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Die '''Salzburger Seilbahnwirtschaft''' repräsentiert Unternehmen, die [[Aufstiegshilfen]] im [[Land Salzburg]] betreiben.
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Die '''Salzburger Seilbahnwirtschaft''' repräsentiert Unternehmen, die [[Aufstiegshilfen]] im [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] betreiben.
    
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Im Bundesland Salzburg gab es 2010 159 Seilbahnunternehmen. Von diesen wurden 2013 in 52 Skigebieten 449 Anlagen betrieben: 79  Seilbahnen, 156 Sessellifte, 224 Schlepplifte, drei Förderbänder und ein Ein-Sessel-Lift.  Zwar befinden sich die meisten Unternehmen mit Winter- bzw.  Zweisaisonbetrieb in Tirol, jedoch folgt an zweiter Stelle bereits  Salzburg<ref name=PiN2013>{{Quelle PiN|25. September 2013}}</ref>. Im Winterhalbjahr 2015/16 können bereits 85 % der 4&nbsp;700 Hektar Skipisten technisch beschneit werden. Diese Fläche in insgesamt 52 Skigebieten klingt zwar viel, macht aber nur 0,65% der Salzburger Landesfläche aus<ref name="wko2015">Presseaussendung der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Wirtschaftskammer]], [https://www.wko.at/Content.Node/iv/sbg/presseaussendung/Seilbahnwirtschaft_investiert_kraeftig_weiter.html abgefragt am 25. September 2015]</ref>.
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2010 gab es im Bundesland Salzburg 159 Seilbahnunternehmen. Von diesen wurden 2013 in 52 Skigebieten 449 Anlagen betrieben: 79  Seilbahnen, 156 Sessellifte, 224 Schlepplifte, drei Förderbänder und ein Ein-Sessel-Lift.  Zwar befinden sich die meisten Unternehmen mit Winter- bzw.  Zweisaisonbetrieb in Tirol, jedoch folgt an zweiter Stelle bereits  Salzburg<ref name=PiN2013>{{Quelle PiN|25. September 2013}}</ref>. Im Winterhalbjahr 2015/16 können bereits 85 % der 4&nbsp;700 Hektar Skipisten technisch beschneit werden. Diese Fläche in insgesamt 52 Skigebieten klingt zwar viel, macht aber nur 0,65% der Salzburger Landesfläche aus<ref name="wko2015">Presseaussendung der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Wirtschaftskammer]], [https://www.wko.at/Content.Node/iv/sbg/presseaussendung/Seilbahnwirtschaft_investiert_kraeftig_weiter.html abgefragt am 25. September 2015]</ref>.
    
== Investitionen ==
 
== Investitionen ==
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Auf einer Tagung im Oktober 2011 in [[Kaprun]], zu der das ''Netzwerk Winter'' eingeladen hatte, warnte  Tourismusexperte Peter Zellman, Leiter des Instituts für Freizeit- und  Tourismusforschung, vor falscher Werbepolitik der Seilbahnwirtschaft.  
 
Auf einer Tagung im Oktober 2011 in [[Kaprun]], zu der das ''Netzwerk Winter'' eingeladen hatte, warnte  Tourismusexperte Peter Zellman, Leiter des Instituts für Freizeit- und  Tourismusforschung, vor falscher Werbepolitik der Seilbahnwirtschaft.  
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Trotz rückläufiger Gästezahlen, setze die Werbung auf falsche Botschaften. In einer Befragung, die Zellmann mit 6&nbsp;000 Österreichern ab 15 Jahren zwischen 1987 und 2011 durchgeführt hatte, verbinden die Menschen Skifahren mit Bewegung (88 von 100 Befragten), mit Spaß (83) und mit Natur (77). Aber als teuer befanden es 73 von 100 Befragten, kalt (56) und gefährlich (54). Aber einen ''Genußskilauf'' zu vermitteln, der nicht gefährlich ist, werde an Hand von Übertragungen von Skirennen und einer Bildersprache, die sich am Rennsport orientiert, unmöglich. Dazu kommt, nach Zellmann, das fast manische Bemühen, Saison um Saison die „Qualität“ zu steigern. Dies gilt aber nicht nur in der Seilbahnwirtschaft, sondern auch in der Hotellerie.  
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Trotz rückläufiger Gästezahlen, setze die Werbung auf falsche Botschaften. In einer Befragung, die Zellmann mit 6&nbsp;000 Österreichern ab 15 Jahren zwischen 1987 und 2011 durchgeführt hatte, verbinden die Menschen Skifahren mit Bewegung (88 von 100 Befragten), mit Spaß (83) und mit Natur (77). Aber als teuer befanden es 73 von 100 Befragten, kalt (56) und gefährlich (54). Aber einen ''Genussskilauf'' zu vermitteln, der nicht gefährlich ist, werde an Hand von Übertragungen von Skirennen und einer Bildersprache, die sich am Rennsport orientiert, unmöglich. Dazu kommt, nach Zellmann, das fast manische Bemühen, Saison um Saison die „Qualität“ zu steigern. Dies gilt aber nicht nur in der Seilbahnwirtschaft, sondern auch in der Hotellerie.  
    
Einen weiteren Fehler sieht Zellmann in der Bewerbung der Quellmärkte. Die „Hoffnungsmärkte“ Russland (1,6 Prozent aller Skitouristen), Polen (1,8 %) und Tschechien (2,2 %) müssten „anders“ beworben werden. Obwohl sie in der Bilanz keine entscheidende Rolle spielten, werde gerade in die Bewerbung dieser Länder zu viel Geld gesteckt. Österreich selbst mit 23,9 Prozent und Deutschland mit 37,9 Prozent seien nach wie vor die wichtigsten Märkte. Vor allem im Osten Österreichs sei Werbung für Wintertourismus und Familienurlaub enorm wichtig.
 
Einen weiteren Fehler sieht Zellmann in der Bewerbung der Quellmärkte. Die „Hoffnungsmärkte“ Russland (1,6 Prozent aller Skitouristen), Polen (1,8 %) und Tschechien (2,2 %) müssten „anders“ beworben werden. Obwohl sie in der Bilanz keine entscheidende Rolle spielten, werde gerade in die Bewerbung dieser Länder zu viel Geld gesteckt. Österreich selbst mit 23,9 Prozent und Deutschland mit 37,9 Prozent seien nach wie vor die wichtigsten Märkte. Vor allem im Osten Österreichs sei Werbung für Wintertourismus und Familienurlaub enorm wichtig.
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* [[Klimaerwärmung]]
 
* [[Klimaerwärmung]]
 
* [[Schneekanonenlärm]]
 
* [[Schneekanonenlärm]]
* [[Winter 2011 - 2012]]
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* [[Winter 2011/2012]]
 
* [[Beschneiungsanlage]]
 
* [[Beschneiungsanlage]]
 
* [[Speicherteich]]
 
* [[Speicherteich]]

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