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== Leben ==
 
== Leben ==
Idam absolvierte in Hallstatt eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Ab 1980 arbeitete er hier als Totengräber. 1987 legte er die Studienberechtigungsprüfung ab und absolviert danach an der Technischen Universität Wien ein Architekturstudium mit dem Schwerpunkt Denkmalpflege und im Anschluss an dieses ein Doktoratsstudium im Bereich der Industriearchäologie (Promotion 2003).
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Idam absolvierte in [[Hallstatt]] eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Ab 1980 arbeitete er hier als Totengräber. 1987 legte er die Studienberechtigungsprüfung ab und absolviert danach an der Technischen Universität Wien ein Architekturstudium mit dem Schwerpunkt Denkmalpflege und im Anschluss an dieses ein Doktoratsstudium im Bereich der Industriearchäologie (Promotion 2003).
    
Neben einer freiberuflichen Tätigkeit in den Bereichen architektonische Baudenkmalpflege und Bauphysik unterrichtet er als Professor an der Höheren technischen Bundeslehranstalt für Möbel- und Innenraumgestaltung in Hallstatt mit dem Schwerpunkt Holz-Restauriertechnik sowie mit einem Lehrauftrag an der [[Universität Salzburg]].
 
Neben einer freiberuflichen Tätigkeit in den Bereichen architektonische Baudenkmalpflege und Bauphysik unterrichtet er als Professor an der Höheren technischen Bundeslehranstalt für Möbel- und Innenraumgestaltung in Hallstatt mit dem Schwerpunkt Holz-Restauriertechnik sowie mit einem Lehrauftrag an der [[Universität Salzburg]].
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Nun aber ist der Hallstätter offizieller UNESCO-Beauftragter für das Welterbe Salzburger Altstadt, und die Verteidigung dieses Welterbes ist kein Auftrag für konfliktscheue Wegducker. Bei einem Spaziergang durch die Salzburger Altstadt wird dann auch nach wenigen Minutenklar, wie viel Kampfgeist in dem höflichen 54-Jährigen steckt, der nicht nur Architekt ist. Sondern auch Industriearchäologe und Holzbildhauer, und der sogar einmal als Totengräber gearbeitet hat.
 
Nun aber ist der Hallstätter offizieller UNESCO-Beauftragter für das Welterbe Salzburger Altstadt, und die Verteidigung dieses Welterbes ist kein Auftrag für konfliktscheue Wegducker. Bei einem Spaziergang durch die Salzburger Altstadt wird dann auch nach wenigen Minutenklar, wie viel Kampfgeist in dem höflichen 54-Jährigen steckt, der nicht nur Architekt ist. Sondern auch Industriearchäologe und Holzbildhauer, und der sogar einmal als Totengräber gearbeitet hat.
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Besagter Spaziergang mitten durch die Architekturjuwele Salzburgs ist Teil der heurigen Sommerakademie, mit von der Partie sind neben Studenten etwa Tourismusforscher [[Kurt Luger]], die Salzburger Kunsthistorikerin [[Jana Breuste]] und Architektin [[Heide Mühlfellner]] – sie hat etwa den Umbau der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] und des [[DomQuartier|Domquartier]]s mitgestaltet.
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Besagter Spaziergang mitten durch die Architekturjuwele Salzburgs ist Teil der heurigen Sommerakademie, mit von der Partie sind neben Studenten etwa Tourismusforscher [[Kurt Luger]], die Salzburger Kunsthistorikerin [[Jana Breuste]] und Architektin [[Heide Mühlfellner]] – sie hat etwa den Umbau der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] und des [[DomQuartier]]s mitgestaltet.
    
Zu Beginn wandert das Grüppchen durch das Foyer der Geisteswissenschaften der [[Universität Salzburg]] am [[Rudolfskai]]. Da ist das alte Gebäude der [[Handelsakademie Salzburg|Handelsschule]], an das rückwärtig ein moderner Trakt angebaut wurde. Es geht durch den Innenhof der Neuen Residenz, hinauf auf die Dachterrasse der Neuen Residenz, durch die Bürgerstadt, hinauf zur Festung. Man wandelt zwischen der Baukunst vergangener Jahrhunderte – und diskutiert doch stärker über die großen Bauprojekte der Moderne, die in Salzburg stets so umstritten waren.
 
