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| − | Die Versorgung mit '''Trinkwasser für die Stadt Salzburg''' war stets von großer Bedeutung. Noch heute gibt es 23 [[Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg|Trinkwasserbrunnen]] in der [[Stadt Salzburg]]. | + | Die Versorgung mit '''Trink-, Brauch- und Nutzwasser''' in ausreichender Menge und Qualität war und ist für die [[Stadt Salzburg]] von großer Bedeutung. |
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| − | ==Allgemeines== | + | === Allgemeines === |
| − | Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90 % aus Grund- und zu zehn Prozent aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt 9,5 - 10 Deutsche Härtegrade. 90 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Salzburg stammt aus den Grundwasserwerken [[Glanegg]], [[Sankt Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]] und [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]]<ref>siehe auch http://www.salzburgerwasser.at www.salzburgerwasser.at]</ref>.
| + | * Trinkwasser ist ein unverzichtbares Lebensmittel zum Trinken und Kochen für die Bevölkerung, aber für die Körperhygiene (Bäder) und zum Wäschewaschen. |
| | + | * Brauchwasser dient dem Gebrauch für verschiedene Zwecke, zB dem Frischhalten und dem Saubermachen auf Märkten (Fischkalter), zum Bewässern der Gärten, zur Abfallbeseitigung und Straßenreinigung, als Kühlmittel oder Löschwasser(reserve). |
| | + | * Nutzwasser dient dem Antrieb von Mühlen, Sägewerken oder Hebemaschinen, es wird als Produktionsmittel von Brauereien, Handwerkern und Gewerben genutzt, und es ist ein Transportweg. |
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| − | ==Geschichte== | + | Die Versorgung mit Trink-, Brauch- und Nutzwasser erfolgte früher oft getrennt. Fürsterzbischöfe, Kloster und Bürger nebeneinander. Jeder nur für sich oder nur die eigenen Zwecke. Erst im Lauf der Jahrhunderte wuchsen die verschiedenen Quellen und Leitungen zu einem einzigen Versorgungsnetz zusammen. Etwa seit [[1930]] gibt es ein einziges, öffentliches Trinkwasserversorgungssystem und wurde der unwirtschaftliche Betrieb der Brauchwasserversorgung eingestellt. |
| − | ===Allgemeines=== | + | |
| | + | == Qualität des Trinkwassers == |
| | + | Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss nur im Ausnahmefall desinfiziert werden. Es besteht zu 90 % aus Grund- und zu zehn Prozent aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt 9,5 - 10 Deutsche Härtegrade. 90 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Salzburg stammt aus den Grundwasserwerken [[Glanegg]], [[Sankt Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]] und [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]]<ref>siehe auch http://www.salzburgerwasser.at www.salzburgerwasser.at]</ref>. |
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| | + | Es gibt 23 [[Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg|Trinkwasserbrunnen]] in der [[Stadt Salzburg]]. |
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| | + | == Geschichte == |
| | + | === Brunnen, Almkanal, Gersbergleitung === |
| | [[Datei:Trinkwasser von der Taugl oder dem Fuschlsee.jpg|thumb|Trinkwasser für Salzburg von der [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]] oder dem [[Fuschlsee]] (1957)]] | | [[Datei:Trinkwasser von der Taugl oder dem Fuschlsee.jpg|thumb|Trinkwasser für Salzburg von der [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]] oder dem [[Fuschlsee]] (1957)]] |
| − | Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von [[Römer|römischen]] Zisternen über [[mittelalter]]liche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. | + | Die Geschichte der Wasserversorgung in Salzburg beginnt mit [[Römer|römischen]] Zisternen, geht über [[mittelalter]]liche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zum modernen System der Trinkwasserversorgungsnetze. |
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| − | Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützte]] [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)|Sankt Leonhard]] in der Marktgemeinde [[Grödig]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.
