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Man erzählte sich, dass es sich Hofrat Wallack zur Gewohnheit machte, seine Rückkehr vom Glockner nach Bruck an der Großglocknerstraße vom Mautner in [[Ferleiten]] ankündigen zu lassen. In Bruck lebte er mit seiner Frau Josefine, der Schwiegermutter und einer Nichte. Mit diesem Telefonanruf wusste die Familie, was zu tun ist: Die Fahne wurde gehisst, das Einfahrtstor geöffnet und sie nahmen vor dem Haus Aufstellung. Durch dieses Spalier seiner Familienmitglieder kehrte Wallack vom Arbeitstag nach Hause.  
 
Man erzählte sich, dass es sich Hofrat Wallack zur Gewohnheit machte, seine Rückkehr vom Glockner nach Bruck an der Großglocknerstraße vom Mautner in [[Ferleiten]] ankündigen zu lassen. In Bruck lebte er mit seiner Frau Josefine, der Schwiegermutter und einer Nichte. Mit diesem Telefonanruf wusste die Familie, was zu tun ist: Die Fahne wurde gehisst, das Einfahrtstor geöffnet und sie nahmen vor dem Haus Aufstellung. Durch dieses Spalier seiner Familienmitglieder kehrte Wallack vom Arbeitstag nach Hause.  
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Sein Auto war ein BMW Sportcabrio 327/28. Ein weiteres "Markenzeichen" des Ingenieurs war seine ''Glocknerkleidung'': ein heller, leicht gemusterter Anzug mit Kniehose und orangefarbener Strickkrawatte. Halbschuhe, Pullmannmütze und Trenchcoat trug er bei Betriebsabenden ebenso wie bei den alljährlichen Schneeräumungen der Großglockner Hochalpenstraße. Als passionierter Schlittschuhläufer ließ er sogar mehrmals auf der [[Fuscher Lacke]] und in [[Heiligenblut]] einen Eislaufplatz errichten und lehrte einheimischen Kinder das Eislaufen.  
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Sein Auto war ein BMW Sportcabrio 327/28. Ein weiteres "Markenzeichen" des Ingenieurs war seine ''Glocknerkleidung'': ein heller, leicht gemusterter Anzug mit Kniehose und orangefarbener Strickkrawatte. Halbschuhe, Pullmannmütze und Trenchcoat trug er bei Betriebsabenden ebenso wie bei den alljährlichen Schneeräumungen der Großglockner Hochalpenstraße. Als passionierter Schlittschuhläufer ließ er sogar mehrmals auf der [[Fuscher Lacke]] und in [[Heiligenblut]] einen Eislaufplatz errichten und lehrte einheimischen Kindern das Eislaufen.  
    
Während der Bauzeit der Glocknerstraße kehrte er von Heiligenblut nach [[Fusch an der Großglocknerstraße]] zu Fuß zurück, wenn ihm kein Fahrzeug zur Verfügung stand. Vom [[Glocknerhaus]] bis nach Ferleiten benötigte er dazu - nach eigenen Angaben - unglaubliche drei Stunden und zwanzig Minuten. Wollten andere Personen mit ihm gehen, hängte er diese durch seinen forschen Gang stets ab. Daher hat man ihm einst geraten, sich ein Schild umzuhängen, auf dem geschrieben stehen sollte "''Warnung! Alleingeher! Nachlaufen gefährlich und aussichtslos!''" Sein plötzliches Auftauchen über den Berg bei den verstreut liegenden Straßenbaustellen war gefürchtet und die Arbeiter entwickelten dafür ein eigenes Pfeifwarnsystem.  
 
Während der Bauzeit der Glocknerstraße kehrte er von Heiligenblut nach [[Fusch an der Großglocknerstraße]] zu Fuß zurück, wenn ihm kein Fahrzeug zur Verfügung stand. Vom [[Glocknerhaus]] bis nach Ferleiten benötigte er dazu - nach eigenen Angaben - unglaubliche drei Stunden und zwanzig Minuten. Wollten andere Personen mit ihm gehen, hängte er diese durch seinen forschen Gang stets ab. Daher hat man ihm einst geraten, sich ein Schild umzuhängen, auf dem geschrieben stehen sollte "''Warnung! Alleingeher! Nachlaufen gefährlich und aussichtslos!''" Sein plötzliches Auftauchen über den Berg bei den verstreut liegenden Straßenbaustellen war gefürchtet und die Arbeiter entwickelten dafür ein eigenes Pfeifwarnsystem.  
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