Zu Beginn wandert das Grüppchen durch das Foyer der Geisteswissenschaften der [[Universität Salzburg]] am [[Rudolfskai]]. Da ist das alte Gebäude der [[Handelsakademie Salzburg|Handelsschule]], an das rückwärtig ein moderner Trakt angebaut wurde. Es geht durch den Innenhof der Neuen Residenz, hinauf auf die Dachterrasse der Neuen Residenz, durch die Bürgerstadt, hinauf zur Festung. Man wandelt zwischen der Baukunst vergangener Jahrhunderte – und diskutiert doch stärker über die großen Bauprojekte der Moderne, die in Salzburg stets so umstritten waren.
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Das geplante Hallenbad neben dem Kongresshaus. Die heiß umfehdete Bebauung des [[Dr.-Franz-Rehrl-Platz]]es. Die Granitplatten, die den Mozartplatz zieren sollen. Der [[Unipark Nonntal|Unipark]] im [[Nonntal]]. Noch immer schaut Friedrich Idam freundlich drein, aber seinen Worten fehlt es nicht an Deutlichkeit: All dem kann er wenig abgewinnen. Beim geplanten Hallenbad zeigt er sich froh, dass es aufgrund seiner Konstruktion wohl nach 30 Jahren abbruchreif sein werde. Beim Unipark seien peinliche „Anfängerfehler“ passiert. Und zum [[Bauvorhaben Dr.-Franz-Rehrl-Platz|Rehrlplatz-Projekt]] sagt er nur, dass er froh sei, dass sich mit dem misslungenen Entwurf gottlob sein Vorgänger habe beschäftigen müssen.
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Das geplante Hallenbad neben dem Kongresshaus. Die heiß umfehdete Bebauung des [[Dr.-Franz-Rehrl-Platz]]es. Die Granitplatten, die den [[Mozartplatz]] zieren sollen. Der [[Unipark Nonntal|Unipark]] im [[Nonntal]]. Noch immer schaut Friedrich Idam freundlich drein, aber seinen Worten fehlt es nicht an Deutlichkeit: All dem kann er wenig abgewinnen. Beim geplanten Hallenbad zeigt er sich froh, dass es aufgrund seiner Konstruktion wohl nach 30 Jahren abbruchreif sein werde. Beim Unipark seien peinliche „Anfängerfehler“ passiert. Und zum [[Bauvorhaben Dr.-Franz-Rehrl-Platz|Rehrlplatz-Projekt]] sagt er nur, dass er froh sei, dass sich mit dem misslungenen Entwurf gottlob sein Vorgänger habe beschäftigen müssen.
    
Friedrich Idam liebt die Bauensembles des [[Barock]]. Das geplante [[Paracelsusbad|Hallenbad]] von Berger+Parkkinen liebt er eher weniger. Da muss man ihn schon fragen: „''Haben wir Ihrer Meinung nach in der Moderne das Bauen verlernt?''“ Überraschend schnell kommt die Antwort: „''Ja, durchaus.''“
 
Friedrich Idam liebt die Bauensembles des [[Barock]]. Das geplante [[Paracelsusbad|Hallenbad]] von Berger+Parkkinen liebt er eher weniger. Da muss man ihn schon fragen: „''Haben wir Ihrer Meinung nach in der Moderne das Bauen verlernt?''“ Überraschend schnell kommt die Antwort: „''Ja, durchaus.''“
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kultur]]
 
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[[Kategorie:UNESCO Weltkulturerbe]]
 
[[Kategorie:Aus anderen Bundesländern]]
 
[[Kategorie:Aus anderen Bundesländern]]
 
[[Kategorie:Oberösterreich]]
 
[[Kategorie:Oberösterreich]]

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