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Das Domkloster hatte einen Kreuzgang zum [[Festungsberg]] hin, wie auf alten Zeichnungen der Altstadt zu erkennen ist. Zu sehen ist es auf dem Ölbild "''Blick auf Salzburg''" von Philipp van den Bossche aus dem Jahr [[1599]], die älteste gemalte Stadtansicht von Salzburg.<ref>[http://derstandard.at/1385169616474/Ein-Blick-auf-Salzburg-anno-1599 derstandard.at/ "''Ein Blick auf Salzburg''" von Philipp van den Bossche, Ölbild, 1599]</ref>
 
Das Domkloster hatte einen Kreuzgang zum [[Festungsberg]] hin, wie auf alten Zeichnungen der Altstadt zu erkennen ist. Zu sehen ist es auf dem Ölbild "''Blick auf Salzburg''" von Philipp van den Bossche aus dem Jahr [[1599]], die älteste gemalte Stadtansicht von Salzburg.<ref>[http://derstandard.at/1385169616474/Ein-Blick-auf-Salzburg-anno-1599 derstandard.at/ "''Ein Blick auf Salzburg''" von Philipp van den Bossche, Ölbild, 1599]</ref>
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[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ließ beides zwischen [[1602]] und [[1606]] abtragen, um in der [[mittelalter]]lichen Stadt Salzburg nach dem in der [[Renaissance]] entwickelten Architekturmodell der "idealen Stadt"<ref> Malerei des 15. Jahrhunderts, Mittelitalien, Gemälde (Öl auf Leinwand) jeweils von unbekannten Meistern, 1. "Die ideale Stadt", Palazzo Ducale, Urbino (Scala/Art Resource, N.Y.), 2. "Die ideale Stadt", Staatliches Museum, Ost-Berlin, 3. "Die ideale Stadt", The Walters Art Gallery, Baltimore, MD</ref> einen Platz bzw. gleich mehrere Plätze rund um den in seinem Auftrag begonnenen Neubau des Doms zu schaffen.
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[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ließ zwischen 1606 und 1608, während der zweiten Abrissetappe des abgebrannten romanischen Konradinischen Doms, auch die nördlich gelegene ältere Hälfte des Domklosters abreißen, um Platz für Scamozzis Domprojekt zu schaffen. Ein beträchtlicher Teil des Domklosters, der Südwesttrakt, blieb jedoch erhalten und wurde erst um 1680 abgebrochen.<ref>Quelle: Im Begleitbuch [[Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] zur  gleichnamigen [[Landesausstellung]] [[1987]] schreibt Architekt Dr. Georg W. Seunig, dass der von Wolf Dietrich geholte Baumeister für den Domneubau [[Vincenzo Scamozzi]] sich am italienischen Baumeister Andrea Palladio orientierte. Palladio, dessen geschriebenes Hauptwerk «Dell'idea della architettura universale» ("Von der Idee der universalen Architektur") hieß, dürfte somit nicht dem Renaissance-Modell ''einer idealen Stadt''' verhangen gewesen sein. Welche Ideen der Fürsterzbischof und Scamozzi tatsächlich hatten, kann auch Seunig in seinem Beitrag nicht sagen. Jedenfalls schreibt Seunig, dass Wolf Dietrich zwischen 1606 und 1608, während der zweiten Abrissetappe des abgebrannten romanischen Doms, ''auch die nördlich gelegene ältere Hälfte des Domklosters abgerissen, <u>um Platz für Scamozzis Domprojekt zu schaffen</u>. Ein beträchtlicher Teil des Domklosters, der Südwesttrakt, blieb jedoch erhalten und wurde erst um 1680 abgebrochen.'' (Seite 198).</ref>
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<u>Anmerkung</u>: Der letzte Satz kann nicht stimmen: Auf einem Bild aus dem Jahr 1612 sieht man zumindest einen Teil des Klosters noch als viereckiger Bau zwischen dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] und der [[Kapitelschwemme]] (Quelle [[Salzburg, die Geschichte einer Stadt]], Seite 291). Und auch auf einer Zeichnung von [[Matthäus Merian]] aus dem Jahr 1644 erkennt man neben dem bereits neu errichteten Dom noch vorher genannten Gebäudekomplex unmittelbar an den Dom anschließend. Auch in der Quelle "Kleine Geschichte Salzburgs" ist eine Zeichnung um das Jahr 1607 zu sehen, auf dem einerseits der Grundriss den geplanten neuen Doms zu sehen ist und andererseits der genannten Klostergebäudekomplex unmittelbar anschließend.
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Auf einem Bild aus dem Jahr 1612 sieht man den Teil des Klosters noch als viereckiger Bau zwischen dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] und der [[Kapitelschwemme]] (Quelle [[Salzburg, die Geschichte einer Stadt]], Seite 291). Und auch auf einer Zeichnung von [[Matthäus Merian]] aus dem Jahr 1644 erkennt man neben dem bereits neu errichteten Dom noch vorher genannten Gebäudekomplex unmittelbar an den Dom anschließend. Auch in der Quelle "Kleine Geschichte Salzburgs" ist eine Zeichnung um das Jahr 1607 zu sehen, auf dem einerseits der Grundriss den geplanten neuen Doms zu sehen ist und andererseits der genannten Klostergebäudekomplex unmittelbar anschließend.
 
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Im Begleitbuch [[Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] zur  gleichnamigen [[Landesausstellung]] [[1987]] schreibt Architekt Dr. Georg W. Seunig, dass der von Wolf Dietrich geholte Baumeister für den Domneubau [[Vincenzo Scamozzi]] sich am italienischen Baumeister Andrea Palladio orientierte. Palladio, dessen geschriebenes Hauptwerk «Dell'idea della architettura universale» ("Von der Idee der universalen Architektur") hieß, dürfte somit nicht dem Renaissance-Modell ''einer idealen Stadt''' verhangen gewesen sein. Welche Ideen der Fürsterzbischof und Scamozzi tatsächlich hatten, kann auch Seunig in seinem Beitrag nicht sagen. Jedenfalls schreibt Seunig, dass Wolf Dietrich zwischen 1606 und 1608, während der zweiten Abrissetappe des abgebrannten romanischen Doms, ''auch die nördlich gelegene ältere Hälfte des Domklosters abgerissen, <u>um Platz für Scamozzis Domprojekt zu schaffen</u>. Ein beträchtlicher Teil des Domklosters, der Südwesttrakt, blieb jedoch erhalten und wurde erst um 1680 abgebrochen.'' (Seite 198).
      
== Quellen ==
 
== Quellen ==