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[[Datei:Wieselstein.jpg|thumb|Föhnsturm über dem [[Wieselstein]] im [[Tennengebirge]]]]
 
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[[Datei:P1350819.jpg|thumb|Föhnstimmung im [[Naturschutzgebiet Zeller See]], Blick auf [[Imbachhorn]] und [[Kitzsteinhorn]]]]
 
[[Datei:P1350819.jpg|thumb|Föhnstimmung im [[Naturschutzgebiet Zeller See]], Blick auf [[Imbachhorn]] und [[Kitzsteinhorn]]]]
'''Föhn''' (auch ''Föhnwind'' als ''Föhnsturm'') ist eine Wettererscheinung, die nördlich des [[Alpenhauptkamm]]s auftreten kann.
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'''Föhn''' ist besondere Wetterlage, die nördlich des [[Alpenhauptkamm]]s auftreten kann, insbesondere im Frühjahr und im Herbst. ''Föhnwind'' oder ''Föhnsturm'' ist ein besonders starker warmer Fallwind.  
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==Voraussetzungen==
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== Voraussetzungen ==
Damit sich ein Föhn bilden kann, muss sich im Süden das Alpenhauptkamms ein Hochdruckgebiet aufbauen, dass Luftmassen, meist mit Feuchtigkeit (Steigungsregen), über die [[Alpen]] presst. Dabei nimmt die Temperatur je 100 m um 0,1° C ab und die Luftfeuchtigkeit erhöht sich gleichzeitig bis zu 100 %. In das Luftdruck schwächere Gebiet (Tiefdruckgebiet) nördlich des Alpenhauptkamms fällt die Luft wieder herab, nimmt dabei an Geschwindigkeit zu und wird (wenn feucht) getrocknet. Die Erwärmung der Luft beträgt jedoch im Fallen je 100 Meter einen Grad. Es kommt zu einer relativen Aufheizung dieser Luftmassen.
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Damit sich ein Föhn bilden kann, muss sich zunächst im Süden des Alpenhauptkamms ein Hochdruckgebiet aufbauen, dass Luftmassen, meist mit Feuchtigkeit (Steigungsregen), über die [[Alpen]] presst. Dabei nimmt die Temperatur je 100 m um 0,1° C ab und die Luftfeuchtigkeit erhöht sich gleichzeitig bis zu 100 %. Im  Luftdruck schwächeren Gebiet nördlich des Alpenhauptkamms (Tiefdruckgebiet) fällt die Luft dann wieder herab, nimmt dabei an Geschwindigkeit zu und wird (wenn feucht) getrocknet. Die Erwärmung der Luft beträgt im Fallen je 100 Meter +1 Grad C. Es kommt zu einer relativen Aufheizung der Luftmassen.
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Markant sind die ''Föhnwolken'' und die ''Föhnmauer''<ref>Näheres siehe [http://www.wetter.at/wetter/news-wissen/lexikon/article61030.ece?l=F www.wetter.at Föhnmauer]</ref>.
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Markant sind die ''Föhnwolken'' und die ''Föhnmauer'' <ref>Näheres siehe [http://www.wetter.at/wetter/news-wissen/lexikon/article61030.ece?l=F www.wetter.at Föhnmauer]</ref>.
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==Auswirkungen==
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== Auswirkungen ==
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=== Wohlbefinden ===
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Einige Menschen reagieren auf Föhn mit starkem Kopfschmerz und Migräne. Die Konzentration der Menschen nimmt deutlich ab, was sich besonders im Straßenverkehr  nachteilig auswirken kann.
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=== Föhnsturm ===
 
[[Datei:Bruck_Foehn.jpg|thumb|Beim Gaferlgut in Bruck an der Großglocknerstraße durch Föhnsturm geknickte mächtige Linde]]
 
[[Datei:Bruck_Foehn.jpg|thumb|Beim Gaferlgut in Bruck an der Großglocknerstraße durch Föhnsturm geknickte mächtige Linde]]
Es gibt Menschen, die auf Föhn mit Migräne reagieren. Die Konzentration der Menschen nimmt deutlich ab, was besonders im Straßenverkehr sich nachteilig auswirken kann. Föhnstürme können aber aufgrund ihrer Kraft (durch hohe Windgeschwindigkeiten bis über 100 km/h) schwere Schäden auslösen.
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Föhnstürme erreichen hohe Windgeschwindigkeiten bis über 100 km/h. Derart starker Winddruck kann im Wald und an Gebäuden chwere Schäden auslösen.
    
So knickte ein Föhnsturm Anfang Dezember 2009 beim ''Gaferlgut'' in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] eine mächtige Linde.  
 
So knickte ein Föhnsturm Anfang Dezember 2009 beim ''Gaferlgut'' in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] eine mächtige Linde.  
 
