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Dieses "Jux-Fangspiel" dient in Wölting bei Tamsweg im Lungau am Ostermontag als Abschluss der Osterfeiertage. Bei diesem Spiel bilden Pärchen eine längere Reihe. Der erste in der Reihe hat keine Partnerin. Er ist der "Gones" (männliche Gans), der sich eine Partnerin erst einfangen muss. Nachdem er den Ruf "Gones, Gones, Kikeriki, des letzte Paarl her für mi" ausgestoßen hat, muss das letzte Pärchen in der Reihe getrennt weglaufen und der Gones versucht nun, das Mädchen vor deren Partner einzufangen. Gelingt ihm dies, gibt er den "Gones" an seinen Widerpart ab und er selbst kann sich in die letzte Reihe mit seiner gewonnenen Partnerin stellen. Ansonsten muss er weiterhin den "Gones" spielen. Gelaufen wird, bis die Erschöpfung der Teilnehmer zu groß geworden ist. Das "Gones-Laufen" ist in Tamsweg seit mehreren Jahrhunderten überliefert und wird nach wie vor unverändert abgehalten.
 
Dieses "Jux-Fangspiel" dient in Wölting bei Tamsweg im Lungau am Ostermontag als Abschluss der Osterfeiertage. Bei diesem Spiel bilden Pärchen eine längere Reihe. Der erste in der Reihe hat keine Partnerin. Er ist der "Gones" (männliche Gans), der sich eine Partnerin erst einfangen muss. Nachdem er den Ruf "Gones, Gones, Kikeriki, des letzte Paarl her für mi" ausgestoßen hat, muss das letzte Pärchen in der Reihe getrennt weglaufen und der Gones versucht nun, das Mädchen vor deren Partner einzufangen. Gelingt ihm dies, gibt er den "Gones" an seinen Widerpart ab und er selbst kann sich in die letzte Reihe mit seiner gewonnenen Partnerin stellen. Ansonsten muss er weiterhin den "Gones" spielen. Gelaufen wird, bis die Erschöpfung der Teilnehmer zu groß geworden ist. Das "Gones-Laufen" ist in Tamsweg seit mehreren Jahrhunderten überliefert und wird nach wie vor unverändert abgehalten.
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=== Gebildbrot ===
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== Gebildbrot ==
 
Das vielerorts in Vergessenheit geratene "[[Gebildbrot]]" wird in Salzburg in einigen wenigen Bäckereien noch hergestellt. Eine davon ist die Bäckerei Färbinger in [[Lofer]]. Bäcker Helmut Hohenwarter aus [[St. Martin bei Lofer]] erlernte die Kunst dieses Backens unter anderem im Oberpinzgau. Gebildbrote sind frei mit der Hand geformtes, "gebildetes" Brot wie etwa die traditionelle Osterhenne, das Osterfladenbrot oder Osternester. Die Gebäckstücke zählen zur traditionellen Formenwelt der Volkskunst und versinnbildlichen Glaubensvorstellungen, die sich einst an die Darreichung dieser alten Opfer- und Kultgebäcke knüpften. Zu Ostern werden die Gebildbrote von Paten an ihre Patenkinder verschenkt. Mit dieser Überreichung soll besonderer Segen vermittelt werden: Gesundheit, Fruchtbarkeit und Glück.
 
Das vielerorts in Vergessenheit geratene "[[Gebildbrot]]" wird in Salzburg in einigen wenigen Bäckereien noch hergestellt. Eine davon ist die Bäckerei Färbinger in [[Lofer]]. Bäcker Helmut Hohenwarter aus [[St. Martin bei Lofer]] erlernte die Kunst dieses Backens unter anderem im Oberpinzgau. Gebildbrote sind frei mit der Hand geformtes, "gebildetes" Brot wie etwa die traditionelle Osterhenne, das Osterfladenbrot oder Osternester. Die Gebäckstücke zählen zur traditionellen Formenwelt der Volkskunst und versinnbildlichen Glaubensvorstellungen, die sich einst an die Darreichung dieser alten Opfer- und Kultgebäcke knüpften. Zu Ostern werden die Gebildbrote von Paten an ihre Patenkinder verschenkt. Mit dieser Überreichung soll besonderer Segen vermittelt werden: Gesundheit, Fruchtbarkeit und Glück.
 
In der Stadt Salzburg hält die [[Bäckerei Funder]] die Tradition hoch und zeigt in ihrem Geschäftslokalen der Jahreszeiten und den Festen entsprechende Gebildbrote.
 
In der Stadt Salzburg hält die [[Bäckerei Funder]] die Tradition hoch und zeigt in ihrem Geschäftslokalen der Jahreszeiten und den Festen entsprechende Gebildbrote.

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