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Der Ferdinand-Eberherr-Preis wurde 2009 letztmalig vergeben und dann offenbar stillschweigend eingestellt
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Der Salzburger Volkskulturpreis geht auf eine Initiative der [[Salzburger Nachrichten]] in Person des Redakteurs [[Bernhard Strobl]] und [[Landesrat|Landesrätin]] [[Doraja Eberle]] zurück. Er wird von der [[Kurt-und-Felicitas-Vössing-Stiftung]] und den Referaten [[Referat 12/05 Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes|Volkskultur]] und Kulturelle Sonderprojekte des [[Land Salzburg|Landes Salzburg]] unterstützt und fördert Aktivitäten, die maßgebliche Impulse für das volkskulturelle Leben setzen. Die Bandbreite der möglichen Bewerbungen geht von erneuerten oder neuen Bräuchen über innovative Impulse im Ort und in den Regionen des Landes bis hin zu Arbeiten zur Orts- und Kulturgeschichte. Auch die Begegnung der Kulturen und Aspekte der Jugend- und Gemeinschaftsarbeit sind wichtige Kriterien.
 
Der Salzburger Volkskulturpreis geht auf eine Initiative der [[Salzburger Nachrichten]] in Person des Redakteurs [[Bernhard Strobl]] und [[Landesrat|Landesrätin]] [[Doraja Eberle]] zurück. Er wird von der [[Kurt-und-Felicitas-Vössing-Stiftung]] und den Referaten [[Referat 12/05 Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes|Volkskultur]] und Kulturelle Sonderprojekte des [[Land Salzburg|Landes Salzburg]] unterstützt und fördert Aktivitäten, die maßgebliche Impulse für das volkskulturelle Leben setzen. Die Bandbreite der möglichen Bewerbungen geht von erneuerten oder neuen Bräuchen über innovative Impulse im Ort und in den Regionen des Landes bis hin zu Arbeiten zur Orts- und Kulturgeschichte. Auch die Begegnung der Kulturen und Aspekte der Jugend- und Gemeinschaftsarbeit sind wichtige Kriterien.
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Der Preis wird als Hauptpreis mit zwei Förderpreisen vergeben. In den Volkspreis eingebunden sind seit 2007 auch der [[1997]] begründete Theaterpreis "[[Ferdinand-Eberherr-Preis]]" und der [[Museumsschlüssel]].  
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Der Preis wird als Hauptpreis mit zwei Förderpreisen vergeben. In den Volkspreis eingebunden sind seit 2007 auch der [[1997]] begründete (letztmalig im Jahr 2009 vergebene) Theaterpreis "[[Ferdinand-Eberherr-Preis]]" und der [[Museumsschlüssel]].  
    
Die Vergabe der Preise erfolgt im November.
 
Die Vergabe der Preise erfolgt im November.
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==Preisgeld==
 
==Preisgeld==
Der landesweit ausgeschriebene Preis ist mit insgesamt 25.200 Euro bestückt. Der Hauptpreis ist mit 6.000 Euro dotiert, die beiden Förderpreise sind es mit je 3.000 Euro. 6.000 Euro werden für den dreigeteilten Theaterpreis "Ferdinand-Eberherr-Preis" vergeben (3.000, 2.000 und 1.000 Euro), 7.200 Euro für den Museumsschlüssel.  
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Der landesweit ausgeschriebene Preis ist mit insgesamt 25.200 Euro bestückt. Der Hauptpreis ist mit 6.000 Euro dotiert, die beiden Förderpreise sind es mit je 3.000 Euro. 6.000 Euro wurden für den dreigeteilten Theaterpreis "Ferdinand-Eberherr-Preis" vergeben (3.000, 2.000 und 1.000 Euro), 7.200 Euro für den Museumsschlüssel.  
    
