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| | [[Datei:Franziski Schloessl 2010.jpg|thumb|Franziski-Schlössl]] | | [[Datei:Franziski Schloessl 2010.jpg|thumb|Franziski-Schlössl]] |
| | [[Datei:Kapuzinerbergblick zur Festung.jpg|thumb|Blick vom Kapuzinerberg zur [[Festung Hohensalzburg]]]] | | [[Datei:Kapuzinerbergblick zur Festung.jpg|thumb|Blick vom Kapuzinerberg zur [[Festung Hohensalzburg]]]] |
| − | [[Datei:Kapuzinerbergteiche.jpg|thumb|Kapuzinerbergteiche]]
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| | [[Datei:Wappen am Basteiturm.jpg|thumb|Wappen an einem Wehrturm der Kapuzinerbergbastei]] | | [[Datei:Wappen am Basteiturm.jpg|thumb|Wappen an einem Wehrturm der Kapuzinerbergbastei]] |
| | + | [[Datei:Otto_Reitter_Otto_Strohmayr_Gauforum_Kapuzinerberg.jpg|thumb|[[Otto Reitter]], [[Otto Strohmayr]]: das geplante [[Gauforum]] am Kapuzinerberg]] |
| | [[Datei:Kalvarienstelle am Kapuzinerberg.jpg|thumb|Kalvarienstelle am Kapuzinerberg]] | | [[Datei:Kalvarienstelle am Kapuzinerberg.jpg|thumb|Kalvarienstelle am Kapuzinerberg]] |
| | Der '''Kapuzinerberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in [[Salzburg]], der sich östlich der [[Salzach]] erhebt. Er ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]] und ein Teil-[[Landschaftsraum]] in der [[Salzburger Altstadt]]. | | Der '''Kapuzinerberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in [[Salzburg]], der sich östlich der [[Salzach]] erhebt. Er ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]] und ein Teil-[[Landschaftsraum]] in der [[Salzburger Altstadt]]. |
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| − | == Lage == | + | == Geografie == |
| − | Der Kapuzinerberg liegt östlich der linken [[Altstadt]]. Er erstreckt sich in West-Ost-Richtung von der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] bis nach [[Parsch|Inneres Parsch]] und [[Schallmoos|Schallmoos Ost]]. | + | Der Kapuzinerberg erhebt sich östlich der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]]. Er erstreckt sich in West-Ost-Richtung von der [[Linzer Gasse]] in der rechtsufrigen Altstadt bis nach [[Parsch|Inneres Parsch]] im Osten und [[Schallmoos|Schallmoos Ost]] im Nordosten. Seinen höchsten Punkt hat der Stadtberg mit 637 [[m ü. A.]] unmittelbar westlich des [[Franziski-Schlössl]]s, im Bereich des [[Platzl]]s beginnt seine Erhebung um 430 m ü. A. (Salzach 414 m ü. A.). |
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| − | Der Kapuzinerberg ist über drei Wege zu erreichen:
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| − | * über eine steile Zufahrt (nur für Berechtigte), den [[Stefan-Zweig-Weg]], beginnend an der [[Franziskuspforte]] in der [[Linzer Gasse]]
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| − | * zu Fuß über die [[Imbergstiege]] von der [[Steingasse]] aus
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| − | * zu Fuß über den [[Doblerweg]], beginnend hinter dem Einkaufszentrum [[Zentrum im Berg]] an der [[Fürbergstraße]].
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| − | == Name ==
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| − | Der ursprüngliche Name des Berges war [[Imberg]], woran heute noch die [[Imbergstraße]], die [[Imbergstiege]] und die Kirche [[St. Johannes am Imberg]] erinnern. Der Name ''Kapuzinerberg'' bürgerte sich ein, nachdem das sich auf dem Berg befindliche [[Kapuzinerkloster]] errichtet wurde.