| + | Größere und kleinere (Haus-)[[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]], verteilt über die Stadt, stellten über viele Jahrhunderte die Wasserversorgung sicher. Im [[14. Jahrhundert]] war die Stadt so groß geworden, dass die Hausbrunnen alleine den allgemeinen Bedarf nicht mehr decken konnten. Deshalb wurden sogenannte Brunnstuben (öffentliche Brunnen), von den Salzburg bald sieben aufweisen konnte, errichtet. Die öffentlichen Brunnen wurden dem Baustil ihrer Zeit entsprechend künstlerisch gestaltet. |
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| | + | Der im [[12. Jahrhundert]] erbaute [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützte]] [[Almkanal]] spielt bis Mitte den [[18. Jahrhundert]]s eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)|Sankt Leonhard]] in der Marktgemeinde [[Grödig]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung. |
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| | Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den Almkanal gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom [[Untersberg]], der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen. | | Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den Almkanal gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom [[Untersberg]], der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen. |
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| | Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit "Fließwasser" versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei [[Brände Stadt Salzburg|Bränden]] fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. | | Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit "Fließwasser" versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei [[Brände Stadt Salzburg|Bränden]] fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. |
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| − | [[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 [[Lärche]]<nowiki>nröhren</nowiki> leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. | + | [[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 [[Lärche]]<nowiki>nröhren</nowiki> leitete man das Wasser nördlich am [[Kapuzinerberg]] entlang in die Stadt. |
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| − | [[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]]. | + | [[1649]] wurde am [[Gaisberg]] eine Quelle gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]]. |
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| − | Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am [[Griesgasse|Gries]] als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur ''Brunnstube'' nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet. | + | Schon [[1548]] wurde das [[Städtisches Brunnhaus|städtische Brunnhaus]] am [[Griesgasse|Gries]] als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur ''Brunnstube'' nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet. |
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| − | Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürger]] um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der [[Stadtrat]] eine ''Wasserordnung''. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der ''Steften'', der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs ''Wiener Maß'', das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.
| + | [[1520]] wurde das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürger]] um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der [[Stadtrat]] eine ''Wasserordnung''. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der ''Steften'', der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs ''Wiener Maß'', das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute. |
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| | Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg (Stadt Salzburg)|Heuberg]] errichtet. Die ''Mirabellleitung'' vom [[Gnigler Berg]] und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum [[Linzer Tor]], wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis [[1919]]. | | Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg (Stadt Salzburg)|Heuberg]] errichtet. Die ''Mirabellleitung'' vom [[Gnigler Berg]] und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum [[Linzer Tor]], wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis [[1919]]. |
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| | [[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die ''[[Hellbrunn]]er Wasserleitung''. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1 000 m³ fassenden Hochbehälter am [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer, dem König [[Ludwig II. von Bayern]], das Servitutsrecht<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Servitut Servitut]</ref>, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. | | [[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die ''[[Hellbrunn]]er Wasserleitung''. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1 000 m³ fassenden Hochbehälter am [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer, dem König [[Ludwig II. von Bayern]], das Servitutsrecht<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Servitut Servitut]</ref>, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. |
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| − | Mitte der [[1950er]] Jahre gab es das Projekt, das Wasser des [[Fuschlsee]]s für das Trinkwasser der Stadt Salzburg zu nützen. Zugleich stand damals schon das Grundwasservorkommen der [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]] bei [[Jadorf (Kuchl)|Kuchl]] zur Diskussion, dessen Nutzung schließlich einige Jahre später verwirklicht wurde.
| + | Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s und Anfang des [[20. Jahrhunderts]] herrschte in der stetig wachsenden Stadt Salzburg große Wassernot, die erst [[1928]] durch die Errichtung des Grundwasserwerks in Glanegg beseitigt werden konnte. |
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| − | ===Städtisches Wasserwerk=== | + | === Städtisches Wasserwerk === |
| | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' | | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' |
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| | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der Stadtgemeinde Salzburg. Ab 1922 wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft), die 1950 in Salzburger Stadtwerke eingebracht wurde, welche später im Jahr 2000 in der Salzburg AG aufging. | | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der Stadtgemeinde Salzburg. Ab 1922 wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft), die 1950 in Salzburger Stadtwerke eingebracht wurde, welche später im Jahr 2000 in der Salzburg AG aufging. |
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| − | ===Die Festung Hohensalzburg=== | + | === Festung Hohensalzburg === |
| | Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und [[Dachrinnen]]system sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der ''Zisterne''. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus. | | Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und [[Dachrinnen]]system sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der ''Zisterne''. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus. |
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| − | ===Wassertum am Mönchsberg=== | + | === Wassertum am Mönchsberg === |
| | :''Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]'' | | :''Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]'' |
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| | Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der ''Wasserturm Mönchsberg'' aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter. | | Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der ''Wasserturm Mönchsberg'' aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter. |
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| − | ===Wassermuseum Mönchsberg===
| + | == Trinkwasser heute == |
| − | : ''Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]''
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| − | Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als ''Wassermuseum'' genützt.
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| − | ==Trinkwasser heute== | |
| | Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des Untersberges gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. | | Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des Untersberges gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. |
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| | Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, in einer eigenen Versickerungsanlage zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. | | Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, in einer eigenen Versickerungsanlage zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. |
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| | + | Mitte der [[1950er]] Jahre gab es das Projekt, das Wasser des [[Fuschlsee]]s für das Trinkwasser der Stadt Salzburg zu nützen. Zugleich stand damals schon das Grundwasservorkommen der [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]] bei [[Jadorf (Kuchl)|Kuchl]] zur Diskussion, dessen Nutzung schließlich einige Jahre später verwirklicht wurde. |
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| | [[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. | | [[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. |
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| | Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit Strom unabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht. | | Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit Strom unabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht. |
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| − | ==Quellen== | + | == Wassermuseum Mönchsberg == |
| − | * Salzburg Wiki Beiträge | + | : ''Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]'' |
| | + | Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als ''Wassermuseum'' genützt. |
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| | + | == Quellen == |
| | + | * Salzburgwiki |
| | * [http://www.salzburgerwasser.at /www.salzburgerwasser.at] | | * [http://www.salzburgerwasser.at /www.salzburgerwasser.at] |
| − | * ''Historischer Atlas der Stadt Salzburg.'' Beitrag von Dr. Friedrich Besl | + | * Historischer Atlas der Stadt Salzburg, Beitrag von Dr. Friedrich Besl |
| | * [http://www.wasserwerk.at/home/wasserwerke/salzburg/umfeld www.wasserwerk.at] | | * [http://www.wasserwerk.at/home/wasserwerke/salzburg/umfeld www.wasserwerk.at] |
| | * [http://www.salzburg.gv.at/sagisonline/%28S%282p1qd2ir3xdzp2qb4rzssov2%29%29/init.aspx?karte=default&abfragethema=schongebiete&anlidschongeb=A1737318R160 Tauglbrunnen - Wasserschongebiet] | | * [http://www.salzburg.gv.at/sagisonline/%28S%282p1qd2ir3xdzp2qb4rzssov2%29%29/init.aspx?karte=default&abfragethema=schongebiete&anlidschongeb=A1737318R160 Tauglbrunnen - Wasserschongebiet] |
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| − | ==Fußnote== | + | == Literatur == |
| | + | * ''[[Friedrich Besl|Besl, Friedrich]], Brunnen und Wasserleitungen'', in: [[Historischer Atlas der Stadt Salzburg]] (Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 11), Salzburg 1999, Bl. IV/6. |
| | + | * ''[[Romana Ebner|Ebner, Romana]] und [[Weigl, Herbert|Herbert Weigl]], Das Salzburger Wasser - Geschichte der Wasserversorgung der Stadt Salzburg'', Verlag: [[Stadt Salzburg|Salzburg : Stadtgemeinde]] und [[Salzburg AG]], 2014, ISBN 10: 3900213224 / ISBN 13: 978-3900213220 |
| | + | |
| | + | == Fußnoten == |
| | <references/> | | <references/> |
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