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| − | [[Datei:Walkner Matthias Rallye Dakar 2017 02.jpg|thumb|Rallye Dakar 2017, von links: Matthias Walkner, Sieger Sam Sunderland (GBR) und Gerad Farres Guell]] | + | [[Datei:Walkner Matthias Rallye Dakar 2017 02.jpg|thumb|Rallye Dakar 2017, von links: Matthias Walkner, Sieger Sam Sunderland (GBR) und Gerard Farres Guell]] |
| | [[Datei:Walkner Matthias Rallye Dakar 2017 01.jpg|thumb|Rallye Dakar 2017, Matthias Walkner (links) und der Sieger Sam Sunderland (GBR)]] | | [[Datei:Walkner Matthias Rallye Dakar 2017 01.jpg|thumb|Rallye Dakar 2017, Matthias Walkner (links) und der Sieger Sam Sunderland (GBR)]] |
| | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_05_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}}, Bildmitte, am Sonntag, 23. September 2012, nach dem Titelgewinn]] | | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_05_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}}, Bildmitte, am Sonntag, 23. September 2012, nach dem Titelgewinn]] |
| | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}}, Bildmitte, am Sonntag, 23. September 2012, nach dem Titelgewinn]] | | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}}, Bildmitte, am Sonntag, 23. September 2012, nach dem Titelgewinn]] |
| − | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_02_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}} bei einem der beiden Läufe am [[23. September]] [[2012]] in deutschen Teutschenthal]] | + | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_02_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}} bei einem der beiden Läufe am [[23. September]] [[2012]] im deutschen Teutschenthal]] |
| − | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_03_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}} bei einem der beiden Läufe am [[23. September]] [[2012]] in deutschen Teutschenthal]] | + | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_03_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}} bei einem der beiden Läufe am 23. September 2012 in Teutschenthal]] |
| − | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_04_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}} bei einem der beiden Läufe am [[23. September]] [[2012]] in deutschen Teutschenthal]] | + | [[Datei:Walkner_Matthias_KTM_04_2012.jpg|thumb|{{PAGENAME}} bei einem der beiden Läufe am 23. September 2012 in Teutschenthal]] |
| | ''' Matthias „Hiashi“ Walkner''' (* [[1. September]] [[1986]] in [[Kuchl]]) ist ein Salzburger Motocross-Rennfahrer. | | ''' Matthias „Hiashi“ Walkner''' (* [[1. September]] [[1986]] in [[Kuchl]]) ist ein Salzburger Motocross-Rennfahrer. |
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| | * [[2018]] gewann der 31-jährige Kuchler auf [[KTM]] als erster Österreicher die Motorradwertung bei der Rallye Dakar.<ref>mehr zur Rallye Dakar siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Rallye_Dakar wikipedia.de]</ref> | | * [[2018]] gewann der 31-jährige Kuchler auf [[KTM]] als erster Österreicher die Motorradwertung bei der Rallye Dakar.<ref>mehr zur Rallye Dakar siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Rallye_Dakar wikipedia.de]</ref> |
| | * [[2015]] gewann er in der ''Cross-Country-Rallye'' den WM-Titel. | | * [[2015]] gewann er in der ''Cross-Country-Rallye'' den WM-Titel. |
| − | * [[2012]] gewann er den MX3-Motocross-Weltmeistertitel 2012 gewann, 27 Jahre nach dem letzten Gewinn eines Österreichers (Heinz Kinigadner). | + | * [[2012]] gewann er den MX3-Motocross-Weltmeistertitel 2012, 27 Jahre nach dem letzten Gewinn eines Österreichers (Heinz Kinigadner). |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