==Preisträger==
 
==Preisträger==
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===Ferdinand-Eberherr-Preis===
 
===Ferdinand-Eberherr-Preis===
Für eine Liste der Theaterpreisträger siehe [[Ferdinand-Eberherr-Preis]].
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: ''Hauptartikel: [[Ferdinand-Eberherr-Preis]]''
    
===Museumsschlüssel===
 
===Museumsschlüssel===
: '''Hauptartikel: [[Museumsschlüssel]]'''
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: ''Hauptartikel: [[Museumsschlüssel]]''
    
==Volkskulturpreis 2013==
 
==Volkskulturpreis 2013==
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Die Jury mit Univ.-Prof. Dr. [[Karl Müller]] ([[Universität Salzburg]]) als Vorsitzendem und [[Adolf Freudl]] ([[Forum Salzburger Volkskultur]]), Mag.<sup>a</sup> [[Michaela Gründler]] (Preisträgerin 2011), Prof. Dr. Manfred Seifert (Volkskundeinstitut Dresden) und Susanna Vötter-Dankl (Leopold Kohr-Akademie, regionale Kulturmanagerin) begründete ihre Entscheidung folgendermaßen:
 
Die Jury mit Univ.-Prof. Dr. [[Karl Müller]] ([[Universität Salzburg]]) als Vorsitzendem und [[Adolf Freudl]] ([[Forum Salzburger Volkskultur]]), Mag.<sup>a</sup> [[Michaela Gründler]] (Preisträgerin 2011), Prof. Dr. Manfred Seifert (Volkskundeinstitut Dresden) und Susanna Vötter-Dankl (Leopold Kohr-Akademie, regionale Kulturmanagerin) begründete ihre Entscheidung folgendermaßen:
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Das Halleiner Weihnachtsspiel 2012 "A Stern kummt auf" nach Carl Orff unter der Leitung von Univ.-Prof. [[Wolfgang Guttmann]] und Prof. [[Kurt Schwaiger]] gibt der schon jahrzehntelangen Tradition eines alpenländischen Halleiner Weihnachtssingens ein völlig neues Fundament, indem Carl Orffs gleichnamige Weihnachtslegende aufgegriffen und dem Weihnachtssingen in kreativ überzeugender Weise eine alternative Form zu den landesweit üblichen Advent-Veranstaltungen verliehen wird. Dafür bedurfte es einer in jeder Hinsicht gelungenen Bearbeitung der Partitur, Reduktion und Erweiterung zugleich. Dabei beeindruckten die Jury die äußerst sensibel gestaltete und nicht zuletzt deswegen außerordentlich wirkungsvolle Einheit von szenischer Darstellung, Gesang und chorischem Sprechen zwischen Dialekt, lateinischer und deutscher Hochsprache, weiters die Homogenität des großen musikalischen Bogens von Volkslied-Bearbeitungen bis zu Neuer Musik, das großartige Zusammenwirken von Laien und professionellen Künstlern sowie die bewegende generationenübergreifende Zusammensetzung der Mitwirkenden vom Volksschul- bis zum Seniorenalter.
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Das Halleiner Weihnachtsspiel 2012 "A Stern kummt auf" nach [[Carl Orff]] unter der Leitung von Univ.-Prof. [[Wolfgang Guttmann]] und Prof. [[Kurt Schwaiger]] gibt der schon jahrzehntelangen Tradition eines alpenländischen Halleiner Weihnachtssingens ein völlig neues Fundament, indem Carl Orffs gleichnamige Weihnachtslegende aufgegriffen und dem Weihnachtssingen in kreativ überzeugender Weise eine alternative Form zu den landesweit üblichen Advent-Veranstaltungen verliehen wird. Dafür bedurfte es einer in jeder Hinsicht gelungenen Bearbeitung der Partitur, Reduktion und Erweiterung zugleich. Dabei beeindruckten die Jury die äußerst sensibel gestaltete und nicht zuletzt deswegen außerordentlich wirkungsvolle Einheit von szenischer Darstellung, Gesang und chorischem Sprechen zwischen Dialekt, lateinischer und deutscher Hochsprache, weiters die Homogenität des großen musikalischen Bogens von Volkslied-Bearbeitungen bis zu Neuer Musik, das großartige Zusammenwirken von Laien und professionellen Künstlern sowie die bewegende generationenübergreifende Zusammensetzung der Mitwirkenden vom Volksschul- bis zum Seniorenalter.
    
