folgte dem „Kaiser Franz Josef I.“ das Dampfschiff „Kaiserin Elisabeth“ ([[1888]]). Allerdings gab es hier beim Transport des Schraubendampfers über Salzburg [[Gnigl]] – [[Guggenthal]] schon die ersten Probleme. Ein Vorspann von 36 Pferden war nötig den 18 Meter langen Koloss bis St. Gilgen zu befördern. Alleine die Transportkosten beliefen sich auf 2.500 Gulden, dazu kamen die Anschaffungskosten mit 7.000 Gulden. Die um [[1892]]/[[1893|93]] erbaute so genannte elegante, alte „Austria“, musste um [[1921]] notgedrungen verkauft werden. Große Einbußen bei [[Fremdenverkehr]] und [[Schifffahrt]] gab es bei dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] zu verzeichnen. Nach dem Krieg blühte die Schifffahrt am Wolfgangsee sehr rasch wieder auf. |
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| − | Das moderne Motorschiff "Austria" stach [[1923]] in See, die kleine sehr wendige "Austria II" wurde zur Sicherung für den Flugverkehr am See eingesetzt. | + | Das moderne Motorschiff "Austria" stach [[1923]] in See, die kleine sehr wendige "Austria II" wurde zur Sicherung für den Flugverkehr am See eingesetzt. |
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| − | Es folgte die „St. Wolfgang“ ([[1950]]) als erstes Nachkriegsschiff. [[1959]] nahm die „Falkenstein“ ihren Betrieb auf. Im Jahre 1973 hatte das 300 Personen fassende modernst ausgestattete Schiff „Salzkammergut“ seine Jungfernfahrt. Wie die meisten der Wolfgangseeschiffe ist auch dieser Gigant in der "Österreichischen Schiffswerft Aktiengesellschaft Linz Korneuburg" in der Linzer Werft erbaut worden. | + | Es folgte die „St. Wolfgang“ ([[1950]]) als erstes Nachkriegsschiff. [[1959]] nahm die „Falkenstein“ ihren Betrieb auf. Im Jahre [[1973]] hatte das 300 Personen fassende modernst ausgestattete Schiff „Salzkammergut“ seine Jungfernfahrt. Wie die meisten der Wolfgangseeschiffe ist auch dieser Gigant in der "Österreichischen Schiffswerft Aktiengesellschaft Linz Korneuburg" in der Linzer Werft erbaut worden. |
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| | Als die Schiffe noch mit Kohle beheizt wurden, mussten die Heizer der Dampfschiffe Schwerstarbeit verrichten. Nach der Umstellung auf die umweltfreundliche Dieselölfeuerung bedurfte es nur mehr einer halben Anstrengung. Aktive Schiffsmannschaften, wie diese der ÖBB auf den Wolfgangseeschiffen, faszinieren durch ihre Verbundenheit mit dem See, durch ihre kenntnisreiche Einsatzbereitschaft, ihren Frohsinn und ihre Heiterkeit. | | Als die Schiffe noch mit Kohle beheizt wurden, mussten die Heizer der Dampfschiffe Schwerstarbeit verrichten. Nach der Umstellung auf die umweltfreundliche Dieselölfeuerung bedurfte es nur mehr einer halben Anstrengung. Aktive Schiffsmannschaften, wie diese der ÖBB auf den Wolfgangseeschiffen, faszinieren durch ihre Verbundenheit mit dem See, durch ihre kenntnisreiche Einsatzbereitschaft, ihren Frohsinn und ihre Heiterkeit. |
| − | Der See fordert alljährlich seine Opfer.