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| | [[2000]] bekam Walkner sein erstes Motorrad. Zwei Wochen später errang er bei seinem ersten Rennen den 2. Platz. [[2001]] nahm er am ''Kärntner Cup'', am ''Oberösterreichischen Cup'' und am ''McDonald’s Cup'' teil, 2002 am ''Auner Cup''. Seine Leistungen führten zur Bereitstellung von Motorrädern durch ''Yamaha Motor Austria''. [[2003]] stieg Walkner in die Junioren-Staatsmeisterschaft auf. | | [[2000]] bekam Walkner sein erstes Motorrad. Zwei Wochen später errang er bei seinem ersten Rennen den 2. Platz. [[2001]] nahm er am ''Kärntner Cup'', am ''Oberösterreichischen Cup'' und am ''McDonald’s Cup'' teil, 2002 am ''Auner Cup''. Seine Leistungen führten zur Bereitstellung von Motorrädern durch ''Yamaha Motor Austria''. [[2003]] stieg Walkner in die Junioren-Staatsmeisterschaft auf. |
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| − | Bereits [[2004]] hatte er als Testfahrer bei KTM begonnen. Im selben Jahr nahm er am ''Alpe Adria Cup'' (Fünf-Länder-Vergleichskampf) und an der Österreichischen Meisterschaft teil und gab in Schwanenstadt ([[Oö]].) sein WM-Debüt. [[2005]] folgte sein Europameisterschafts-Debüt. | + | Bereits [[2004]] hatte er als Testfahrer bei [[KTM]] begonnen. Im selben Jahr nahm er am ''Alpe Adria Cup'' (Fünf-Länder-Vergleichskampf) und an der Österreichischen Meisterschaft teil und gab in Schwanenstadt ([[Oö]].) sein WM-Debüt. [[2005]] folgte sein Europameisterschafts-Debüt. |
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| − | Bereits [[2007]] fuhr Walkner in die Weltmeisterschafts-Punkterränge. Im Sommer [[2009]] gewann der (noch) 22-Jährige in ''Lacapelle-Marival'', Frankreich, erstmals einen Europameisterschaftslauf. Im selben Jahr fuhr Walkner in der Europameisterschaft in der 250 cm³-Klasse (EM-X2). | + | Bereits [[2007]] fuhr Walkner in die Weltmeisterschafts-Punkteränge. Im Sommer [[2009]] gewann der (noch) 22-Jährige in ''Lacapelle-Marival'', Frankreich, erstmals einen Europameisterschaftslauf. Im selben Jahr fuhr Walkner in der Europameisterschaft in der 250 cm³-Klasse (EM-X2). |
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| | === Weltmeister 2012 === | | === Weltmeister 2012 === |
| − | Am [[20. Mai]] 2012 gewann Walkner bei der vierten Station der MX3-Motocross-Weltmeisterschaft im italienischen ''Arco di Trento'' den ersten Lauf. Im zweiten Lauf wurde er Zweiter und schloss den Renntag Tagessieger ab. Am [[26. August]] gewann Walkner seinen ersten WM-Lauf in ''Matterley Basin'' (GB). Er setzte sich vom Start an an die Spitze des Feldes und hielt die Konkurrenz sicher in Schach. Nur ein Patschen brachte ihn im zweiten Lauf um den verdienten Erfolg. Er verlor zwei Minuten und konnte sich durch schnelle Runden noch auf Rang zwölf nach vorne kämpfen. Er ging mit 26 Punkten Vorsprung bei den letzten beiden Rennen im September an den Start. | + | Am [[20. Mai]] 2012 gewann Walkner bei der vierten Station der MX3-Motocross-Weltmeisterschaft im italienischen ''Arco di Trento'' den ersten Lauf. Im zweiten Lauf wurde er Zweiter und schloss den Renntag als Tagessieger ab. Am [[26. August]] gewann Walkner seinen ersten WM-Lauf in ''Matterley Basin'' (GB). Er setzte sich vom Start an an die Spitze des Feldes und hielt die Konkurrenz sicher in Schach. Nur ein Patschen brachte ihn im zweiten Lauf um den verdienten Erfolg. Er verlor zwei Minuten und konnte sich durch schnelle Runden noch auf Rang zwölf nach vorne kämpfen. Er ging mit 26 Punkten Vorsprung bei den letzten beiden Rennen im September an den Start. |
