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Das '''Müllnerbräu''' ist eine aus [[Salzburg]]-Stadt nicht mehr wegzudenkende Institution im Stadtteil [[Mülln]]. Es ist das einzige Bräu in Salzburg, in dem man sich noch selbst die Jause mitnehmen darf.
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Das '''Augustiner Bräustübl Mülln''' (auch ''Müllner Bräustübl'') ist eine aus [[Salzburg]]-Stadt nicht mehr wegzudenkende Institution im Stadtteil [[Mülln]]. Es ist das einzige Bräu in der Stadt Salzburg, in dem man sich noch selbst die Jause mitnehmen darf.
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
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Die Mönche aus Michaelbeuern investierten auch kräftig. So entstand dann [[1912]] das Brauhaus, wie es heute noch steht. Pro Jahr werden dort etwa 9000 Hektoliter [[Bier]] gebraut, das nach wie vor aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser besteht. Es wird nicht pasteurisiert, was die Haltbarkeit zwar begrenzt, aber neben den 70 Prozent in Fässern gelagerten Bier gehen die restlichen 30 Prozent über Ladentische ausgewählter Betriebe – und zwar sehr schnell, denn das Augustiner Bier ist auch heute noch etwas Besonderes.
 
Die Mönche aus Michaelbeuern investierten auch kräftig. So entstand dann [[1912]] das Brauhaus, wie es heute noch steht. Pro Jahr werden dort etwa 9000 Hektoliter [[Bier]] gebraut, das nach wie vor aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser besteht. Es wird nicht pasteurisiert, was die Haltbarkeit zwar begrenzt, aber neben den 70 Prozent in Fässern gelagerten Bier gehen die restlichen 30 Prozent über Ladentische ausgewählter Betriebe – und zwar sehr schnell, denn das Augustiner Bier ist auch heute noch etwas Besonderes.
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eröffnete das ''Müllnerbräu'' wieder am Pfingstsamstag, den [[4. Juni]] [[1949]]. Eine wahre Völkerwanderung setzte an diesem Tag zum Bräu ein und am Abend waren 2056 Liter Bier ausgeschenkt. In diesem Jahr erwarben die Benediktiner auch das [[Gasthaus Krimpelstätter]], das schon seit [[1548]] bestand. Der letzte Schritt zur noch heute bestehenden Autarkie war der Erwerb einer alten [[Fasspicherei]], die dann im Brauhaus aufgestellt wurde. So werden nun im Haus die Holzfässer innen geharzt, was man ''gepicht'' nennt.  
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eröffnete das ''Müllner Bräustübl'' wieder am Pfingstsamstag, den [[4. Juni]] [[1949]]. Eine wahre Völkerwanderung setzte an diesem Tag zum Bräu ein und am Abend waren 2056 Liter Bier ausgeschenkt. In diesem Jahr erwarben die Benediktiner auch das [[Gasthaus Krimpelstätter]], das schon seit [[1548]] bestand. Der letzte Schritt zur noch heute bestehenden Autarkie war der Erwerb einer alten [[Fasspicherei]], die dann im Brauhaus aufgestellt wurde. So werden nun im Haus die Holzfässer innen geharzt, was man ''gepicht'' nennt.  
    
Neben dem Märzenbier werden ausschließlich von Aschermittwoch bis Ostern das [[Fastenbier]] und von Advent bis Weihnachten das Weihnachtsbockbier gebraut und ausgeschenkt. Beide Biere haben jeweils eine höhere Stammwürze und einen etwas höheren Alkoholgehalt.
 
Neben dem Märzenbier werden ausschließlich von Aschermittwoch bis Ostern das [[Fastenbier]] und von Advent bis Weihnachten das Weihnachtsbockbier gebraut und ausgeschenkt. Beide Biere haben jeweils eine höhere Stammwürze und einen etwas höheren Alkoholgehalt.
    