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| | + | =====Der See fordert aber auch seine Opfer===== |
| | Bis [[1805]] kurierten die Bader in den Badstuben des Feilbades einer ehrsamen Bürgerschaft. Von 1805 - [[1891]] war es der Wirkungskreis der „ausgebildeten Chyrurgen“. | | Bis [[1805]] kurierten die Bader in den Badstuben des Feilbades einer ehrsamen Bürgerschaft. Von 1805 - [[1891]] war es der Wirkungskreis der „ausgebildeten Chyrurgen“. |
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| | „Chyrurg Josef Gruber hat dem Arzttum als Hüter des Lebens und Helfer der notleidenden Menschen von St.Wolfgang, 47 Jahre beispielhaft gedient. Auf tragische Weise wurde sein Leben beendet. Von einem Krankenbesuch in Gschwendt kommend ereilte ihn auf dem See sein Schicksal. Sein Traunerl wurde von dem modernen Verkehrsschiff „Elisabeth“ gerammt und Chyrurg Gruber ertrank unter seinem Boot.“ Zu seiner Würdigung befindet sich eine Gedenktafel mit dem Abbild des Arztes Josef Gruber und seiner Familie am Ortsfriedhof von St. Wolfgang. Im Jahre 1892 tritt der erste graduierte Doktor der Medizin, Arzt Richard Mitter in St. Wolfgang die Nachfolge Grubers an. | | „Chyrurg Josef Gruber hat dem Arzttum als Hüter des Lebens und Helfer der notleidenden Menschen von St.Wolfgang, 47 Jahre beispielhaft gedient. Auf tragische Weise wurde sein Leben beendet. Von einem Krankenbesuch in Gschwendt kommend ereilte ihn auf dem See sein Schicksal. Sein Traunerl wurde von dem modernen Verkehrsschiff „Elisabeth“ gerammt und Chyrurg Gruber ertrank unter seinem Boot.“ Zu seiner Würdigung befindet sich eine Gedenktafel mit dem Abbild des Arztes Josef Gruber und seiner Familie am Ortsfriedhof von St. Wolfgang. Im Jahre 1892 tritt der erste graduierte Doktor der Medizin, Arzt Richard Mitter in St. Wolfgang die Nachfolge Grubers an. |
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| − | Der zweite Schifffahrtskapitän des Raddampfers „Kaiser Franz Josef“ Sterl, ertrank bei einem Anlegemanöver vor dem "Weißen Rößl" zu Weihnachten [[1920]]. Seine Leiche wurde nie gefunden. Ihm folgte als Kapitän und Schiffführer Johann Jocher, vom Reibsteinhäusl in | + | Der zweite Schifffahrtskapitän des Raddampfers „Kaiser Franz Josef“, Sterl, ertrank bei einem Anlegemanöver vor dem "Weißen Rößl" zu Weihnachten [[1920]]. Seine Leiche wurde nie gefunden. Ihm folgte als Kapitän und Schiffführer Johann Jocher, vom Reibsteinhäusl in |
| | St. Wolfgang. Für die heimische Bevölkerung wurde auch während des Ersten Weltkrieges ein bescheidener Schiffsverkehr aufrechterhalten. | | St. Wolfgang. Für die heimische Bevölkerung wurde auch während des Ersten Weltkrieges ein bescheidener Schiffsverkehr aufrechterhalten. |
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| | + | =====Bedeutung im Zweiten Weltkrieg===== |
| | In den Jahren des Zweiten Weltkrieges kam der Schifffahrt eine besondere Bedeutung zu. Verwundete wurden per Zug und Schiff nach St. Wolfgang transportiert und als gegen Ende des Krieges St. Wolfgang immer mehr zur Lazarettstadt ausgebaut wurde, erfreute und erholte sich so mancher verwundete Soldat auf einer Rundfahrt der Motorschiffe des Wolfgangsees. Besonders lungenkranken Soldaten half das heilende Klima. | | In den Jahren des Zweiten Weltkrieges kam der Schifffahrt eine besondere Bedeutung zu. Verwundete wurden per Zug und Schiff nach St. Wolfgang transportiert und als gegen Ende des Krieges St. Wolfgang immer mehr zur Lazarettstadt ausgebaut wurde, erfreute und erholte sich so mancher verwundete Soldat auf einer Rundfahrt der Motorschiffe des Wolfgangsees. Besonders lungenkranken Soldaten half das heilende Klima. |
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| | Heimatvertriebene suchten mir ihren wenigen Habseligkeiten in St. Wolfgang einen Ort der Geborgenheit. Hamsterfahrten über den See zu den gegenüberliegenden Bauern und Almen waren an der Tagesordnung. | | Heimatvertriebene suchten mir ihren wenigen Habseligkeiten in St. Wolfgang einen Ort der Geborgenheit. Hamsterfahrten über den See zu den gegenüberliegenden Bauern und Almen waren an der Tagesordnung. |