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| | == Geologie == | | == Geologie == |
| − | Der Berg besteht größtenteils aus grobgeschichtetem [[Dachstein]]kalk mit steilen Flanken und einer breiten Bergkuppe. Die Nordflanke des Kapuzinerberges und sein östlicher Ausläufer, der [[Fürberg (Stadt Salzburg)|Fürberg]], bestehend weitgehend aus einem kluftreichen und oberflächlich brüchigen Hauptdolomit. <ref>Quelle [https://stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/altstadt_und_tourismus/stadtberge/kapuzinerberg_370730/kapuzinerberg_370738.htm stadt-salzburg.at], abgefragt am 24. Dezember 2016</ref> | + | Der Berg besteht größtenteils aus grobgeschichtetem [[Dachstein]]kalk mit steilen Flanken und einer breiten Bergkuppe. Die Nordflanke des Kapuzinerberges und sein (fast nicht erkennbarer) östlicher Ausläufer, der [[Fürberg (Stadt Salzburg)|Fürberg]], bestehend weitgehend aus einem kluftreichen und oberflächlich brüchigen Haupt[[dolomit]]. <ref>Quelle [https://stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/altstadt_und_tourismus/stadtberge/kapuzinerberg_370730/kapuzinerberg_370738.htm stadt-salzburg.at], abgefragt am 24. Dezember 2016</ref> |
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| | Für diese Gesteine wird eine Alter von 200 Millionen Jahren angenommen. Vor etwa 80 Millionen Jahren kam es am Nordrand der Alpen im Bereich von Salzburg zu einer West-Ost-Verschiebung, in deren Verlauf der [[Festungsberg]] und der Kapuzinerberg aus dem Gebiet des [[Gaisberg]]s in die jetzige Position verschoben wurden. Somit zählt er geologisch zum nördlichen Rand der [[Salzburger Kalkvoralpen]] und zur [[Osterhorngruppe]]. | | Für diese Gesteine wird eine Alter von 200 Millionen Jahren angenommen. Vor etwa 80 Millionen Jahren kam es am Nordrand der Alpen im Bereich von Salzburg zu einer West-Ost-Verschiebung, in deren Verlauf der [[Festungsberg]] und der Kapuzinerberg aus dem Gebiet des [[Gaisberg]]s in die jetzige Position verschoben wurden. Somit zählt er geologisch zum nördlichen Rand der [[Salzburger Kalkvoralpen]] und zur [[Osterhorngruppe]]. |
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| − | Der benachbarte Mönchsberg hingegen besteht aus [[Konglomerat]], ein Gestein, das durch den [[Salzachgletscher]] gebildet wurde. | + | Der benachbarte [[Mönchsberg]] hingegen besteht aus [[Konglomerat]], ein Gestein, das durch den [[Salzachgletscher]] gebildet wurde. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | An jener Stelle, wo sich heute das Kapuzinerkloster befindet, soll sich eine [[Kelten|keltische]] Siedlung befunden haben. | + | Der ursprüngliche Name des Berges war [[Imberg]], woran heute noch die [[Imbergstraße]], die [[Imbergstiege]] und die Kirche [[St. Johannes am Imberg]] erinnern. Der Name ''Kapuzinerberg'' bürgerte sich ein, nachdem das sich auf dem Berg befindliche [[Kapuzinerkloster]] errichtet wurde. An jener Stelle, wo sich heute das Kapuzinerkloster befindet, soll sich eine [[Kelten|keltische]] Siedlung befunden haben. |
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| | Unter [[Erzbischof]] [[Gebhard]] ([[1060]] - [[1088]]) entstand dort eine erste [[Stadtbefestigung der Stadt Salzburg|Stadtbefestigung]]. | | Unter [[Erzbischof]] [[Gebhard]] ([[1060]] - [[1088]]) entstand dort eine erste [[Stadtbefestigung der Stadt Salzburg|Stadtbefestigung]]. |
| | Das später als [[Trompeterschlössl]] bezeichnete Verteidigungsanlage, dürfte am Ende des [[13. Jahrhundert]]s angelegt worden sein. Unter Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus]] erfolgte [[1406]] ein Ausbau. Das Trompeterschlössl oder der Trompeter-Turm bestand nach der [[Schedelsche Weltchronik|älteste Ansicht der Stadt Salzburg]] um 1460 aus zwei mächtigen viereckige Türme mit einem Burgtor dazwischen und war durch Mauern mit dem [[Inneres Ostertor|Ostertor]] und dem [[Inneres Steintor|inneren Steintor]] verbunden. <ref>[https://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/mittelalter.htm www.stadt-salzburg.at/historischeratlas]</ref> | | Das später als [[Trompeterschlössl]] bezeichnete Verteidigungsanlage, dürfte am Ende des [[13. Jahrhundert]]s angelegt worden sein. Unter Erzbischof [[Eberhard III. von Neuhaus]] erfolgte [[1406]] ein Ausbau. Das Trompeterschlössl oder der Trompeter-Turm bestand nach der [[Schedelsche Weltchronik|älteste Ansicht der Stadt Salzburg]] um 1460 aus zwei mächtigen viereckige Türme mit einem Burgtor dazwischen und war durch Mauern mit dem [[Inneres Ostertor|Ostertor]] und dem [[Inneres Steintor|inneren Steintor]] verbunden. <ref>[https://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/mittelalter.htm www.stadt-salzburg.at/historischeratlas]</ref> |