Das "Woll-Lust-Strickprojekt" ist eine auf dem Feld kunsthandwerklicher Betätigung und zur Förderung generationsübergreifender Kommunikation und Eigentätigkeit ausgesprochen interessante Initiative. Bemerkenswert und impulsgebend sind dabei zwei Aspekte: Häkeln, Stricken und Nähen werden erstens aus ihren traditionellen Vorstellungen und Zuschreibungen befreit und gewinnen unter professioneller Anleitung einen Platz im Kontext eigenständig und eigenhändig getätigter Kunst- und Design-Gestaltung. Schließlich schmücken die Kunstwerke den öffentlichen Raum, indem etwa eine "Kunst-Telefonzelle" oder öffentliche Plätze auf kreativ-überraschende Weise mit den bunten und formschönen Häkel-, Strick- und Näh-Produkten gestaltet werden – im Zusammenwirken mit der Stadt.
 
Das "Woll-Lust-Strickprojekt" ist eine auf dem Feld kunsthandwerklicher Betätigung und zur Förderung generationsübergreifender Kommunikation und Eigentätigkeit ausgesprochen interessante Initiative. Bemerkenswert und impulsgebend sind dabei zwei Aspekte: Häkeln, Stricken und Nähen werden erstens aus ihren traditionellen Vorstellungen und Zuschreibungen befreit und gewinnen unter professioneller Anleitung einen Platz im Kontext eigenständig und eigenhändig getätigter Kunst- und Design-Gestaltung. Schließlich schmücken die Kunstwerke den öffentlichen Raum, indem etwa eine "Kunst-Telefonzelle" oder öffentliche Plätze auf kreativ-überraschende Weise mit den bunten und formschönen Häkel-, Strick- und Näh-Produkten gestaltet werden – im Zusammenwirken mit der Stadt.
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Dr. Christine Schweinösters langjährige Geschichtsprojekte, die Lofer und das Salzburger Saalachtal betreffen und in Kooperation mit einem geschichtsbewussten Team erarbeitet werden, verdienen wegen ihrer kulturgeschichtlichen Differenziertheit besondere Anerkennung. Jene Tafeln, die an den Häusern des historischen Ortes Lofer angebracht sind, umfassen historische Bildmaterialien und bestens aufbereitete, alle Lebensbereiche thematisierende Informationen, die geeignet sind, das Geschichtsbewusstsein sowohl von Einheimischen als auch Besucherinnen und Besuchern nachhaltig zu stärken. Sie tragen damit auch zur Identitätsstiftung dieser Region bei. Werden durch die exzellent gestalteten Informationstafeln einzelne Brennpunkte historischen Geschehens vergegenwärtigt, so wird im Buch- und Ausstellungsprojekt – zuletzt "Männer des unteren Saalachtales von 1855 bis 1945" – eine genderorientierte Alltagsgeschichte einer Region fassbar, die ohne diese historiographische Arbeit unwiederbringlich vergessen wäre.  
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Dr. [[Christine Schweinöster]]s langjährige Geschichtsprojekte, die Lofer und das Salzburger Saalachtal betreffen und in Kooperation mit einem geschichtsbewussten Team erarbeitet werden, verdienen wegen ihrer kulturgeschichtlichen Differenziertheit besondere Anerkennung. Jene Tafeln, die an den Häusern des historischen Ortes Lofer angebracht sind, umfassen historische Bildmaterialien und bestens aufbereitete, alle Lebensbereiche thematisierende Informationen, die geeignet sind, das Geschichtsbewusstsein sowohl von Einheimischen als auch Besucherinnen und Besuchern nachhaltig zu stärken. Sie tragen damit auch zur Identitätsstiftung dieser Region bei. Werden durch die exzellent gestalteten Informationstafeln einzelne Brennpunkte historischen Geschehens vergegenwärtigt, so wird im Buch- und Ausstellungsprojekt – zuletzt "Männer des unteren Saalachtales von 1855 bis 1945" – eine genderorientierte Alltagsgeschichte einer Region fassbar, die ohne diese historiographische Arbeit unwiederbringlich vergessen wäre.  
    
==Quellen==
 
==Quellen==

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