| − | Mittelhochdeutsch heißt schram "Schramme", in der Bedeutung einer langen Hautwunde, abgeleitet von schramen"aufreißen, öffnen". Schrempf war möglicherweise der Beiname für einen Mann, der auffällige Schrammen aufwies. | + | Mittelhochdeutsch heißt schram "Schramme", in der Bedeutung einer langen Hautwunde, abgeleitet von schramen "aufreißen, öffnen". Schrempf war möglicherweise der Beiname für einen Mann, der auffällige Schrammen aufwies. |
| − | <ref>Hjalmar Falk, Alf Torp: Wortschatz der germanischen Spracheinheit. Teil 3. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. 1909/1979. S. 474. Ursprünglich als: Fick, August; Vergleichbares Wörterbuch der indogermanischen Sprachen. Teil 3.</ref> Deutungen, dass der Familienname ''Schrempf'' eine Beiname für eine Person sei, die eine oder mehrer auffällige ''Schrammen'' aufweist, sind möglich. Der Familienname ''Schrempf'' und der Ausdruck ''Schramme'', wohl von einem verlorenen Verb („schrempfen“) ab.<ref>Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Leipzig 1854-1960 (www.woerterbuchnetz.de)</ref> | + | <ref>Hjalmar Falk, Alf Torp: Wortschatz der germanischen Spracheinheit. Teil 3. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. 1909/1979. S. 474. Ursprünglich als: Fick, August; Vergleichbares Wörterbuch der indogermanischen Sprachen. Teil 3.</ref> Deutungen, dass der Familienname ''Schrempf'' ein Beiname für eine Person sei, die eine oder mehrer auffällige ''Schrammen'' aufweist, sind möglich. Der Familienname ''Schrempf'' und der Ausdruck ''Schramme'', stammen wohl von einem verlorenen Verb („schrempfen“) ab.<ref>Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Leipzig 1854-1960 (www.woerterbuchnetz.de)</ref> |
| | + | Auf eine weitere Ableitung des Namens ''Schrempf'' weist der deutsche Synonymforscher Emmanuel Macht in seinem Buch über die deutschsprachige Etymologie "Das Wort, denn ich" auf die Definition des Verbs "schrempfen" hin, welches grundsätzlich periodisch schwingende Hüftbewegungen in der vertikalen Achse beschreibt. Während das Verb früher im alltäglichen Leben Gebrauch fand, verlor sich die Bezeichnung, mit Ausnahme des abgeleiteten Familiennamens, in der Neuzeit weitgehend.<ref>Emmanuel Macht: Das Wort, denn ich, Wien 1934</ref> |