| | Natürlich gab es auch BettlerInnen, die kriminell agierten, doch gab und gibt es wahrscheinlich keine Gruppe oder Unternehmen, wo nicht korrupte, kriminelle u.ä. moralisch verwerfliche Handlungen von Einzelnen, teils Mehreren an den Tag gelegt werden. Bräuer nennt hier etwa den Bettlersohn Veit Kirchpirchler; fügt aber hinzu, dass der Umstand, sich in einer sozialen Situation zu befinden, in der es einem nicht mehr ermöglicht wird, auf- bzw. herauszusteigen, dazu geführt hat, dass viele versuchten, zwischen ihren Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit den größtmöglichen Gewinn zu erzielen<ref>Bräuer, ''...und hat seithero gebetlet […]'' S. 214-215.</ref>. | | Natürlich gab es auch BettlerInnen, die kriminell agierten, doch gab und gibt es wahrscheinlich keine Gruppe oder Unternehmen, wo nicht korrupte, kriminelle u.ä. moralisch verwerfliche Handlungen von Einzelnen, teils Mehreren an den Tag gelegt werden. Bräuer nennt hier etwa den Bettlersohn Veit Kirchpirchler; fügt aber hinzu, dass der Umstand, sich in einer sozialen Situation zu befinden, in der es einem nicht mehr ermöglicht wird, auf- bzw. herauszusteigen, dazu geführt hat, dass viele versuchten, zwischen ihren Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit den größtmöglichen Gewinn zu erzielen<ref>Bräuer, ''...und hat seithero gebetlet […]'' S. 214-215.</ref>. |
| − | Während etwa in Frankreich, England und Spanien die BettlerInnen in die Kolonien geschickt wurden<ref>Jütte, Robert: ''Arme, Bettler, Beutelschneider. Eine Sozialgeschichte der Armut in der Frühen Neuzeit'', 2000, Weimar, Hermann Böhlaus Nachfolger Verlag, S. 222 f., zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 40.</ref>, kammen sie in Österreich regelmäßig in Zuchthäuser und in ungarische Grenzhäuser, ebenso mit Verrichtung von Arbeit ohne Sold<ref>Bräuer, ''...und hat seithero gebetlet […]'', S. 59 ff.</ref>. | + | Während etwa in Frankreich, England und [[Spanien]] die BettlerInnen in die Kolonien geschickt wurden<ref>Jütte, Robert: ''Arme, Bettler, Beutelschneider. Eine Sozialgeschichte der Armut in der Frühen Neuzeit'', 2000, Weimar, Hermann Böhlaus Nachfolger Verlag, S. 222 f., zitiert nach Waltl, ''Bettelverbote in Österreich'', S. 40.</ref>, kammen sie in Österreich regelmäßig in Zuchthäuser und in ungarische Grenzhäuser, ebenso mit Verrichtung von Arbeit ohne Sold<ref>Bräuer, ''...und hat seithero gebetlet […]'', S. 59 ff.</ref>. |