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Lodergai ist demnach eine Bezeichnung für eine „'''Gegend der Loder'''“. In der heutigen Hinterschroffenau waren demnach seit dem Hoch[[mittelalter]] und der frühen Neuzeit sicher mehrere (vielleicht etwa ein Dutzend) Tuch- und Lodenweber angesiedelt. Die Erinnerung daran, was „Loder“ bedeutet, war aber im Laufe der Zeit verloren gegangen. Vorbehaltlich weiterer Forschungsergebnisse kann man annehmen, dass die Bezeichnung "Lodagei" seit mindestens 350 Jahre gebräuchlich ist. Bereits im frühen Mittelalter (7.-8.Jh. n.Chr.) wurden im fränkischen Reich Gewebe aus Schafwolle in Heimarbeit erzeugt. Der Beginn der Tuchweberei in unserer Gegend kann nicht eindeutig datiert werden. Eine dauerhafte Besiedlung der Gegenden von Hintersee, Faistenau, Ebenau und Umgebung  erfolgte erst nach Waldrodungen im 12. und 13. Jahrhundert. Die Blüte des Heimarbeitsgewerbes der Loder im Schroffenauer Rügat, vorwiegend bei Bauern und Kleinhäuslern, dürfte sehr wahrscheinlich mit dem großen Bedarf an Arbeitskleidung der vielen Beschäftigten (200-300) in der unmittelbar benachbarten Messing-Industrie  in Ebenau ab dem beginnendem 17. Jahrhundert zusammenhängen.   
 
Lodergai ist demnach eine Bezeichnung für eine „'''Gegend der Loder'''“. In der heutigen Hinterschroffenau waren demnach seit dem Hoch[[mittelalter]] und der frühen Neuzeit sicher mehrere (vielleicht etwa ein Dutzend) Tuch- und Lodenweber angesiedelt. Die Erinnerung daran, was „Loder“ bedeutet, war aber im Laufe der Zeit verloren gegangen. Vorbehaltlich weiterer Forschungsergebnisse kann man annehmen, dass die Bezeichnung "Lodagei" seit mindestens 350 Jahre gebräuchlich ist. Bereits im frühen Mittelalter (7.-8.Jh. n.Chr.) wurden im fränkischen Reich Gewebe aus Schafwolle in Heimarbeit erzeugt. Der Beginn der Tuchweberei in unserer Gegend kann nicht eindeutig datiert werden. Eine dauerhafte Besiedlung der Gegenden von Hintersee, Faistenau, Ebenau und Umgebung  erfolgte erst nach Waldrodungen im 12. und 13. Jahrhundert. Die Blüte des Heimarbeitsgewerbes der Loder im Schroffenauer Rügat, vorwiegend bei Bauern und Kleinhäuslern, dürfte sehr wahrscheinlich mit dem großen Bedarf an Arbeitskleidung der vielen Beschäftigten (200-300) in der unmittelbar benachbarten Messing-Industrie  in Ebenau ab dem beginnendem 17. Jahrhundert zusammenhängen.   
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Heute existiert in der Ortschaft Hinterschroffenau der Gemeinde Hof bei Salzburg nur noch ein einziger Webereibetrieb, welcher sogar der einzige derartige Betrieb im Flachgau ist. Inhaberin ist Frau Mag.<sup>a</sup> Christine Sickinger. Auch in ihrem Betrieb wird vorwiegend Wolle verarbeitet, wodurch eine alte Weber-Tradition in der "Lodagei" in unsere Zeit weitergeführt wurde.
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Heute existiert in der Ortschaft Hinterschroffenau der Gemeinde Hof bei Salzburg nur noch ein einziger Webereibetrieb, welcher sogar der einzige derartige Betrieb im Flachgau ist. Inhaberin ist Frau Mag.<sup>a</sup> Christine Sickinger. Auch in ihrem Betrieb wird vorwiegend Wolle verarbeitet, wodurch eine alte Weber-Tradition in der "Lodagei" in unsere Zeit weitergeführt wurde. Außerdem  gibt es noch das heute unbewohnte, sogenannte "Bacherl", ein Häusl an der Adresse  Hinterschroffenaustraße 23, in welchem früher eine Weberei untergebracht war
 
[[Datei:Lodergei-Ostansicht.jpg|thumb|600px|center|Ansicht der Lodagei von Osten im 21. Jahrhundert]]
 
[[Datei:Lodergei-Ostansicht.jpg|thumb|600px|center|Ansicht der Lodagei von Osten im 21. Jahrhundert]]
 
Der Verein "D'Lodageia" mit Obmann Alexander Wasenegger pflegt den Gemeinschaftsgeist jener Bürger der Gemeinde Hof bei Salzburg, die in der Hinterschroffenau ihre Heimat haben.
 
Der Verein "D'Lodageia" mit Obmann Alexander Wasenegger pflegt den Gemeinschaftsgeist jener Bürger der Gemeinde Hof bei Salzburg, die in der Hinterschroffenau ihre Heimat haben.

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