Diese wurde wahrscheinlich schon [[1526]] gepflanzt. Diese Stelle diente während der [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernkriege]] als Grabstätte für Aufständische, die zum Tode verurteilt wurden und über deren Grab kein Kreuz errichtet werden durfte. Wahrscheinlich hatten Angehörige zum Andenken diese Linde gepflanzt.
 
Diese wurde wahrscheinlich schon [[1526]] gepflanzt. Diese Stelle diente während der [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernkriege]] als Grabstätte für Aufständische, die zum Tode verurteilt wurden und über deren Grab kein Kreuz errichtet werden durfte. Wahrscheinlich hatten Angehörige zum Andenken diese Linde gepflanzt.
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== Winter 2013/14 ==
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Die Föhnstürme im Winter 2013/14 haben immer wieder zu Schließungen der Liftanlagen in Salzburger Skigebieten geführt. Die [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen Kaprun]] mussten ihre Anlagen an drei Tagen komplett sperren. Ein besonders stürmischer Tag mit Windspitzen bis zu 200 km/h auf 3&nbsp;000 [[m ü. A.]] sei der [[26. Dezember]] [[2013]] gewesen. Für die [[Schmittenhöhe]] in [[Zell am See]] war ebenfalls der 26. Dezember ein Ausnahmetag. Im unteren Bereich wehte der Wind sehr heftig mit  Sturmspitzen bei 120 km/h. Es waren etwas weniger als die Hälfte der 26 Lifte in Betrieb.   
Die Föhnstürme in dieser Wintersaison haben immer wieder für Liftschließungen in Salzburger Skigebieten gesorgt. Die [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen Kaprun]] mussten ihre Anlagen an drei Tagen komplett sperren. Ein besonders stürmischer Tag mit Windspitzen bis zu 200 km/h auf 3&nbsp;000 [[m ü. A.]] sei der [[26. Dezember]] [[2013]] gewesen. Für die [[Schmittenhöhe]] in [[Zell am See]] war ebenfalls der 26. Dezember ein Ausnahmetag. Im unteren Bereich wehte der Wind sehr heftig mit  Sturmspitzen bei 120 km/h. Es waren etwas weniger als die Hälfte der 26 Lifte in Betrieb.   
      
Im Skigebiet von [[Obertauern]] wurden wie in Kaprun drei heftige Sturmtage registriert, mit Spitzen bis zu 120 km/h auf rund 2&nbsp;000 m ü. A. Da aber die Lifte in verschiedene Richtungen angeordnet seien, müssten bei starkem Wind nicht alle Lifte gesperrt werden. An einem stürmischen Tag seien beispielsweise immer noch 14 der 26 Anlagen in Betrieb gewesen.
 
Im Skigebiet von [[Obertauern]] wurden wie in Kaprun drei heftige Sturmtage registriert, mit Spitzen bis zu 120 km/h auf rund 2&nbsp;000 m ü. A. Da aber die Lifte in verschiedene Richtungen angeordnet seien, müssten bei starkem Wind nicht alle Lifte gesperrt werden. An einem stürmischen Tag seien beispielsweise immer noch 14 der 26 Anlagen in Betrieb gewesen.
    
Im [[Gasteinertal]] wurde ebenfalls am 26. Dezember am [[Stubnerkogel]] Windgeschwindigkeiten mit bis zu 204 km/h registriert.
 
Im [[Gasteinertal]] wurde ebenfalls am 26. Dezember am [[Stubnerkogel]] Windgeschwindigkeiten mit bis zu 204 km/h registriert.
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=== Warmwetterzonen ===
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Der Föhn hat aber auch eine schöne Seite. Während in den vom Alpenhauptkamm entfernteren Gebieten und in den Niederungen im Donauraum im Herbst und im Frühjahr häufig graue Nebelfelder vorherrschen, so befreit eine Föhnwetterlage im Innergebirg die Täler und auch die Randgebiete der nördlichen Kalkalpen bis ins Salzburger Becken häufig rasch vom Nebel. Während in den Nebelgebieten tagsüber so gut wie keine Erwärmung stattfindet, genießen die Föhnlagen die Sonne und freuen sich über eine kräftige Tageserwärmung.
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=== Farbespiel ===
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Bei Föhnwetterlage kann man ein besonders schönes und intensives Farbenspiel während der Dämmerungsphase nach dem Sonnenuntergang, insbesondere aber vor dem Sonnenaufgang beobachten. Das Farbenspektrum reicht von violett über blau zu hellblau, mischt sich ins rosa und rot, wechselt zu orange und ins gelb. Erst dann folgt der Sonnenaufgang.     
    
== Bildergalerie ==
 
== Bildergalerie ==