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| | == Der eigentliche Jakobsweg == | | == Der eigentliche Jakobsweg == |
| − | Als ''Jakobsweg'', Originalbezeichnung im Spanischen ''Camino de Santiago'', wurde der [[Pilgerweg]] zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien im Nordwesten Spaniens bezeichnet. Jedoch wurde die Bezeichnung in erster Linie ab den französischen Sammelpunkten als ''Camino Francés'' verstanden. Südlich der Pyrenäen führte der dann als ''Jakobsweg'' bezeichnete Pilgerweg über die Städte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León nach Santiago de Compostela. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des [[11. Jahrhundert]]s. | + | Als ''Jakobsweg'', Originalbezeichnung im Spanischen ''Camino de Santiago'', wurde der [[Pilgerweg]] zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien im Nordwesten [[Spanien]]s bezeichnet. Jedoch wurde die Bezeichnung in erster Linie ab den französischen Sammelpunkten als ''Camino Francés'' verstanden. Südlich der Pyrenäen führte der dann als ''Jakobsweg'' bezeichnete Pilgerweg über die Städte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León nach Santiago de Compostela. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des [[11. Jahrhundert]]s. |
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| | Die Sammelpunkte in Frankreich waren (und sind es noch teilweise heute) Vézelay im Burgund, Le Puy-en-Velay in der Auvergne und Arles in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Alle Pilgerwege, die zu diesen Sammelpunkten führten, hießen zu keiner Zeit Jakobswege. Natürlich wurden manche Wege stärker von Pilgern nach Santiago de Compostela benutzt. Aber sie wurden gleichzeitig auch von Pilgern zu anderen Pilgerstätten in Europa begangen. | | Die Sammelpunkte in Frankreich waren (und sind es noch teilweise heute) Vézelay im Burgund, Le Puy-en-Velay in der Auvergne und Arles in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Alle Pilgerwege, die zu diesen Sammelpunkten führten, hießen zu keiner Zeit Jakobswege. Natürlich wurden manche Wege stärker von Pilgern nach Santiago de Compostela benutzt. Aber sie wurden gleichzeitig auch von Pilgern zu anderen Pilgerstätten in Europa begangen. |
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| | == Jakobspilger == | | == Jakobspilger == |
| − | Jakobspilger ist, wer aus christlichen oder religiösen Gründen zu Fuß oder per Pferd mindestens die letzten 100 km ''in Spanien'' zurückgelegt haben. Mit dem Fahrrad müssen es wenigstens die letzten 200 km sein<ref>Quelle [http://www.jakobus-info.de/jakobuspilger/urkunde.htm www.jakobus-info.de]</ref>. | + | Jakobspilger ist, wer aus christlichen oder religiösen Gründen zu Fuß oder per Pferd mindestens die letzten 100 km ''in [[Spanien]]'' zurückgelegt haben. Mit dem Fahrrad müssen es wenigstens die letzten 200 km sein<ref>Quelle [http://www.jakobus-info.de/jakobuspilger/urkunde.htm www.jakobus-info.de]</ref>. |
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| | ==„2.150 Kilometer bis Santiago de Compostela“== | | ==„2.150 Kilometer bis Santiago de Compostela“== |
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| − | Der eigentliche Jakobsweg beginnt in den Pyrenäen und führt durch Nordspanien nach Santiago de Compostela, wo sich einer Legende nach das Grab des Apostels Jakobus des Älteren befindet. Seit der ersten Hälfte des [[11. Jahrhundert]]s ist dieser Pilgerweg bekannt. Neben Jerusalem und Rom galt Santiago bald als einer der bedeutendsten Gnadenorte. Einen starken Rückgang erlebte die Wallfahrt zur Zeit der Reformation und in der Folge der Aufklärung und der Napoleonischen Kriege am Anfang des 19. Jahrhunderts ist die Pilgerfahrt beinahe gänzlich erloschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerte man sich in Spanien und Frankreich an diese Tradition und versuchte, sie wiederzubeleben. Seit den 1970er Jahren und verstärkt seit einem Papstbesuch 1982 nahmen die Pilgerströme nach Santiago enorm zu. Der Tiroler Peter Lindenthal befasste sich in den 1990er Jahren mit den Routen, auf denen die Jakobspilger früherer Jahrhunderte gegangen sein könnten und entwickelte ein System von Jakobs-Pilgerwegen in Österreich. Ein erster Wanderführer „Auf dem Jakobsweg durch Österreich“ erschien 1999, nachdem Lindenthal die Stecke mit hölzernen Wegweisern versehen hatte. Zu diesem Wegenetz gehört auch der etwa 100 Kilometer lange „Salzburger Jakobsweg“. Er ist ein Projekt der Tourismuswirtschaft und der Katholischen Kirche und wurde 2005 offiziell ausgeschildert. | + | Der eigentliche Jakobsweg beginnt in den Pyrenäen und führt durch Nordspanien nach Santiago de Compostela, wo sich einer Legende nach das Grab des Apostels Jakobus des Älteren befindet. Seit der ersten Hälfte des [[11. Jahrhundert]]s ist dieser Pilgerweg bekannt. Neben Jerusalem und Rom galt Santiago bald als einer der bedeutendsten Gnadenorte. Einen starken Rückgang erlebte die Wallfahrt zur Zeit der Reformation und in der Folge der Aufklärung und der Napoleonischen Kriege am Anfang des 19. Jahrhunderts ist die Pilgerfahrt beinahe gänzlich erloschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerte man sich in [[Spanien]] und Frankreich an diese Tradition und versuchte, sie wiederzubeleben. Seit den 1970er Jahren und verstärkt seit einem Papstbesuch 1982 nahmen die Pilgerströme nach Santiago enorm zu. Der Tiroler Peter Lindenthal befasste sich in den 1990er Jahren mit den Routen, auf denen die Jakobspilger früherer Jahrhunderte gegangen sein könnten und entwickelte ein System von Jakobs-Pilgerwegen in Österreich. Ein erster Wanderführer „Auf dem Jakobsweg durch Österreich“ erschien 1999, nachdem Lindenthal die Stecke mit hölzernen Wegweisern versehen hatte. Zu diesem Wegenetz gehört auch der etwa 100 Kilometer lange „Salzburger Jakobsweg“. Er ist ein Projekt der Tourismuswirtschaft und der Katholischen Kirche und wurde 2005 offiziell ausgeschildert. |
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