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| − | Alte Kapitäne und längst ausgediente Veteranen erfüllten ihre Aufgabe und versahen den Dienst auf den Wolfgangseeschiffen, bis sie von den aus dem Krieg heimkehrenden Matrosen abgelöst wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg nahmen die US-Soldaten der amerikanischen Besatzung im Weißen Rößl die schnellen Motorboote am See in Anspruch. Um [[1946]] wurden alle Schiffe am See für den Fremdenverkehr frei gegeben. | + | Alte Kapitäne und längst ausgediente Veteranen erfüllten ihre Aufgabe und versahen den Dienst auf den Wolfgangseeschiffen, bis sie von den aus dem Krieg heimkehrenden Matrosen abgelöst wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die US-Soldaten der amerikanischen Besatzung im ''Weißen Rößl'' die schnellen Motorboote am See in Anspruch. Um [[1946]] wurden alle Schiffe am See für den Fremdenverkehr frei gegeben. |
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| | + | ===== Neuzeit ===== |
| | Am [[2. Juni]] [[1984]] im Beisein vieler Honoratioren und Ehrengästen war die feierliche Übergabe, Taufe und festliche Jungfernfahrt der aus der ÖSWAG Linz-Korneuburg [[Wilfried Haslauer|Dr. Wilfried Haslauer]]. Das Flaggschiff der Wolfgangseeflotte bietet Platz für 365 Fahrgäste. Länge 32,7 m, Breite 7 m, Höhe 6,3 m. | | Am [[2. Juni]] [[1984]] im Beisein vieler Honoratioren und Ehrengästen war die feierliche Übergabe, Taufe und festliche Jungfernfahrt der aus der ÖSWAG Linz-Korneuburg [[Wilfried Haslauer|Dr. Wilfried Haslauer]]. Das Flaggschiff der Wolfgangseeflotte bietet Platz für 365 Fahrgäste. Länge 32,7 m, Breite 7 m, Höhe 6,3 m. |
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| | Die [[Salzburg AG]] mit Direktor Gunter Mackinger hat bereits zu Beginn durch die Übernahme wie auch Modernisierung und Aufrüstung der Linienschiff Fahrt und Schafbergbahn für den Winterbetrieb einen Markstein für den Aufschwung des Wintertourismus gesetzt. Viele Veranstaltungen während der Adventmarktzeit waren durch die Linienschiff Fahrt Ortsübergreifend ermöglicht. Vom gemütlich warm beheizten Raddampfer genießen die Gäste den malerischen Ausblick, die Attraktionen und das Flair der Wolfgangsee Adventorte auf internationalem Niveau. | | Die [[Salzburg AG]] mit Direktor Gunter Mackinger hat bereits zu Beginn durch die Übernahme wie auch Modernisierung und Aufrüstung der Linienschiff Fahrt und Schafbergbahn für den Winterbetrieb einen Markstein für den Aufschwung des Wintertourismus gesetzt. Viele Veranstaltungen während der Adventmarktzeit waren durch die Linienschiff Fahrt Ortsübergreifend ermöglicht. Vom gemütlich warm beheizten Raddampfer genießen die Gäste den malerischen Ausblick, die Attraktionen und das Flair der Wolfgangsee Adventorte auf internationalem Niveau. |
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| | + | ==Geschichtliche Notizen== |
| | + | Steht in alten Reiseführern zur Jahrhundertwende: |
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| | + | Flotte der historischen Wolfgangseeschiffe:<br> |
| | + | Das Schaufelraddampfschiff „Kaiser Franz Josef 1.“ wurde im Jahre 1872 / 73 von der Schiffswerft Linz erbaut, erhielt im Jahre 1953/ 54 im Zuge eines Umbaues anstelle der Dampfmaschine einen Sechszylinder – Klöckner – Humboldt – Deutz - Dieselmotor, der bei |
| | + | 1300 U/min 116 PS leistet. Die Länge des Schiffes beträgt 33,0 m, seine Breite 8,55 m und seine Höhe über dem Schiffsboden 5,50 m. Zugelassen ist das Schiff für die Beförderung von 225 Personen und 3 t Fracht. Es ist das einzige Schiff der Flotte am Wolfgangsee, welches als Antrieb Schaufelräder besitzt. Im Jahre 1967 wurden die Schiffswände zum größten Teil vollkommen erneuert. |
| | + | |
| | + | „Elisabeth“: Der ursprünglich 18 m lange, später auf 24 m Länge umgebaute 350 Zentner schwere Dampfer aus der Werft in Budapest (Baujahr 1873), das zweitälteste Motorschiff am Wolfgangsee wurde am 2. August 1888 auf den Namen „Kaiserin Elisabeth“ getauft. |
| | + | |
| | + | „Austria“: Baujahr 1892 aus der Continentalwerft Linz Klosterneuburg noch mit einem Holzrumpf und Fassungsraum von 110 Personen, wurde 1923 (1921) nach Rumänien verkauft. |
| | + | „Austria I.“ und „Austria II.“ waren in den 20iger Jahren in Ried bei St.Wolfgang, in der von Kaiser Franz Joseph 1911 erbauten [[Ferienhort St. Wolfgang|Ferienhortanlage und k. & k. Marineschule]], wie auch während des Zweiten Weltkrieges in der Kadettenanstalt der deutschen Kriegsmarine im Einsatz. |
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| | + | „St. Wolfgang“ die erste Neuerwerbung der ÖBB 1950 nach dem II. Weltkrieg wurde für Sonder- und Verstärkungsfahrten bis 1991 eingesetzt. |
