| | Als Anfang des [[17. Jahrhundert]]s der Löchlplatz für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die Stadtgemeinde von Salzburg<ref>unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister (1611 – 1636)]] [[Kaspar Hahn]] († 1636)</ref> den Fischmarkt an den [[Gries]], dem heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], vor die [[Alte Thürnitz]], wobei der Brunnen mit den alten Fischbecken am Löchlplatz verblieb. Die neuen Fischkalter mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich [[Santino Solari]], die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister [[Martin Pfenninger]] aus [[Himmelreich]]. Dieser schuf [[1620]] das quadratische Marmorbecken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender ''Wappenhüter'', der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das ''Recht der Stadt über den Fischmarkt'' ausdrückende [[Salzburger Stadtwappen]].<ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 8f</ref> | | Als Anfang des [[17. Jahrhundert]]s der Löchlplatz für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die Stadtgemeinde von Salzburg<ref>unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister (1611 – 1636)]] [[Kaspar Hahn]] († 1636)</ref> den Fischmarkt an den [[Gries]], dem heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], vor die [[Alte Thürnitz]], wobei der Brunnen mit den alten Fischbecken am Löchlplatz verblieb. Die neuen Fischkalter mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich [[Santino Solari]], die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister [[Martin Pfenninger]] aus [[Himmelreich]]. Dieser schuf [[1620]] das quadratische Marmorbecken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender ''Wappenhüter'', der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das ''Recht der Stadt über den Fischmarkt'' ausdrückende [[Salzburger Stadtwappen]].<ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 8f</ref> |
| − | [[1872]] wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz, wo noch der Fischmarktbrunnen aus dem Jahre 1599 stand, abgehalten, während der ''Wilde-Mann-Brunnen'' vor der [[Hofmarstall|alten Hofreitschule]], gleich neben dem heutigen Bühnenhaus des ehemaligen [[Haus für Mozart|kleinen Festspielhauses]], aufgebaut wurde. [[1896]] eröffnete [[Josef Hübl (Fischhändler)|Josef Hübl]] beim Wilde-Mann-Brunnen bei der Hofreitschule einen Verkaufsstand von Fischen. Dieser wurde [[1925]] aufgelassen. [[1937]] versetzte man den Wilde-Mann-Brunnen noch einmal und er steht seither am Rand des [[Furtwänglerpark]]s.<ref name="Fotografien">Quelle Buch [[Salzburger Fotografien 1880 - 1918]], Seite 48</ref>. | + | [[1872]] wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz, wo noch der Fischmarktbrunnen aus dem Jahre 1599 stand, abgehalten, während der ''Wilde-Mann-Brunnen'' vor der [[Hofmarstall|alten Hofreitschule]], gleich neben dem heutigen Bühnenhaus des ehemaligen [[Haus für Mozart|kleinen Festspielhauses]], aufgebaut wurde. [[1896]] eröffnete [[Josef Hübl (Fischhändler)|Josef Hübl]] beim Wilde-Mann-Brunnen nahe der Hofreitschule einen Fische-Verkaufsstand, der bis [[1925]] bestand. [[1937]] versetzte man den Wilde-Mann-Brunnen noch einmal, er steht seither am Rand des [[Furtwänglerpark]]s <ref name="Fotografien">Quelle Buch [[Salzburger Fotografien 1880 - 1918]], Seite 48</ref> am [[Max-Reinhardt-Platz]]. Dabei wurden Stufen und größere [[Marmor|marmorne]] Kalter und Bassins entfernt, kleinere belassen.<ref name="Fotografien"></ref> |
| − | 1925 wurde der Fischmarkt erneut verlegt, wieder auf den Ferdinand-Hanusch-Platz, wo er uns unter dem Namen [[Fisch Krieg]] bekannt ist. Die Fische kamen aus den umliegenden Seen und Flüssen, aber auch von den [[Lieferinger Fischer]]n.
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| − | Der Fischbrunnen wanderte stets mit, blieb aber gegenüber dem [[Haus für Mozart|Festspielhaus]] am [[Max-Reinhardt-Platz]] stehen. [[1937]] wurde er an den Rand des [[Furtwänglerpark]]s versetzt. Dabei wurden die [[Marmor|marmornen]] Kalter, Stufen und Bassins entfernt<ref name="Fotografien"></ref>.
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