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| | + | Als militärischer Sperrbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt. Bis [[1938]] war der Besuch des Berges gebührenpflichtig. |
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| | + | == Erreichbarkeit == |
| | + | Der Kapuzinerberg ist über drei Wege zu erreichen: |
| | + | * über eine steile Zufahrt (nur für Berechtigte), den [[Stefan-Zweig-Weg]], beginnend an der [[Franziskuspforte]] in der Linzer Gasse |
| | + | * zu Fuß über die [[Imbergstiege]] von der [[Steingasse]] aus |
| | + | * zu Fuß über den [[Doblerweg]], beginnend hinter dem Einkaufszentrum [[Zentrum im Berg]] an der [[Fürbergstraße]]. |
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| | == Bauten == | | == Bauten == |
| | * ''Hauptartikel: Kirche [[St. Johannes am Imberg]] | | * ''Hauptartikel: Kirche [[St. Johannes am Imberg]] |
| − | Die kleine Kirche, gelegen an der Imbergstiege, ist ein schlichter Bau. Die Kirche ist im Kern [[Romanik|romanisch]] und wurde erstmals [[1319]] erwähnt. 1681 wurde die einschiffige Kirche unter Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] [[Barock|barockisiert]], durch Kapellen erweitert und bekam einen Zwiebelturm. | + | Die kleine Kirche, gelegen an der Imbergstiege, ist ein schlichter Bau. Die Kirche ist im Kern [[Romanik|romanisch]] und wurde erstmals [[1319]] erwähnt. 1681 wurde die einschiffige Kirche unter [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] [[barock]]isiert, durch Kapellen erweitert und bekam einen Zwiebelturm. |
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| | * ''Hauptartikel: [[Kapuzinerkloster]] mit [[Kapuzinerkirche]]'' | | * ''Hauptartikel: [[Kapuzinerkloster]] mit [[Kapuzinerkirche]]'' |
| − | [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] holte [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach Salzburg und ließ das Trompeterschlössl zum Kapuzinerkloster umbauen, dessen Fertigstellung [[1599]] erfolgte. Auf dem Weg von der [[Linzer Gasse]] zum Kloster finden sich die im franziskanischen Geist geschaffenen und von den [[Kapuzinerorden|Kapuziner]]n initiierten elf Kalvarienbergkapellen samt zwei erhaltenen Begleitkapellen, die zwischen [[1736]] und [[1744]] erbaut worden sind, und eine Gedenkstätte für [[Wolfgang Amadeus Mozart]].
| + | Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] holte [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach Salzburg und ließ das [[Trompeterschlössl]] zum Kapuzinerkloster umbauen, dessen Fertigstellung [[1599]] erfolgte. Auf dem Weg von der [[Linzer Gasse]] zum Kloster finden sich die im franziskanischen Geist geschaffenen und von den Kapuzinern initiierten elf Kalvarienbergkapellen samt zwei erhaltenen Begleitkapellen, die zwischen [[1736]] und [[1744]] erbaut worden sind, und eine Gedenkstätte für [[Wolfgang Amadeus Mozart]]. |
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| | * ''Hauptartikel: [[Franziski-Schlössl]]'' | | * ''Hauptartikel: [[Franziski-Schlössl]]'' |
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| | === Wehrmauern und Bastionen === | | === Wehrmauern und Bastionen === |
| − | Der Kapuzinerberg wurde in der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zu einem strategisch wichtigen Ort für die militärische Verteidigung der Stadt. Die Wehrmauern entlang der gesamten Südseite des Kapuzinerberges, sie sind etwa zwei Kilometer lang, | + | Der Kapuzinerberg wurde in der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zu einem strategisch wichtigen Ort für die militärische Verteidigung der Stadt. Die Wehrmauern entlang der gesamten Südseite des Kapuzinerberges, sie sind etwa zwei Kilometer lang, wurden in der Zeit der 3. [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtbefestigung]] ([[1621]] - [[1646]]) unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] errichtet. |
| − | wurden in der Zeit der 3. [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtbefestigung]] ([[1621]] - [[1646]]) unter [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] errichtet. | |
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| − | Die Basteien für Geschütze sind rund um den Berg verteilt. Den Zugang schützt ein Wehrturm, die [[Felixpforte]]. Die auf den skarpierten Felsen aufgesetzten langen Wehrmauern mit ihren kleinen Wächterhäuschen („Auslug“) sind größtenteils gut erhalten. Die große aus dem Fels herausgearbeitete Bastei im Norden, der [[Inneres Linzertor|Linzertor-Kavalier]], ist derzeit nicht zugänglich, denn sie wird als Lagerplatz für Gamswild-Futterkrippen genutzt. Die Geschützbastei im Osten nächst dem Franziskischlössl verfällt zunehmend, eine Sanierung ist nicht in Sicht.
