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Der Saal wurde in den [[1970]] oder [[1980]]er Jahren nach dem Dirigenten Prof. Dr. [[Karl Böhm]] (* 1894, † 1981) benannt, der seit [[1938]] bei den [[Salzburger Festspiele]]n insgesamt 338 Mal am Pult musikalische Aufführungen dirigiert hatte.
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Der Saal wurde auf Ansinnen des Stadtsenats am [[28. August]] [[1979]] nach dem Dirigenten Prof. Dr. [[Karl Böhm]] (* 1894, † 1981) benannt, der seit [[1938]] bei den [[Salzburger Festspiele]]n insgesamt 338 Mal am Pult musikalische Aufführungen dirigiert hatte. Das Datum markierte Böhms 85. Geburtstag. Ende [[2015]] entschloss sich das [[Kuratorium der Salzburger Festspiele|Festspielkuratorium]] eine Erläuterungstafel vor dem Saal anzubringen, auf der Böhm als Profiteur des Dritten Reichs dargestellt wird, der sich für die Karriere mit dem [[NSDAP]]-Regime arrangiert hatte. Da er aber weder Mitglied der NSDAP war, noch antisemitische Äußerungen getätigt hatte und Kraft seiner außergewöhnlichen künstlerischen Verdienste auch in der Nachkriegszeit, sah das Kuratorium aber davon ab, den Saal umzubenennen.
 
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=== Erläuterungstafel zur NS-Vergangenheit ===
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Der Karl-Böhm-Saal soll mit einer Erläuterungstafel ausgestattet werden, die auf die Rolle des Dirigenten in der [[Nationalsozialismus|NS-Zeit]] hinweist.
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Ende Dezember 2015 berichteten Medien, dass ein so formulierte Antrag vom [[Kuratorium der Salzburger Festspiele|Festspielkuratorium]] einstimmig angenommen worden. [[Karl Böhm|Böhm]] war im Gegensatz zu [[Herbert von Karajan]] kein [[NSDAP]]-Mitglied, er gilt aber als Profiteur des Dritten Reichs.
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Das Festspieldirektorium vertrat laut der Meldung im "Kurier" die Meinung, dass der Saal aufgrund der "''außergewöhnlichen künstlerischen Verdienste''" des Dirigenten nicht umbenannt werden solle. Man habe dem Kuratorium jedoch vorgeschlagen, beim Eingang zum Saal eine Erläuterungstafel anzubringen - "''analog zur Vorgehensweise der Stadt bei belasteten Straßennamen''", wie [[Präsidenten der Salzburger Festspiele|Festspiel-Präsidentin]] [[Helga Rabl-Stadler]] erklärte. Auf der Tafel werde auf eine Internetadresse verwiesen, "''wo in Deutsch und Englisch die Persönlichkeit Karl Böhms dargestellt wird als das, was er war: ein großer Künstler, aber politisch fatal Irrender''".
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In der Stellungnahme zur Entscheidung hieß es weiters: "''Böhm war ein Profiteur des Dritten Reichs und arrangierte sich für die Karriere mit dem System. Sein Aufstieg wurde durch die Vertreibung jüdischer und politisch missliebiger Kollegen begünstigt''." Aber er habe zumindest "''keine antisemitischen Äußerungen getätigt''".
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Im April [[1945]] wurde Böhm (* 1894, † 1981), damals Direktors der Wiener Staatsoper, von den Alliierten wegen zu großer Nähe zum Nazi-Regime von seinem Posten entfernt und bis [[1947]] mit einem Auftrittsverbot belegt.
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Nach Böhm ist im [[Salzburger Stadtteil]] [[Parsch]] auch ein Gehweg, der [[Dr.-Karl-Böhm-Weg]] am [[Aubach (Salzburg)|Aubach]], benannt.  
      
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