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| | Matthias Walkner gewann am Sonntag, den [[23. September]] [[2012]] den Motocross-WM-Titel der Klasse MX3. | | Matthias Walkner gewann am Sonntag, den [[23. September]] [[2012]] den Motocross-WM-Titel der Klasse MX3. |
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| − | Er sorgte damit für den ersten Motocross-WM-Titel eines Österreichers seit Heinz Kinigadner vor 27 Jahren ([[1985]]). Zu den ersten Gratulanten zählte vor Ort Heinz Kinigadner, der 1984 und 1985 jeweils in der 250 cm²-Klasse (auf KTM) für die bis Sonntag letzten WM-Titel eines Österreichers gesorgt hatte. Auch KTM-Chef [[Stefan Pierer]] beglückwünschte Walkner persönlich. | + | Er sorgte damit für den ersten Motocross-WM-Titel eines Österreichers seit Heinz Kinigadner vor 27 Jahren ([[1985]]). Zu den ersten Gratulanten zählte vor Ort Heinz Kinigadner, der 1984 und 1985 jeweils in der 250 cm²-Klasse (auf KTM) für die bis dahin letzten WM-Titel eines Österreichers gesorgt hatte. Auch KTM-Chef [[Stefan Pierer]] beglückwünschte Walkner persönlich. |
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| | Der Erfolg wurde Walkner durch Freunde und Förderer ermöglicht. Allen voran seine Gönner [[Wolfgang Hillinger]] und [[Ferdinand Hirscher]], der Vater des Skirennläufers [[Marcel Hirscher]]. | | Der Erfolg wurde Walkner durch Freunde und Förderer ermöglicht. Allen voran seine Gönner [[Wolfgang Hillinger]] und [[Ferdinand Hirscher]], der Vater des Skirennläufers [[Marcel Hirscher]]. |
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| − | Der frisch gebackene MX3-Champion musste als Belohnung kein Startgeld für die MX1-Saison 2013 bezahlen. Walkner war sich aber zum Zeitpunkt seines Titelgewinns im September 2012 aber noch nicht klar, ob er den Schritt in die Königsklasse wagt und ob er sie überhaupt wagen kann. "''Jetzt lasse ich einmal diesen Erfolg sacken, ich habe mir da noch keine Gedanken gemacht. Das ist natürlich alles mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden. 10.000 Euro wären nur rund ein Zehntel des Budgets, das man braucht''", rechnete Walkner vor. | + | Der frisch gebackene MX3-Champion musste als Belohnung kein Startgeld für die MX1-Saison 2013 bezahlen. Walkner war sich aber zum Zeitpunkt seines Titelgewinns im September 2012 noch nicht klar, ob er den Schritt in die Königsklasse wagen würde und ob er sie überhaupt wagen könne. „''Jetzt lasse ich einmal diesen Erfolg sacken, ich habe mir da noch keine Gedanken gemacht. Das ist natürlich alles mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden. 10.000 Euro wären nur rund ein Zehntel des Budgets, das man braucht''„, rechnete Walkner vor. |
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| − | Begleitet von zwei Autobussen mit Verwandten, Freunden und KTM-Mitarbeitern war Walkner Richtung Teutschenthal zum WM-Finale aufgebrochen. Dort wollte er so schnell wie möglich, also gleich im ersten Rennen, den Sack zumachen. "''Ich habe den WM-Titelkampf ziemlich gut ausgeblendet. Wenn du am Start mit 40 anderen in die erste Kurve gehst, dann denkst du eh nicht an solche Sachen''", erzählte Walkner. Bereits nach dem ersten Lauf im deutschen Teutschenthal konnte er mit dem dritten Platz den Weltmeistertitel fixieren. Im zweiten Lauf wurde er dann Zweiter. | + | Begleitet von zwei Autobussen mit Verwandten, Freunden und KTM-Mitarbeitern war Walkner Richtung Teutschenthal zum WM-Finale aufgebrochen. Dort wollte er so schnell wie möglich, also gleich im ersten Rennen, den Sack zumachen. „''Ich habe den WM-Titelkampf ziemlich gut ausgeblendet. Wenn du am Start mit 40 anderen in die erste Kurve gehst, dann denkst du eh nicht an solche Sachen''„, erzählte Walkner. Bereits nach dem ersten Lauf im deutschen Teutschenthal konnte er mit dem dritten Platz den Weltmeistertitel fixieren. Im zweiten Lauf wurde er dann Zweiter. |
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| − | Walkner hofft, dass sein WM-Sieg dem Motocross-Sport in Österreich zu einem "kleinen Boom" verhilft. "''Es würde mich freuen, wenn jetzt mehr darüber berichtet werden würde, dass es in Österreich auch ein paar Motocross-Fahrer gibt. Vielleicht sagen ja ein paar Leute: 'Der Walkner ist ein klasser Bursch' und es tut sich etwas auf. Es ist nämlich schon ordentlich schwer, in Österreich auf diesem Niveau Motocross zu fahren. Dabei ist es so eine coole, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Sportart''", meinte Walkner. | + | Walkner hofft, dass sein WM-Sieg dem Motocross-Sport in Österreich zu einem „kleinen Boom“ verhilft. „''Es würde mich freuen, wenn jetzt mehr darüber berichtet werden würde, dass es in Österreich auch ein paar Motocross-Fahrer gibt. Vielleicht sagen ja ein paar Leute: 'Der Walkner ist ein klasser Bursch' und es tut sich etwas auf. Es ist nämlich schon ordentlich schwer, in Österreich auf diesem Niveau Motocross zu fahren. Dabei ist es so eine coole, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Sportart''“, meinte Walkner. |
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| | ==== Ergebnisse 2012 ==== | | ==== Ergebnisse 2012 ==== |
| − | Walkners MX3 Saison 2012: | + | Walkners MX3-Saison 2012: |
| | :Valkenswaard (NL): Platzierung im Lauf 1: 6 - Platzierung im Lauf 2: 2 | | :Valkenswaard (NL): Platzierung im Lauf 1: 6 - Platzierung im Lauf 2: 2 |
| | :Castelnau de Levis (F): 7 - 11 | | :Castelnau de Levis (F): 7 - 11 |
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| | :Matterley Basin (GB): 1 - 12 | | :Matterley Basin (GB): 1 - 12 |
| | :Teutschenthal (D): 3 - 2 | | :Teutschenthal (D): 3 - 2 |
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| | Zwei Tagesgesamtsiege, zwei Laufsiege und in elf von 18 Läufen am Podest; | | Zwei Tagesgesamtsiege, zwei Laufsiege und in elf von 18 Läufen am Podest; |
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| − | Endstand Meisterschaft MX3 WM 2012: | + | Endstand der MX3-Weltmeisterschaft 2012: |
| − | :1. Walkner, 337 Punkte (MX3 Weltmeister 2012) | + | :1. Walkner, 337 Punkte (MX3-Weltmeister 2012) |
| | :2. Michek, 306 | | :2. Michek, 306 |
| | :3. Schmidinger, (A), Honda, 299 | | :3. Schmidinger, (A), Honda, 299 |
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| | :7. Michael Staufer (A), KTM, 185 | | :7. Michael Staufer (A), KTM, 185 |
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| − | Endstand Meisterschaft MX3 Hersteller WM 2012: | + | Endstand der MX3-Weltmeisterschaft 2012 (Hersteller): |
| | :1. Honda, 349 Punkte | | :1. Honda, 349 Punkte |
| | :2. KTM, 347 | | :2. KTM, 347 |
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| | === 2013 === | | === 2013 === |
| − | Die Saison 2013 verlief nicht nach den Wünschen von Walkner. Startunfälle, ein beschädigtes Getriebe in Slowenien, Zurückreihung wegen missachteter gelber Flagge in England und Anfang September zerbrach ihm eines seiner Brillengläser, wodurch er sozusagen im Blindflug den zweiten Lauf beim Saisonfinale in Senkvice (Slowakei) fahren musste. Den ersten Lauf hatte Walkner noch gewonnen und hätte theoretisch seinen Titel noch verteidigen können. So aber wurde er Achter und landete mit 32 Punkten Rückstand auf den neuen Weltmeister Klemen Gercar aus Slowenien auf Gesamtrang drei. | + | Die Saison 2013 verlief nicht nach den Wünschen von Walkner. Startunfälle, ein beschädigtes Getriebe in Slowenien, Zurückreihung wegen missachteter gelber Flagge in England, und Anfang September zerbrach ihm eines seiner Brillengläser, wodurch er sozusagen im Blindflug den zweiten Lauf beim Saisonfinale in Senkvice (Slowakei) fahren musste. Den ersten Lauf hatte Walkner noch gewonnen und hätte theoretisch seinen Titel noch verteidigen können. So aber wurde er Achter und landete mit 32 Punkten Rückstand auf den neuen Weltmeister Klemen Gercar aus Slowenien auf Gesamtrang drei. |
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| − | Besonders frustiert war Walkner auch deshalb, weil er zwar sechs Läufe gewann, Gercar aber nur zwei. | + | Besonders frustriert war Walkner auch deshalb, weil er zwar sechs Läufe gewann, Gercar aber nur zwei. |
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| | === 2014 === | | === 2014 === |
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| | === 2015 === | | === 2015 === |
| | ==== Erste Etappensieg ==== | | ==== Erste Etappensieg ==== |
| − | Im Jänner 2015 startete Matthias Walkner erstmals bei der Rallye Dakar in Südamerika, die als härteste, bedeutendste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt gilt. Er sollte als Debütant im KTM-Werksteam Erfahrung sammeln. Der Salzburger gewann zur Überraschung aller auf seiner KTM die dritte Etappe dieses Traditionsrennens von ''San Juan'' nach ''Chilecito''. Walkner distanzierte auf den 220 Wertungskilometern in Argentinien den zweitplatzierten spanischen Titelverteidiger und Vierfach-Sieger Marc Coma (KTM) um 40 Sekunden. Es war der erste Etappensieg eines Österreichers bei der Rallye Dakar seit 15 Jahren, als Heinz Kinigadner im Jahr 2000 eine Motorrad-Etappe gewonnen hatte. Im weiteren Verlauf der Rallye stellte sich Walkner als schneller Fahrer heraus (eine weitere Top-Tagesplatzierung), der hauptsächlich im Bereich "Navigation" Verbesserungspotential aufwies. Nach der neunte Etappe musste er die Rallye Dakar wegen einer Erkrankung vorzeitig beenden. | + | Im Jänner 2015 startete Matthias Walkner erstmals bei der Rallye Dakar in Südamerika, die als härteste, bedeutendste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt gilt. Er sollte als Debütant im KTM-Werksteam Erfahrung sammeln. Der Salzburger gewann zur Überraschung aller auf seiner KTM die dritte Etappe dieses Traditionsrennens von ''San Juan'' nach ''Chilecito''. Walkner distanzierte auf den 220 Wertungskilometern in Argentinien den zweitplatzierten spanischen Titelverteidiger und Vierfach-Sieger Marc Coma (KTM) um 40 Sekunden. Es war der erste Etappensieg eines Österreichers bei der Rallye Dakar seit 15 Jahren, als Heinz Kinigadner im Jahr 2000 eine Motorrad-Etappe gewonnen hatte. Im weiteren Verlauf der Rallye stellte sich Walkner als schneller Fahrer heraus (eine weitere Top-Tagesplatzierung), der hauptsächlich im Bereich „Navigation“ Verbesserungspotential aufwies. Nach der neunten Etappe musste er die Rallye Dakar wegen einer Erkrankung vorzeitig beenden. |
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| | Die starke Leistung in Argentinien ließ Walkner im März 2015 fix für drei Jahre zum KTM-Werksfahrer aufsteigen. | | Die starke Leistung in Argentinien ließ Walkner im März 2015 fix für drei Jahre zum KTM-Werksfahrer aufsteigen. |
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| | === 2017 === | | === 2017 === |
| − | [[2017]] ging Matthias Walkner neuerlich an den Start und setzte sich zum Ziel unter die Top 5 zu kommen. Am [[14. Jänner]], zwölf Tage nach dem Start und mehr als 9 000 km, erreichte er schließlich Platz 2 und ist damit der erste Österreicher auf dem Podium bei der Rallye Dakar. | + | [[2017]] ging Matthias Walkner neuerlich an den Start und setzte sich zum Ziel, unter die Top 5 zu kommen. Am [[14. Jänner]], zwölf Tage nach dem Start und mehr als 9 000 km, erreichte er schließlich Platz 2 und ist damit der erste Österreicher auf dem Podium bei der Rallye Dakar. |
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| | === 2018 === | | === 2018 === |
| − | Am [[6. Jänner]] [[2018]] startete Matthias Walkner zur 40. Ausgabe der Rallye Dakar. Er hatte schon “extrem viel” bei der Rallye erlebt. Walkner sah “doppelt und dreifach”, schlief in einem Polizeiauto, umkurvte Eselherden und fuhr zu seinem ganz persönlichen Kältepol. Harte Erfahrungen, die dem 31-Jährigen halfen, als er sich zum vierten Mal in den Sattel seiner KTM schwang. Denn nach Platz zwei 2017 wollte Walkner diesmal zum Sieg fahren.<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/walkner-muss-bei-dakar-jede-sekunde-vorbereitet-sein/apa-1539905308 www.salzburg24.at], vor dem Start, abgefragt am 4. Jänner 2018</ref> Am [[20. Jänner]] 2018 konnte er sein Ziel erreichen und beendete die Rallye mit einem Vorsprung von 16 Minuten und 53 Sekunden als Sieger.<ref>[https://www.sn.at/sport/mixed/rang-acht-genuegt-matthias-walkner-gewinnt-die-rallye-dakar-23193262 Salzburger Nachrichten Online 20. Jänner 2018]</ref> | + | Am [[6. Jänner]] [[2018]] startete Matthias Walkner zur 40. Ausgabe der Rallye Dakar. Er hatte schon „extrem viel” bei der Rallye erlebt. Walkner sah „doppelt und dreifach”, schlief in einem Polizeiauto, umkurvte Eselherden und fuhr zu seinem ganz persönlichen Kältepol. Harte Erfahrungen, die dem 31-Jährigen halfen, als er sich zum vierten Mal in den Sattel seiner KTM schwang. Denn nach Platz zwei 2017 wollte Walkner diesmal zum Sieg fahren.<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/walkner-muss-bei-dakar-jede-sekunde-vorbereitet-sein/apa-1539905308 www.salzburg24.at], vor dem Start, abgefragt am 4. Jänner 2018</ref> Am [[20. Jänner]] 2018 konnte er sein Ziel erreichen und beendete die Rallye mit einem Vorsprung von 16 Minuten und 53 Sekunden als Sieger.<ref>[https://www.sn.at/sport/mixed/rang-acht-genuegt-matthias-walkner-gewinnt-die-rallye-dakar-23193262 Salzburger Nachrichten Online 20. Jänner 2018]</ref> |
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| | Es waren knapp 9 000 Kilometer in 14 Etappen. Davon rund 4 500 Kilometer auf sieben Etappen in Wüstengelände und ''off road'', die auf Zeit gefahren werden musste. Die restlichen Kilometer waren Verbindungsfahrten, die gemäß geltenden Rallye-Bedingungen in einer bestimmten Zeit gefahren werden mussten.<ref>[http://netstorage.lequipe.fr/ASO/motorSports_dak/affiche-parcours-dakar-2018.pdf Etappenplan 2018 als pdf]</ref> | | Es waren knapp 9 000 Kilometer in 14 Etappen. Davon rund 4 500 Kilometer auf sieben Etappen in Wüstengelände und ''off road'', die auf Zeit gefahren werden musste. Die restlichen Kilometer waren Verbindungsfahrten, die gemäß geltenden Rallye-Bedingungen in einer bestimmten Zeit gefahren werden mussten.<ref>[http://netstorage.lequipe.fr/ASO/motorSports_dak/affiche-parcours-dakar-2018.pdf Etappenplan 2018 als pdf]</ref> |