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* Ritter Wolfram Schrimpf <ref>[http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.stadt.schmalkalden.de%2Fstadt-und-geschichte%2Funselbstaendige-stadteile%2Fnaeherstille.html&date=2010-02-13 Ritter Wolfram Schrimpf]</ref>
 
* Ritter Wolfram Schrimpf <ref>[http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.stadt.schmalkalden.de%2Fstadt-und-geschichte%2Funselbstaendige-stadteile%2Fnaeherstille.html&date=2010-02-13 Ritter Wolfram Schrimpf]</ref>
 
* Kaspar von Berg genannt Schrimpf <ref>[http://books.google.com/books?id=L7KXSJFlF2EC&pg=PA609&lpg=PA609&dq=%22von+berg%22+schrimpf&source=web&ots=-6-K_tSLv1&sig=ALSCt1KA9OfM75qY7Oo10yPUqQk#PPA609,M1 Kaspar von Berg]</ref>
 
* Kaspar von Berg genannt Schrimpf <ref>[http://books.google.com/books?id=L7KXSJFlF2EC&pg=PA609&lpg=PA609&dq=%22von+berg%22+schrimpf&source=web&ots=-6-K_tSLv1&sig=ALSCt1KA9OfM75qY7Oo10yPUqQk#PPA609,M1 Kaspar von Berg]</ref>
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==Elsa v. Schrimpf-Berg==
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* 30. August 1874 in München (fälschlicherweise wird u. a. Nürnberg genannt), † 26. Oktober 1905 in München.
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Elsa war das erste Kind des Königlichen Revisors und Leutnants Maximilian von Berg, genannt Schrimpf (1851-1923) und dessen Ehefrau Maria, geb. Brunner (1852-1924). Dem Ehepaar wurden drei weitere Kinder geboren: Emma (* 1875), Franz (* 1878) und Leander (* 1880). Nach Absolvierung der Volksschule und des Greineder Privatinstituts war Elsa, entsprechend dem damaligen Zeitgeist, als höhere Tochter an das Haus gebunden, mehr oder weniger gezwungen auf eine standesgemäße Ehe zu warten.
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Mit der Situation des "Haustochterdaseins" unzufrieden, suchte Elsa nach einer sinnvollen Arbeit. So engagierte sie sich für vier Jahre unentgeltlich im "Frauenverein vom Roten Kreuz". In dieser Zeit kam die Adelige in Kontakt mit Not, Krankheit und Elend der "kleinen Leute". Diese lebten in den dichtbesiedelten Münchener Vorstädten, wie z. b. in Haidhausen. Zu dieser Gesellschaftsschicht, die durch die Maschen der Ende des 19. Jahrhunderts verabschiedeten Bismarck'schen Sozialgesetze fiel, gehörten, wie von Elsa v. Schrimpf formulierte, "die kleinen Gewerbetreibenden, die in keinem festen Arbeitsverhältnis stehenden Arbeiter, wie aus den weiblichen Kreisen: Putzerinnen, Wäscherinnen, Zugeherinnen, Näherinnen, und dergleichen mehr" (zit. n. Panzer/Plößl 1997, S. 41).
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Die elenden Zustände in manchen Stadtbezirken bewegten die junge Frau so sehr, daß sie den Entschluß faßte, vor Ort den armen Menschen zu helfen. Ihr Ansinnen war vor allem die Krankenpflege auszubauen. Doch diesem Begehren stellte sich der Vater zunächst energisch entgegen, weil er befürchtete, daß Elsa dieser harten Tätigkeit körperlich wie gesundheitlich nicht gewachsen sei. Aber die älteste Tochter setzte sich durch. Sie stellte ein provisorisches "Damenkomitee" zusammen und lud am 21. Januar 1901 zu einer Versammlung ins Café "Reichshof" in die Münchener Wörthstraße 17 ein. 17 Frauen und Mädchen waren gekommen: - "Elses erstes Anliegen ist es, eine Privatkrankenanstalt zu schaffen, die Armen und Unbemittelten offen steht. Um dies zu erreichen, regt sie die Gründung eines sogenannten Pfennigvereins (am 22. April 1901 in das Vereinsregister eingetragen; M. B.) an. Für einen Beitrag von einem Pfennig - ab 1910 von zehn Pfennigen - pro Monat konnte jeder in ihm Mitglied werden und dann entweder ganz oder teilweise unentgeltliche Krankenpflege in Anspruch nehmen.
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Elsa v. Schrimpf legte den Anwesenden auch gleich fertige ausgearbeitete Statuten vor. Wie es scheint, hatte sie bei dieser ersten Versammlung noch nicht an die Gründung einer Schwesterngenossenschaft gedacht. Doch dann kam Widerspruch gegen die Pläne auf. Andere in der Krankenpflege tätige Vereinigungen fürchteten die Konkurrenz durch eine neue Krankenanstalt. Bei einer zweiten Sitzung am 10. Februar 1901 kamen daher auch die Gegner zu Wort und so wurden die Statuten abgeändert. Neben der Erbauung einer Krankenanstalt sollte nun auch die Gründung eines Pflegerinnen-Vereins als Vereinsziel festgelegt werden. So kam es am 15. März 1901, wieder im Café 'Reichshof', zur ersten ordentlichen Generalversammlung, an der 20 Mitglieder teilnahmen. Hier wurden die Satzung festgelegt und der Name für die Schwestern des Privatpflegerinnenvereins: 'Bayerische Schwestern vom Pfennigverein'" (2001, S. 10). Im Volksmund wurden die Pflegerinnen kurz "Pfennigschwestern" genannt. Die Statuten des neugegründeten Vereins hatten u. a. zum Ziel die "Heranbildung katholischer Mädchen zum Privatkrankendienst" und den Bau einer privaten Krankenanstalt "für arme katholische Kranke und nach Tunlichkeit auch für Andersgläubige" (2001, S. 11). Jedoch der Anfang gestaltete sich äußerst schwierig. Nur drei junge Frauen schlossen sich Elsa v. Schrimpf an und die Gemeinschaft wollte nicht weiter anwachsen. Da kam dem Verein und seiner Gründerin die bekannte Kinder und Jugendschriftstellerin Emmy Giehrl (1837-1915), genannt Tante Emmy, zur Hilfe. Genannte verfaßte in der vor allem bei jungen (überwiegend katholischen) Mädchen und Frauen beliebten Zeitschrift "Notburga" (vom 6. September 1902) einen Artikel über die Ausbildung und das Wirken der "Bayerischen Schwestern vom Pfennigverein": -
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Vielleicht fühlt manches brave Mädchen sich durch diese Zeilen angeregt über das so schöne, heilige Amt einer Pflegerin der Armen und Kranken nachzudenken. Die Sache steht auf streng katholischer Grundlage, die bayerischen Schwestern stellen sich und ihr Wirken und Arbeiten unter den Schutz des göttlichen Herzens Jesu. Sie tragen waschechte Kleider von blauem Stoff mit weißen Leinenkragen, schwarze Schürze, blaue Haube mit weißem Umschlag und eine Brosche, die ein himmelblaues Kreuz auf weißem Grunde zeigt.
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Keine geringere als die höchste Dame des Deutschen Reiches, Kaiserin Auguste Viktoria (1858-1921), bekundete ihr Interesse an der sozial-karitativen Institution und visitierte das Säuglingsheim kurz nach seiner Gründung.
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Zur Unterstützung des Kinderheimes gründete man den Verein "Kinderheim". Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Marie Gabrielle, geb. Herzogin in Bayern (1878-1912), übernahm das Protektorat. Das war ein Erfolg, über den sich die Hauptverantwortlichen des Vereins sehr freuten, zumal durch diesen "gnädigen Akt" das Ansehen des Vereins in der Münchner Bevölkerung enorm stieg. - Da die Schwestern Angestellte der drei verschiedenen Vereine waren, gründeten sie am 1. Juli 1905 einen eigenen Verein, ließen sich in das Vereinsregister eintragen und nannten sich fortan "Bayerische Schwestern vom Blauen Kreuz". Sr. Elisabeth von Schrimpf wurde zur Oberin gewählt, die bereits wenige Wochen später im Alter von nur 31 Jahren an Tuberkulose starb.
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Die Schwesternvereinigung wurde 1951, im 50. Jubiläumsjahr ihrer Gründung, zu einer Drittordensgemeinschaft erhoben und Januar 1952 in den Franziskusorden aggregiert. Kardinal Michael von Faulhaber genehmigte den neuen Namen "Blaue Schwestern von der Hl. Elisabeth" sowie die neuen Statuten. Heute sind die "Blauen Schwestern von der Hl. Elisabeth" eine sehr kleine Gemeinschaft, der 2001 31 Ordensfrauen angehörten. Der letzte Ordenseintritt fand 1963 statt. Das Mutterhaus steht noch immer an seiner alten Stelle in München. Aktiv tätig sind noch einige Schwestern in der Regensburger St. Hedwig Klinik, einem Krankenhaus für Frauen und Kinder, das u. a. eine Krebsstation zur stationären Behandlung für Kinder und ein Perinatalzentrum beherbergt. <ref> Elsa v. Schrimpf, Ordensgründerin [http://archive.li/WYl5q#selection-583.1-643.27]</ref>
     
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