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| | + | „Schafberg „ Baujahr 1953 / 1990 Generalüberholung |
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| | + | „Falkenstein“ wurde 1959 aus Ungarn angekauft und ist zur Beförderung von 150 Personen zugelassen. |
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| | + | „Salzkammergut“ war im Jahre 1972/73 mit einer Länge von 32 m, einer Breite von 7:00m für 300 Fahrgäste zugelassen das größte Schiff der ÖBB-Wolfgangsee-Schiff-Fahrt. |
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| | + | „ Österreich“ 1983/84 von der Schiffswerft AG Linz – Korneuburg erbaut, wurde am 2. Juni 1984 nach einer feierlichen Taufe und festlicher Jungfernfahrt durch Taufpatin Thesi Haslauer, Gattin des damaligen Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer übergeben. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
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| | ==Bildnachweis== | | ==Bildnachweis== |
| | *Archiv Adele Sungler | | *Archiv Adele Sungler |
| − | *Aus alten Reisebeschreibungen: „Der Arzt Josef August Schultes aus‚ Reisen durch Oberösterreich in den Jahren 1794 bis 1808“
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| − | ''Über den Wolfgangsee''
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| − | ''Und dort müssen Sie bei Sonnenuntergange sein, wenn Sie die Kostbarkeit dieses Sees ganz genießen wollen. Ich habe versucht, Ihnen einige Bilder von dem Grundl -See und von dem See zu Hallstatt zum Vorgenusse zu entwerfen. Von diesem See mag ich es nicht. Reine, sanfte und doch erhabene Schönheit ist über ihm ausgegossen, und Anmuth und hehre Würde sind an seinen stillen Ufern vermählt. Ich habe noch keinen See gesehen unter den Vielen Seen, die ich sah, der soviel Zartes und soviel Großes in einer so glücklichen, so wahrhaft ästhetischen Harmonie in sich vereinte. Es sind ganz eigene Empfindungen, die sich der Seele bemächtigen, wenn man reine Schönheit anschaut. Das Große, das Erhabene, das Schauerliche, das Wilde ergreift, reißt hin und bringt die Seele in Aufruhr; das Schöne bezaubert und gießt ein sanftes, wärmendes Licht durch alle nerven. Ich kann Ihnen nicht mehr sagen vom Wolfgangsee, lieber Freund! Als daß er schön ist, daß der gehaltreichste Vorwurf zu seinem Studium über das Schöne in der Landschaftsmalerei ist. Um dieses Studium aber zu vollenden, müssen Sie diesen See in seiner schönsten Beleuchtung sehen, in der sinkenden Abendsonne oder in dem aufschwebenden Morgen- strahle; wann die Gipfel der Alpen in Purpur glühen; wann die Spitzen der Wogen vergoldet sind von dem Abglanz jenes Purpurs, und noch lange Schattenmassen in den See herein ziehen.
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| − | „Bereisung – Verkehrsmittel - Kleiner Illustrierter Führer durch Salzburg und Berchtesgadener Land 1897: Salzkammergut Localbahn, zwischen Salzburg – Mondsee - St.Gilgen –Strobl – Ischl. Zahnradbahn von St. Wolfgang auf den Schafberg, höchst lohnend und reizvoll. Kaiser Franz Josef Reit- und Fußweg gleich w. Von St. Wolfgang abgehend. Ueber Sommer Dampfbootfahrt auf dem St. Wolfgangsee und auf dem Mondsee. Von der Station St. Wolfgang 12 Minuten Überfahrt per Fährboot in den gegenüber liegenden Markt. Der Bau einer Eisenbahnbrücke ist jedoch bereits in Angriff genommen.“ ''
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| − | Das Salzkammergut, Leo Kegele 1898: „Dem Personen und Frachtverkehr dienen die von Ischl nach St. Wolfgang und die von Ischl via Strobl, St. Wolfgang nach Salzburg führenden Straßen. Der stets zunehmende Fremdenverkehr verschaffte mit dem modernen Verkehrsmittel dem Dampfschiff und der Eisenbahn, Eingang in das Thal. Seit 1873 verkehrt während der Sommermonate das Dampfboot; seit 20.Juni 1893 ist das Wolfgangthal durch die Localbahn Ischl – Strobl – Salzburg dem Weltverkehr angeschlossen und die durch die im August 1893 erfolgte Eröffnung der Schafbergbahn ist die herrliche Schafbergaussicht jedermann zugänglich. Der Umstand daß der Schafberg nicht direct an der Bahnlinie Ischl – Salzburg liegt und nur durch Abzweigung von dieser Linie mittels Dampfboot und Zahnradbahn erreicht werden kann, bedingt dies ein längeres Verweilen in der Gegend. “
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| − | Durch die gesunde Lage des Wallfahrtsortes St. Wolfgang, entwickelte sich auch dieser Markt im 19.Jhd zu einem Seebad und Luftkurort ersten Ranges.