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| − | Als militärischer Sperrbezirk war der Kapuzinerberg für Zivilisten bis zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s gesperrt. Bis [[1938]] war der Besuch des Berges gebührenpflichtig.
| + | Die Basteien für Geschütze sind rund um den Berg verteilt. Den Zugang schützt ein Wehrturm, die [[Felixpforte]]. Die auf den skarpierten Felsen aufgesetzten langen Wehrmauern mit ihren kleinen Wächterhäuschen („Auslug“) sind größtenteils gut erhalten. Die große aus dem Fels herausgearbeitete Bastei im Norden, der [[Inneres Linzertor|Linzertor-Kavalier]], ist derzeit nicht zugänglich, denn sie wird als Lagerplatz für Gamswild-Futterkrippen genutzt. Die Geschützbastei im Osten nächst dem Franziski-Schlössl verfällt zunehmend, eine Sanierung ist nicht in Sicht. |
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| | === weitere Gebäude === | | === weitere Gebäude === |
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| | === Wasserspeicher === | | === Wasserspeicher === |
| − | 1992 wurde im Nordosten am Fuße des Kapuzinerberges ein Wasserspeicher mit 25 000 Kubikmeter fertig gestellt. Das dort gespeicherte Wasser stammt heute weitgehend aus den Grundwasserfeldern von [[St. Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]], Markgemeinde [[Grödig]], und [[Hallein]]. Zwei ältere und kleinere Speicher im Berg sind heute stillgelegt. | + | [[1992]] wurde im Nordosten am Fuße des Kapuzinerberges ein Wasserspeicher mit 25 000 Kubikmeter fertig gestellt. Das dort gespeicherte Wasser stammt heute weitgehend aus den Grundwasserfeldern von [[St. Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]] in der Marktgemeinde [[Grödig]] und [[Hallein]]. Zwei ältere und kleinere Speicher im Berg sind heute stillgelegt. |
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| | Schon während des Dreißigjährigen Krieges wurden an verschiedenen Stellen auf dem Berg Zisternen als Wasserspeicher angelegt. | | Schon während des Dreißigjährigen Krieges wurden an verschiedenen Stellen auf dem Berg Zisternen als Wasserspeicher angelegt. |
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| | === Projekte === | | === Projekte === |
| − | Die [[NS]]-Herrschaft plante eine riesige Gauhalle und ein Sportstadion an Stelle des Kapuzinerklosters, sowie ein neues großes Festspielhaus neben dem Franziski-Schlössl. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine großen Auffahrtsrampe vom Äußeren Stein aus. Der weitere Kriegsverlauf und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Planungen. | + | Die [[NS]]-Herrschaft plante ein riesiges Gauhforum und ein Sportstadion an Stelle des Kapuzinerklosters, sowie ein neues großes Festspielhaus neben dem Franziski-Schlössl. Aufgeschlossen werden sollten diese Bauten durch eine großen Auffahrtsrampe vom Äußeren Stein aus. Der weitere Kriegsverlauf und das Ende der NS-Zeit verhinderte die Ausführung der Planungen. |
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| − | Die Errichtung eines Kultur-Lehrweges mit einer kurzgefassten Darstellung der reichen Geschichte des Berges bietet sich an, diese Idee konnte bisher aber noch nicht umgesetzt werden. | + | Die Errichtung eines Kultur-Lehrweges mit einer kurzgefassten Darstellung der reichen Geschichte des Berges bietet sich an. Diese Idee konnte bisher aber noch nicht umgesetzt werden. |
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| | == Grünraum und Erholungsraum == | | == Grünraum und Erholungsraum == |
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| | Datei:Kapuzinerberg 20151104.jpg|Kapuzinerberg 04. November b2015 von [[Sebastian-Stief-Gasse]], Haus Nr. 2, 3. Obergeschoss Panorama Süd nach Nord | | Datei:Kapuzinerberg 20151104.jpg|Kapuzinerberg 04. November b2015 von [[Sebastian-Stief-Gasse]], Haus Nr. 2, 3. Obergeschoss Panorama Süd nach Nord |
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| − | Der Berg bietet den Besuchern reizvolle Spaziermöglichkeiten entlang mehrerer Wanderwege beidseits des [[Stefan-Zweig-Weg]]es.