==Daten und Öffnungszeiten==
 
==Daten und Öffnungszeiten==
Das ''Müllnerbräu'' ist heute die größte Biergaststätte Österreichs (mit über 5000 m² Nutzfläche) und bietet seinen Gästen darüber hinaus im schattigen Gastgarten weitere 1500 Sitzgelegenheiten.
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Das ''Müllner Bräustübl'' ist heute die größte Biergaststätte Österreichs (mit über 5000 m² Nutzfläche) und bietet seinen Gästen darüber hinaus im schattigen Gastgarten weitere 1500 Sitzgelegenheiten.
    
Das Bräustübl ist täglich geöffnet:
 
Das Bräustübl ist täglich geöffnet:
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==Säle==
 
==Säle==
* Stockhammersaal mit 270 bis 380 Sitzplätzen
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* Stockhamersaal mit 270 bis 380 Sitzplätzen
 
* Augustinersaal, eröffnet [[1911]], dieser Saal ist ein Nichtrauchersaal mit 200 bis 240 Sitzplätzen
 
* Augustinersaal, eröffnet [[1911]], dieser Saal ist ein Nichtrauchersaal mit 200 bis 240 Sitzplätzen
 
* Gambrinussaal mit 260 bis 300 Sitzplätzen
 
* Gambrinussaal mit 260 bis 300 Sitzplätzen
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* Schlappstüberl: In einem stilleren Eck des Augustiner Bräustübls befindet sich ein kleines Extrazimmer – das Schlappstüberl, die Heimat eines der ältesten existierenden Vereine Salzburgs – der [[Schlappgesellschaft]]. Dieses Stüberl ist ausschließlich für diesen Verein reserviert.
 
* Schlappstüberl: In einem stilleren Eck des Augustiner Bräustübls befindet sich ein kleines Extrazimmer – das Schlappstüberl, die Heimat eines der ältesten existierenden Vereine Salzburgs – der [[Schlappgesellschaft]]. Dieses Stüberl ist ausschließlich für diesen Verein reserviert.
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==Stieglbier im Müllnerbräu?==
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==Stieglbier im ''Müllner Bräustübl'' ?==
    
{{Gerücht}}
 
{{Gerücht}}
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Hartnäckig hält sich in Salzburg das Gerücht, im ''Müllnerbräu'' werde [[Stieglbrauerei zu Salzburg|Stieglbier]] ausgeschenkt. Natürlich widersprechen die Verantwortlichen im Müllnerbräu und verweisen auf das dreimalige Brauen pro Woche nach altem Rezept im eigenen Hause.  
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Hartnäckig hält sich in Salzburg das Gerücht, im ''Müllner Bräustübl'' werde [[Stieglbrauerei zu Salzburg|Stieglbier]] ausgeschenkt. Natürlich widersprechen die Verantwortlichen im Augustiner Bräu und verweisen auf das dreimalige Brauen pro Woche nach altem Rezept im eigenen Hause.  
    
Aber was ist dran an diesem Gerücht? Unter den Nazis, [[1939]], wurde der Verkauf der Brauerei verlangt. Den Benediktinern gelang eine ''freundliche Übernahme'' durch jeweils die Häfte von [[Heinrich Kiener]] von der [[Stieglbrauerei zu Salzburg]] und [[Alois Fuchs]], Bierbrauer aus Meran, Südtirol. Aber schon bald, nämlich im Frühjahr [[1940]], wurde der Bierausschank untersagt und im Sommer [[1944]] wurde die Brauerei stillgelegt.  
 
Aber was ist dran an diesem Gerücht? Unter den Nazis, [[1939]], wurde der Verkauf der Brauerei verlangt. Den Benediktinern gelang eine ''freundliche Übernahme'' durch jeweils die Häfte von [[Heinrich Kiener]] von der [[Stieglbrauerei zu Salzburg]] und [[Alois Fuchs]], Bierbrauer aus Meran, Südtirol. Aber schon bald, nämlich im Frühjahr [[1940]], wurde der Bierausschank untersagt und im Sommer [[1944]] wurde die Brauerei stillgelegt.  

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