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| − | Ein altes Sprichwort sagt: “St.Wolfgang sei um einen Rock wärmer als andere Orte des Salzkammergutes.“ Vor allem die nebelfreie, sonnenreiche Lage wird hervorgehoben.
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| − | „Aus diesen Gründen haben auch schon Kranke versucht, wegen der milderen Temperaturen und der bemerkenswerten Kurzweil, den Winter in St. Wolfgang zu verbringen. St.Wolfgang bietet sich auch als Zwischenstation auf der Reise nach dem Süden an.“
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| − | Steht in alten Reiseführern zur Jahrhundertwende.
| + | [[Kategorie:Schifffahrt]] |
| − | Flotte der historischen Wolfgangseeschiffe:
| + | [[Kategorie:Salzkammergut]] |
| − | Das Schaufelraddampfschiff „Kaiser Franz Josef 1.“ wurde im Jahre
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| − | 1872 / 73 von der Schiffswerft Linz erbaut, erhielt im Jahre 1953/ 54
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| − | im Zuge eines Umbaues anstelle der Dampfmaschine einen
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| − | 6 Zylinder – Klöckner – Humboldt – Deutz - Dieselmotor, der bei
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| − | 1300 U/min 116 PS leistet. Die Länge des Schiffes beträgt
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| − | 33,0 m, seine Breite 8,55 m und seine Höhe über dem
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| − | Schiffsboden 5,50 m. Zugelassen ist das Schiff für die Beförderung von 225 Personen und 3 t Fracht. Es ist das einzige Schiff der Flotte am Wolfgangsee, welches als Antrieb Schaufelräder besitzt. Im Jahre 1967 wurden die Schiffswände zum größten Teil vollkommen erneuert.
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| − | „Elisabeth“ Der ursprünglich 18 m lange, später auf 24 m Länge umgebaute 350 Zentner schwere Dampfer aus der Werft in Budapest (Baujahr 1873), das zweitälteste Motorschiff am Wolfgangsee wurde am 2. August 1888 auf den Namen „Kaiserin Elisabeth“ getauft.
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| − | „Austria“ Baujahr 1892 aus der Continentalwerft Linz Klosterneuburg noch mit einem Holzrumpf und Fassungsraum von 110 Personen, wurde 1923 (1921) nach Rumänien verkauft.
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| − | „Austria I.“ und „Austria II.“ waren in den 20iger Jahren in Ried bei St.Wolfgang, in der von Kaiser Franz Joseph 1911 erbauten Ferienhortanlage und k. & k. Marineschule, wie auch Während des 2. Weltkrieges in der Kadettenanstalt der deutschen Kriegsmarine im Einsatz.
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| − | „St. Wolfgang“ die erste Neuerwerbung der ÖBB 1950 nach dem II. Weltkrieg wurde für Sonder- und Verstärkungsfahrten bis 1991 eingesetzt.
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| − | „Schafberg „ Baujahr 1953 / 1990 Generalüberholung
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| − | „Falkenstein“ wurde 1959 aus Ungarn angekauft und ist zur Beförderung von 150 Personen zugelassen.
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| − | „Salzkammergut“ war im Jahre 1972/73 mit einer Länge von 32 m, einer Breite von 7:00m für 300 Fahrgäste zugelassen das größte Schiff der ÖBB-Wolfgangsee-Schiff-Fahrt.
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| − | „ Österreich“ 1983/84 von der Schiffswerft AG Linz – Korneuburg erbaut, wurde am 2. Juni 1984 nach einer feierlichen Taufe und festlicher Jungfernfahrt durch Taufpatin Thesi Haslauer, Gattin des damaligen Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer übergeben.
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