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== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
 
[[Landesrat|Landesrätin]] Mag.<sup>a</sup><ref>{{magistra}}</ref> [[Martina Berthold]], [[Landtagspräsident]]in Dr. [[Brigitta Pallauf]], [[Bürgermeister der Stadt Neumarkt am Wallersee|Bürgermeister]] Dipl.-Ing. [[Adolf Rieger|Adi Rieger]] und einer der geistigen Schöpfer dieser Ausstellung, "[[Von Hier Und Dort|Von Hier. Und Dort.]]", und wissenschaftlicher Leiter im Landesmuseum Burgenland , Mag. [[Michael Weese]], erläuterten in ihren Reden ihre Blickwinkel zum Thema dieser Schau: „''Geschichte(n) von Migration und Integration im Salzburger Land.''“ Museumsleiterin [[Ingrid Weydemann]] MAS und der Obmann des [[Museumsverein Neumarkt am Wallersee|Museumsvereins Fronfeste]], Dr. Ulrich Sinnißbichler, konnten sich über eine komplette Neugestaltung des [[Museum in der Fronfeste|Museums in der Fronfeste]] freuen.
 
[[Landesrat|Landesrätin]] Mag.<sup>a</sup><ref>{{magistra}}</ref> [[Martina Berthold]], [[Landtagspräsident]]in Dr. [[Brigitta Pallauf]], [[Bürgermeister der Stadt Neumarkt am Wallersee|Bürgermeister]] Dipl.-Ing. [[Adolf Rieger|Adi Rieger]] und einer der geistigen Schöpfer dieser Ausstellung, "[[Von Hier Und Dort|Von Hier. Und Dort.]]", und wissenschaftlicher Leiter im Landesmuseum Burgenland , Mag. [[Michael Weese]], erläuterten in ihren Reden ihre Blickwinkel zum Thema dieser Schau: „''Geschichte(n) von Migration und Integration im Salzburger Land.''“ Museumsleiterin [[Ingrid Weydemann]] MAS und der Obmann des [[Museumsverein Neumarkt am Wallersee|Museumsvereins Fronfeste]], Dr. Ulrich Sinnißbichler, konnten sich über eine komplette Neugestaltung des [[Museum in der Fronfeste|Museums in der Fronfeste]] freuen.
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== Neumarkt war seit jeher Drehscheibe von Flüchtlingen ==
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In seinen Begrüßungsworten meinte Bürgermeister Adi Rieger, er sei stolz darauf, dass die junge Stadt Neumarkt am Wallersee Teil der Landesausstellung 20.16 sei. Und er sei stolz auf den so aktiven Museumsverein unter Leitung des Obmanns Dr. Ulrich Sinnißbichler, dem es gelungen ist, diese Ausstellung nach Neumarkt zu bringen. Sie zeigt die lokale Geschichte professionell aufgearbeitet.
    
Mag. Weese stellte freundlicherweise seine bemerkenswerte Rede für das Salzburgwiki zur Verfügung, die nachstehend zu lesen ist. Es wird ersucht, diese nicht zu verändern, da es sich um eine wortgetreue Wiedergabe der Rede handelt.
 
Mag. Weese stellte freundlicherweise seine bemerkenswerte Rede für das Salzburgwiki zur Verfügung, die nachstehend zu lesen ist. Es wird ersucht, diese nicht zu verändern, da es sich um eine wortgetreue Wiedergabe der Rede handelt.
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== Rede Mag. Michael Weese ==
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=== Rede Mag. Michael Weese ===
 
''Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Landesrat, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Freunde und Freundinnen des Museums Fronfeste, liebe Vordenker, Mitdenker und Unterstützer dieser Ausstellung, meine sehr geehrten Damen und Herren''
 
''Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Landesrat, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Freunde und Freundinnen des Museums Fronfeste, liebe Vordenker, Mitdenker und Unterstützer dieser Ausstellung, meine sehr geehrten Damen und Herren''
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=== Anlass der Ausstellung ===
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==== Anlass der Ausstellung ====
 
