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'''Die Schmittenhöhebahn''' wurde am [[31. Dezember]] [[1927]] als erste Seilbahn in Salzburg und als fünfte in Österreich offiziell eröffnet. Sie wird von der [[Schmittenhöhebahn AG]] betrieben.

==Geschichte==
[[1873]] errichteten der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Salzburg|Österreichische Alpenverein]] und die Gemeinde [[Zell am See]] einen ersten Weg auf die [[Schmittenhöhe]]. Man gelangte zunächst also nur zu Fuß, auf Reittieren sowie mit kleinen, zweirädrigen Bergwagen mit Sitz und Aussicht nach rückwärts, welche von Mulis gezogen wurden, auf den Berg. Die Errichtung der Seilbahn geht auf den Zeller Rechtsanwalt Dr. Eduard Bittner zurück. [[1924]] verbrachte er seinen Urlaub in [[Südtirol]], bei dem ihn die Fahrt mit der Seilbahn Meran - Hafling sehr beeindruckte. Zurückgekehrt entschloss er sich, gemeinsam mit seinen Freunden Dr. Ludwig Margreiter und Leo Gastgeber, eine Seilbahn zur Schmittenhöhe zu bauen.

Am [[30. Oktober]] [[1924]] wurde seitens des Bundesministeriums für Handel und Verkehr die Vorkonzession erteilt. Der Spatenstich für den Bau der Talstation erfolgte dann am [[4. Mai]] [[1927]]. Und man konnte die Seilbahn in der kurzen Bauzeit von nur 227 Bautagen errichten. Noch im selben Jahr, am [[17. Dezember]] führte die Seilbahn ihre ersten Fahrten durch und nach der behördlichen Abnahme erging am [[30. Dezember]] [[1927]] um 23.00 Uhr die offizielle Betriebsbewilligung durch die Ministerialkommission.

Zunächst bestand keine Stromversorgung zur Bergstation, so dass die Bahn mit Hilfe eines 85 PS starken Dieselmotors angetrieben wurde. Der Spitzenausgleich erfolgte durch eine ebenfalls in der Bergstation stationierte Akkumulatorenbatterie. Ein zweiter Dieselmotor gleicher Leistung stand als Reserve bereit.

15 Tage dauerte dauerte das Aufziehen des Tragseils. Die Herkulesseile mit 52,2 mm Durchmesser hatten je 40 t Gewicht. Die Seile wurden mittels Motorwinden über Rollen durch die Stadt Zell am See entlang des Schmittengrabens gezogen, da ein Fahrzeugtransport nicht möglich war. Erst [[1937]] wurde eine 3000 Volt-Leitung zur Bergstation gelegt, die dort einen 80 kW Hochleistungsmotor versorgte.

Schon von Beginn an war die Seilbahn mit vielen Sicherheitseinrichtungen versehen, wie Manövrier-, Stillstands- und Fangbremse, mechanischer Fahrbildanzeiger, schreibender Geschwindigkeitsmesser, Halt-Druckknöpfe in jeder Kabine, Einfahrtssicherung und Endkontakte. Die maximale Geschwindigkeit von 3,5 m/s wurde 60 m vor dem Haltepunkt auf 1 m/s verringert. Die Anlege besaß ein zusätzliches Hilfsseil, mit dem ein Rettungswagen zu den Kabinen verbracht werden konnte. Die Spitzengeschwindigkeit konnte 1937 nach der Verlegung der neuen Stromleitung auf 4 m/s erhöht werden. [[1938]] wurde das Gegenseil, [[1943]]/[[1944|44]] die Trag- und Zugseile ausgewechselt. Das alte Zugseil wurde dabei zum Aufziehen der neuen Tragseile verwendet.

Die Wagen boten anfangs 23 Personen + Wagenbegleiter Platz. 1938 wurden neue Leichtmetallkabinen für je 44 Personen und neue Fahrgehänge bestellt. Dazu mussten auch die Stationen umgebaut werden. [[1948]] wurden neuerlich neue Kabinen sowie eine größere Treibscheibe bestellt. Die Geschwindigkeit stieg auf 5 m/s. [[1955]] erfolgte ein größerer Umbau der Talstation und ein neuer Antriebsmotor wurde in Auftrag gegeben. Hinter der Bergstation musste ein Verankerungsblock von 106 t Gewicht betoniert werden, der dem mit einem Spannseil von 54 mm Durchmesser die Bergstation absicherte. Antrieb und Stützenköpfe wurden erneuert, die Fahrgeschwindigkeit konnte auf 7 m/s erhöht werden.

[[1966]]/[[1967|67]] erfolgte ein grundlegender Umbau der Bahn, welcher alle Teile der Anlage betraf. [[1977]] wurde ein neues Kopierwerk angeschafft, die Fahrgeschwindigkeit konnte auf 8,5 m/s gesteigert werden. Der letzte Umbau erfolgte dann [[1987]].

==Daten==
:Höhe Talstation: 939 m
:Höhe Bergstation: 1.949 m
:Höhendifferenz: 1.010 m
:schräge Länge: 2.757 m
:Anzahl der Stützen: vier
:Fahrbetriebsmittel: 2 Gondeln zu je 56 Personen
:Geschwindigkeit: 8,5 m/s
:Kapazität: 500 Personen / Stunde
:Gesamtanlage und seilbahntechnische Ausrüstungen: Firma Bleichert & Co. Leipzig
:Eisenkonstruktionen: Simmeringer Waggonfabrik
:elektrische Ausrüstung: Siemens-Schuckert-Werke Wien
:Wagen, Antrieb und Schuhe: Firma Bleichert & Co. Leipzig

==Kontakt==
:Schmittenhöhebahn AG
:Schmittenstraße
:Postfach 8
:5700 Zell am See
:Telefon: 0 65 42 - 789
:Fax: 0 65 42 - 78 91 30
:Email: schmitten@schmitten.at

==Betriebszeiten==
:ab 10. Mai bis 19. Oktober 2008 durchgehend
:täglich in Betrieb von 8.30¹ bis 17.00 Uhr
:¹ vom 10. Mai bis 13. Juni täglich erst ab 09.00 Uhr in Betrieb

==Weblink==
{{homepage|http://www.schmitten.at}}
==Quellen==
* [http://www.cable-car.de/schmittenhoehebahn.htm www.cable-car.de]
* Broschüre "Schmittenhöhebahn 1928 - 1978"

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