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| − | Der [[Basteiweg]], der entlang der Wehrmauern und Wachtürme von Westen, über Süden bis in den Osten des Berges verläuft, ist ein alpiner Steig, der Trittsicherheit erfordert und im Winter weder gestreut noch geräumt wird. Der Basteiweg ist leider in schlechtem Zustand und besser Betreuung wünschenswert. Der Basteiweg bietet sehr schöne Aussichtsmöglichkeiten auf die [[Altstadt]], aber auch nach Süden und Osten, die jedoch nicht ausreichend freigeschnitten sind. | + | Der Berg bietet den Besuchern reizvolle Spaziermöglichkeiten auf mehreren Wanderwegen beidseits des [[Stefan-Zweig-Weg]]es. |
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| | + | Der [[Basteiweg]], der entlang der Wehrmauern und Wachtürme von Westen, über Süden bis in den Osten des Berges verläuft, ist ein alpiner Steig, der Trittsicherheit erfordert und im Winter weder gestreut noch geräumt wird. Der Basteiweg befindet sich in schlechtem Zustand (Stand 2017). Der Basteiweg bietet sehr schöne Aussichtsmöglichkeiten auf die [[Altstadt]], aber auch nach Süden und Osten, deren Ausblicke jedoch nicht ausreichend freigeschnitten sind. |
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| | == Fauna und Flora == | | == Fauna und Flora == |
| − | Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene seltene alpine Pflanzen und Tiere in den kalten, unzugänglichen Nordfelsen (etwa Alpenaurikel und Almrausch). Auch der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen. | + | Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene seltene alpine Pflanzen und Tiere in den kalten, unzugänglichen Nordfelsen (etwa [[Alpenaurikel]] und [[Almrausch]]). Auch der [[Kolkrabe]] brütet in den schroffen Kalkfelsen. |
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| − | Auf dem Kapuzinerberg gibt es auch eine [[Gämse]]<nowiki>nkolonie</nowiki>. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg]] bzw. den Kühberg hierher, [[1952]] wurde dann eine Gamsgeiß ausgesetzt. | + | Auf dem Kapuzinerberg gibt es auch eine [[Gämse]]<nowiki>nkolonie</nowiki>. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine Gamsgeiß ausgesetzt. |
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| | Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] war der ''Imberg'' landesfürstliches Jagdgebiet, in dem bis etwa 1700 auch Schwarzwild ([[Wildschwein]]e) gehegt wurden. | | Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] war der ''Imberg'' landesfürstliches Jagdgebiet, in dem bis etwa 1700 auch Schwarzwild ([[Wildschwein]]e) gehegt wurden. |
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| | == Teiche == | | == Teiche == |
| | + | [[Datei:Kapuzinerbergteiche.jpg|thumb|Kapuzinerbergteiche]] |
| | Geht man den asphaltierten Weg, der vom Kapuzinerkloster zu den wenigen Häusern am Berg oberhalb des [[Äußerer Stein|Äußeren Steins]] führt, kommt man an drei kleinen Teichen vorbei. Diese lieferten jahrhundertelang das Wasser für den Klostergarten der Kapuziner. Die Teiche werden von einer Sickerquelle, der ''Engelsquelle'', gespeist. In unmittelbaren Nähe befindet sich ein Ziehbrunnen. | | Geht man den asphaltierten Weg, der vom Kapuzinerkloster zu den wenigen Häusern am Berg oberhalb des [[Äußerer Stein|Äußeren Steins]] führt, kommt man an drei kleinen Teichen vorbei. Diese lieferten jahrhundertelang das Wasser für den Klostergarten der Kapuziner. Die Teiche werden von einer Sickerquelle, der ''Engelsquelle'', gespeist. In unmittelbaren Nähe befindet sich ein Ziehbrunnen. |
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| | == Persönlichkeiten == | | == Persönlichkeiten == |
| | * [[Stefan Zweig]] kaufte [[1918]] das [[Paschingerschlössl]] (Kapuzinerberg 5) und lebte dort von [[1919]] bis [[1934]] | | * [[Stefan Zweig]] kaufte [[1918]] das [[Paschingerschlössl]] (Kapuzinerberg 5) und lebte dort von [[1919]] bis [[1934]] |
| − | * Papst Johannes Paul II. | + | * Papst Johannes Paul VI. wohnte im Kapuzinerkloster anlässlich seines ersten [[Papstbesuch]]es [[1988]] in Salzburg |
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| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |