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| | Neben einer freiberuflichen Tätigkeit in den Bereichen architektonische Baudenkmalpflege und Bauphysik unterrichtet er als Professor an der Höheren technischen Bundeslehranstalt für Möbel- und Innenraumgestaltung in Hallstatt mit dem Schwerpunkt Holz-Restauriertechnik sowie mit einem Lehrauftrag an der [[Universität Salzburg]]. | | Neben einer freiberuflichen Tätigkeit in den Bereichen architektonische Baudenkmalpflege und Bauphysik unterrichtet er als Professor an der Höheren technischen Bundeslehranstalt für Möbel- und Innenraumgestaltung in Hallstatt mit dem Schwerpunkt Holz-Restauriertechnik sowie mit einem Lehrauftrag an der [[Universität Salzburg]]. |
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| − | Seit 2013 ist er ständiges Mitglied des Denkmalbeirates beim Bundesdenkmalamt, seit 2015 allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Denkmalpflege und seit 2016 Mitglied der Beobachtergruppe von ICOMOS Österreich mit Zuständigkeit für die Altstadt von Salzburg. | + | Seit [[2013]] ist er ständiges Mitglied des Denkmalbeirates beim Bundesdenkmalamt, seit [[2015]] allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Denkmalpflege und seit [[2016]] Mitglied der Beobachtergruppe von ICOMOS Österreich mit Zuständigkeit für die Salzburger [[Altstadt]]. |
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| | == Porträt == | | == Porträt == |
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| | Ja gut, aber das ist eben der Job von Architekten, oder? Ganz und gar nicht, findet Idam. Er ist gegen den scharfen Kontrast von Alt und Neu, gegen Kontrapunkte und Selbstverwirklichungs-Bauten. Es komme stattdessen darauf an, die Umgebung eines Bauwerks zu studieren. Die Formensprache der Architektur, aber auch der Natur, die Baustoffe und ihre Oberfläche, aufzugreifen und harmonisch weiterzuführen. „''Ein Architekt braucht Demut''“, fasst Idam sich zusammen. | | Ja gut, aber das ist eben der Job von Architekten, oder? Ganz und gar nicht, findet Idam. Er ist gegen den scharfen Kontrast von Alt und Neu, gegen Kontrapunkte und Selbstverwirklichungs-Bauten. Es komme stattdessen darauf an, die Umgebung eines Bauwerks zu studieren. Die Formensprache der Architektur, aber auch der Natur, die Baustoffe und ihre Oberfläche, aufzugreifen und harmonisch weiterzuführen. „''Ein Architekt braucht Demut''“, fasst Idam sich zusammen. |
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| − | Ganz wollen ihm Architektin Mühlfellner und Kunsthistorikerin Breuste da nicht zustimmen. Vor allem glauben sie, dass die Architektur der Moderne schon ihre ganz eigene Qualität habe – und es ganz normal sei, dass viele Bürger sie hässlich fänden und über „''moderne Schuhschachteln''“ schimpften. „''Auch die Bauten anderer Epochen sind von Zeitgenossen kritisiert worden, selbst jene der Gründerzeit. Und erst recht jene des Jugendstils''“, sagt Breuste. „''In der Moderne ist uns einfach das Dekor abhandengekommen. Und die Menschen haben noch Phantomschmerzen.''“ Mühlfellner assistiert: „''Die schlichte Form der Moderne wird man wohl erst viel später zu schätzen wissen.''“ | + | Ganz wollen ihm Architektin Mühlfellner und Kunsthistorikerin Breuste da nicht zustimmen. Vor allem glauben sie, dass die Architektur der Moderne schon ihre ganz eigene Qualität habe – und es ganz normal sei, dass viele Bürger sie hässlich fänden und über „''moderne Schuhschachteln''“ schimpften. „''Auch die Bauten anderer Epochen sind von Zeitgenossen kritisiert worden, selbst jene der [[Gründerzeit]]. Und erst recht jene des [[Jugendstil]]s''“, sagt Breuste. „''In der Moderne ist uns einfach das Dekor abhandengekommen. Und die Menschen haben noch Phantomschmerzen.''“ Mühlfellner assistiert: „''Die schlichte Form der Moderne wird man wohl erst viel später zu schätzen wissen.''“ |
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| | Da hält Icomos-Mann Idam dagegen: „''Wir wären heute dazu aufgerufen, die Denkmäler für das 22. Jahrhundert zu bauen. Aber unsere Bauten sind nach wenigen Jahrzehnten kaputt – eben, weil wir gar nicht mehr so bauen können wie früher.''“ Das wiederum glaubt Mühlfellner nicht. Neue Baumaterialien seien für viele Generationen beständig. Wenn man sie nur richtig einsetze. | | Da hält Icomos-Mann Idam dagegen: „''Wir wären heute dazu aufgerufen, die Denkmäler für das 22. Jahrhundert zu bauen. Aber unsere Bauten sind nach wenigen Jahrzehnten kaputt – eben, weil wir gar nicht mehr so bauen können wie früher.''“ Das wiederum glaubt Mühlfellner nicht. Neue Baumaterialien seien für viele Generationen beständig. Wenn man sie nur richtig einsetze. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | *Homepage | | *Homepage |
| − | * [[Salzburger Nachrichten]], 16. August 2016: ''Haben wir das Bauen verlernt?'' ([[Christian Resch]]) | + | * [[Salzburger Nachrichten]], 16. August 2016: ''[http://www.salzburg.com/nachrichten/zeitung/sn/artikel/architektur-in-salzburg-haben-wir-das-bauen-verlernt-209445/ Architektur in Salzburg: Haben wir das Bauen verlernt?]'' ([[Christian Resch]]) |
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