''Es ist nicht oft der Fall, dass die Eröffnung einer Ausstellung in einem Stadtmuseum eine solch hohe Beteiligung erfährt, dass sie vis a vis in ein größeres Haus ausweichen muss<ref>Die Eröffnung fand aus Platzgründen nicht im Museum selbst statt, sondern im ehemaligen Gebäude der [[Hauptfeuerwache Neumarkt am Wallersee|Hauptfeuerwache]] der [[Freiwillige Feuerwehr Neumarkt am Wallersee|Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt am Wallersee]]</ref>, es ist nicht oft der Fall, dass eine Ausstellung ein solch hohes Engagement, ein so reges Interesse, und auch so viele Diskussionen bereits schon im Vorfeld erweckt. Das zeigt, dass diese Ausstellung eine ganz besondere ist, besonders deswegen, weil sie sich nicht scheut, ein heute aktuelles Thema in seiner historischen Tiefe zu beleuchten, um von dort wieder in der Gegenwart anzukommen und sich ihren Fragen zu stellen. Ein Thema, dass die [[Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee|Stadtgemeinde Neumarkt]] betrifft und gleichzeitig betroffen macht.''
 
''Es ist nicht oft der Fall, dass die Eröffnung einer Ausstellung in einem Stadtmuseum eine solch hohe Beteiligung erfährt, dass sie vis a vis in ein größeres Haus ausweichen muss<ref>Die Eröffnung fand aus Platzgründen nicht im Museum selbst statt, sondern im ehemaligen Gebäude der [[Hauptfeuerwache Neumarkt am Wallersee|Hauptfeuerwache]] der [[Freiwillige Feuerwehr Neumarkt am Wallersee|Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt am Wallersee]]</ref>, es ist nicht oft der Fall, dass eine Ausstellung ein solch hohes Engagement, ein so reges Interesse, und auch so viele Diskussionen bereits schon im Vorfeld erweckt. Das zeigt, dass diese Ausstellung eine ganz besondere ist, besonders deswegen, weil sie sich nicht scheut, ein heute aktuelles Thema in seiner historischen Tiefe zu beleuchten, um von dort wieder in der Gegenwart anzukommen und sich ihren Fragen zu stellen. Ein Thema, dass die [[Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee|Stadtgemeinde Neumarkt]] betrifft und gleichzeitig betroffen macht.''
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''Wir denken, dass gerade für ein Orts- und Regionalmuseum die zukünftige Herausforderung und seine kulturelle wie auch seine soziale Verantwortung darin bestehen wird, Vielfalt als eigenen Wert zu erkennen. Vielfalt als Wert zu entdecken, erfordert, dass ein Museum sich heute in Wertediskussionen einzubringen hat, dass es kritisches und differenziertes Wissen fordert und fördert und dass es Räume bereitstellt, die Vielfalt überhaupt erst ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei der Wert der Begegnung. Vor allem der Wert der Begegnung mit Menschen und der Wert der Begegnung mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten.''
 
''Wir denken, dass gerade für ein Orts- und Regionalmuseum die zukünftige Herausforderung und seine kulturelle wie auch seine soziale Verantwortung darin bestehen wird, Vielfalt als eigenen Wert zu erkennen. Vielfalt als Wert zu entdecken, erfordert, dass ein Museum sich heute in Wertediskussionen einzubringen hat, dass es kritisches und differenziertes Wissen fordert und fördert und dass es Räume bereitstellt, die Vielfalt überhaupt erst ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei der Wert der Begegnung. Vor allem der Wert der Begegnung mit Menschen und der Wert der Begegnung mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten.''
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=== Idee der Ausstellung ===
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==== Idee der Ausstellung ====
 
''Diesem Wert der Begegnung haben wir auch bei der Ausstellungsgestaltung versucht Rechnung zu tragen: Die gestalterischen Leitmotive dieser Ausstellung sind der Kreis und das Haus. Warum? Kreise schließen ein und sie können auch ausschließen. Dort, wo sich zwei Kreise berühren oder überschneiden, entstehen Zwischenräume des Miteinanders. Das Motiv des Hauses wiederum nehmen die Raumtexte und die Vitrinen der Ausstellung auf: In ihrer schematischen Vereinfachung symbolisieren sie so etwas wie eine Grundform des Zuhauses, sie sind aber auch als Speicher zu interpretieren – als Speicher von unterschiedlichen Erinnerungen und Gedächtnissen. Das Gestaltungsteam toikoi unterstützt damit kongenial den kuratorischen Gedanken der Begegnung mit dem Anderen und dem Eigenen in zweifacher Weise. Es hat damit wunderschöne Bedeutungsräume geschaffen, die ein schwieriges Thema sinnlich erfahrbar machen.''
 
''Diesem Wert der Begegnung haben wir auch bei der Ausstellungsgestaltung versucht Rechnung zu tragen: Die gestalterischen Leitmotive dieser Ausstellung sind der Kreis und das Haus. Warum? Kreise schließen ein und sie können auch ausschließen. Dort, wo sich zwei Kreise berühren oder überschneiden, entstehen Zwischenräume des Miteinanders. Das Motiv des Hauses wiederum nehmen die Raumtexte und die Vitrinen der Ausstellung auf: In ihrer schematischen Vereinfachung symbolisieren sie so etwas wie eine Grundform des Zuhauses, sie sind aber auch als Speicher zu interpretieren – als Speicher von unterschiedlichen Erinnerungen und Gedächtnissen. Das Gestaltungsteam toikoi unterstützt damit kongenial den kuratorischen Gedanken der Begegnung mit dem Anderen und dem Eigenen in zweifacher Weise. Es hat damit wunderschöne Bedeutungsräume geschaffen, die ein schwieriges Thema sinnlich erfahrbar machen.''
 
 
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''Ergänzt werden all diese vielleicht überraschenden Perspektiven durch persönliche Zitate im Eisenhutzimmer. Dieses Zimmer öffnet sich auch außerhalb dieser Sonderausstellung immer einmal pro Woche als [[Begegnungscafe|Begegnungscafé]] für [[Asylwerber in Salzburg|Asylwerber]]<nowiki>Innen</nowiki> und engagierte NeumarkterInnen. Für diesen Raum haben wir Kuratoren Einheimische, Zugezogene und Heimatsuchende gebeten, der Ausstellung ihre persönlichen Gedanken zum Fortgehen, zum Ankommen und zum Bleiben mitzugeben. In kurzen Statements erzählen sie, was Neumarkt heute für sie bedeutet. Die Besucherinnen und Besucher unserer Ausstellung sind zur Begegnung mit all diesen Geschichten und mit den Menschen hinter den Geschichten eingeladen. Einiges wird vielleicht für Sie verstörend sein, anderes erhellend, anderes wiederum zum Weiterdenken in Bezug auf gesellschaftspolitische wie auch auf menschliche Fragen zu Migration und Integration anregen. Dass es für jeden Einzelnen auch die Möglichkeit gibt, in der Ausstellung nicht nur „den anderen“ sondern auch sich selbst zu begegnen, ermöglicht ein „Identitätsausweis“, der allen Besucherinnen und Besuchern unserer Ausstellung mit der Eintrittskarte mitgegeben wird und der ihr Schauen und ihren Rundgang durch Fragen begleitet. Es sind dies so Fragen, wie: „Woher kommst Du, woher deine Eltern und Großeltern?“, „Zu welchen Kreisen zählst Du Dich?“ und ähnliche mehr. Am Ende des Ausstellungsrundganges erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Computertest, der ihr bisher erworbenes Wissen zu Migration abfragt und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit anbietet, noch mehr erfahren zu können.''
 
''Ergänzt werden all diese vielleicht überraschenden Perspektiven durch persönliche Zitate im Eisenhutzimmer. Dieses Zimmer öffnet sich auch außerhalb dieser Sonderausstellung immer einmal pro Woche als [[Begegnungscafe|Begegnungscafé]] für [[Asylwerber in Salzburg|Asylwerber]]<nowiki>Innen</nowiki> und engagierte NeumarkterInnen. Für diesen Raum haben wir Kuratoren Einheimische, Zugezogene und Heimatsuchende gebeten, der Ausstellung ihre persönlichen Gedanken zum Fortgehen, zum Ankommen und zum Bleiben mitzugeben. In kurzen Statements erzählen sie, was Neumarkt heute für sie bedeutet. Die Besucherinnen und Besucher unserer Ausstellung sind zur Begegnung mit all diesen Geschichten und mit den Menschen hinter den Geschichten eingeladen. Einiges wird vielleicht für Sie verstörend sein, anderes erhellend, anderes wiederum zum Weiterdenken in Bezug auf gesellschaftspolitische wie auch auf menschliche Fragen zu Migration und Integration anregen. Dass es für jeden Einzelnen auch die Möglichkeit gibt, in der Ausstellung nicht nur „den anderen“ sondern auch sich selbst zu begegnen, ermöglicht ein „Identitätsausweis“, der allen Besucherinnen und Besuchern unserer Ausstellung mit der Eintrittskarte mitgegeben wird und der ihr Schauen und ihren Rundgang durch Fragen begleitet. Es sind dies so Fragen, wie: „Woher kommst Du, woher deine Eltern und Großeltern?“, „Zu welchen Kreisen zählst Du Dich?“ und ähnliche mehr. Am Ende des Ausstellungsrundganges erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Computertest, der ihr bisher erworbenes Wissen zu Migration abfragt und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit anbietet, noch mehr erfahren zu können.''
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=== Danksagung ===
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==== Danksagung ====
 
''Die Ausstellung von „Von Hier. Und Dort.“ kann also auf sehr unterschiedliche Zugänge und auf zahlreiche Beiträge aufbauen. Sie hat – im Rahmen des finanziell und personell Möglichen – ganz bewusst den Weg eines vielschichtigen Ausstellungsprojekts mit unterschiedlichsten Blickweisen eingeschlagen, welches auf soziologischen, geschichtlichen, archäologischen, ethnographischen und biografischen Recherchen in Verbindung mit künstlerischen Positionen basiert. Es ist mir an dieser Stelle ein persönliches Bedürfnis, dem gesamten engagierten Team zu danken, dass wir nun gemeinsam „Von Hier. Und Dort.“ zeigen können. Ihr seid es, die aus einer Idee letztendlich die Ausstellung gemacht haben: Liebe Ingrid Weydemann, liebe Belinda Simon, Maria Berngruber, Christina Dax , liebe Chiara Riccardi, Isabelle Blanc– ganz herzlichen Dank!''
 
''Die Ausstellung von „Von Hier. Und Dort.“ kann also auf sehr unterschiedliche Zugänge und auf zahlreiche Beiträge aufbauen. Sie hat – im Rahmen des finanziell und personell Möglichen – ganz bewusst den Weg eines vielschichtigen Ausstellungsprojekts mit unterschiedlichsten Blickweisen eingeschlagen, welches auf soziologischen, geschichtlichen, archäologischen, ethnographischen und biografischen Recherchen in Verbindung mit künstlerischen Positionen basiert. Es ist mir an dieser Stelle ein persönliches Bedürfnis, dem gesamten engagierten Team zu danken, dass wir nun gemeinsam „Von Hier. Und Dort.“ zeigen können. Ihr seid es, die aus einer Idee letztendlich die Ausstellung gemacht haben: Liebe Ingrid Weydemann, liebe Belinda Simon, Maria Berngruber, Christina Dax , liebe Chiara Riccardi, Isabelle Blanc– ganz herzlichen Dank!''
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=== Schlussgedanke ===
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==== Schlussgedanke ====
 
''Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss, erlauben Sie mir noch einen letzten Gedanken: Historische Erinnerung darf nie ausschließlich rückwärtsgewandt sein, sondern sie ist stets auch ein Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Erinnern an unterschiedlichste Geschichten von Flucht und Vertreibung, vom Fortgehen und vom Hier-Ankommen, macht aufmerksam, hält Erinnerung lebendig und transportiert sie ins Heute.''
 
''Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss, erlauben Sie mir noch einen letzten Gedanken: Historische Erinnerung darf nie ausschließlich rückwärtsgewandt sein, sondern sie ist stets auch ein Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Erinnern an unterschiedlichste Geschichten von Flucht und Vertreibung, vom Fortgehen und vom Hier-Ankommen, macht aufmerksam, hält Erinnerung lebendig und transportiert sie ins Heute.''
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''Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. ''
 
''Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. ''
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== Zwei Kastanien als Erinnerung ==
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Landesrätin Mag.<sup>a</sup> Berthold betonte, dass heute bei der Begegnung mit Asylwerbern die Loslösung von Nummern hin zu den Namen dieser Menschen ein zentrales Anliegen und wichtiger Schritt zur Eingliederung dieser Menschen in unser Leben darstellt.
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"''Die Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung bewegt diese Tage viele Salzburgerinnen und Salzburger. Die Ausstellung liefert einen wichtigen Beitrag zur bewussten Auseinandersetzung mit dem Thema der Migration. Sie regt zum Nachdenken an''", so Landesrätin Berthold.
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Beeindruckt zeigte sich die Landesrätin von der Kunst-Installation „Pocket Memories“ des iranischen Künstlers [[Farshido Larimian]]. Der persische Künstler installierte Erinnerungsstücke, die Menschen auf der Flucht aus ihrer alten Heimat mitnahmen. Und Berthold überlegte sich, was sie wohl als Erinnerungsstück mitnähme, müsste sie flüchten. Sie fand dazu beim Anziehen in ihrer Jackentasche zwei Kastanien – diese wären ihre Erinnerungsstücke an ihre Heimat.
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"''Die Ausstellung greift nicht nur das aktuell präsente Thema Migration und Integration auf, sie spürt auch der Frage nach Zugehörigkeiten und Identitäten nach. Migration ist kein Phänomen der Gegenwart, sondern ist Teil der Menschheitsgeschichte und auch Teil von Neumarkt''", so Landtagspräsidentin Dr. Pallauf, die auf die "besondere Bedeutung der Regionalmuseen, nicht nur heuer im Jubiläumsjahr 2016“ hinwies.
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== „Er hat jetzt still zu sein und merke auf, …“ ==
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Museumsleiterin Ingrid Weydemann MAS und der Obmann des Museumsvereins Fronfeste, Dr. Ulrich Sinnißbichler, freuten sich über den Andrang bei der Eröffnung der Ausstellung am Abend des 19. Mai 2016. Diese fand in weiser Voraussicht des zu erwartenden Publikumsinteresses in der alten Feuerwehr statt, da das Museum dafür zu klein gewesen wäre.
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Der Festakt in der alten Hauptfeuerwache wurde vom Quartett der [[Trachtenmusikkapelle Neumarkt am Wallersee]] und Leonardo Bartolovic, der Musik aus Kroatien, Italien und Bosnien spielte, musikalisch umrahmt. Der [[Rotary Club Neumarkt-Wallersee]] sorgte für das leibliche Wohl, die Erlöse des Verkaufs werden dem Museum in der Fronfeste zugutekommen.
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Unterhaltsam war der Auftritt der [[Theatergruppe Neumarkt am Wallersee]] mit dem zeitgenössischen Stück um 1816, „Grenzwatsch’n“, in dem es um eine Streiterei zwischen einer „Häuslerin“ und einem Bäcker ging. Ein Zeughaus der Feuerwehr gehört jeweils zur Hälfte den Streithanseln, die nun jeweils den gesamten Besitz verlangten. Der Amtmann, dargestellt von Rupert Lenzenweger, verbat sich zu Beginn die Einmischung von Bürgermeister Adi Rieger in „seine Amtshandlung“: „Er hat jetzt still zu sein und merke auf, damit er in 200 Jahren es ebenso gut mache“ meinte der Amtmann zu Rieger. Gelöst wurde übrigens die Streiterei, in dem der Sohn der Häuslerin zum Bäcker in die Lehre ging, der im Zeughaus seine Bäckerei erweitern wollte.
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Das Museum in der Fronfeste erstrahlt in komplett neuem Glanz ==
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Im Anschluss an den Festakt bestand die Möglichkeit die nach moderner Museumspädagogik gestaltete Ausstellung im komplett neu gestalteten Museum in der Fronfeste zu besuchen. Schon rein äußerlich hat es durch die Sanierung aller Fenster und Türen sowie dem einheitlichen Weiß aller Wände im gesamten Haus und neuem Bodenbelag im Eingangsbereich sehr gewonnen. Leitsymbole im Boden führen den Besucher durch die Ausstellung, Kreise und Hausdarstellungen ziehen sich ebenfalls als rote Fäden durch sie. Jeder Besuch erhält einen „Identitätspass“, in dem er seine einigen Wurzeln und seine Herkunft erforschen und schriftlich festhalten kann. Wer sich Zeit für die Ausstellung nimmt, erfährt viel über Migration und Integration in Neumarkt am Wallersee und kann abschließend sein Wissen bei einem Computer-Quiz testen.
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== Öffnungszeiten ==
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Die Ausstellung ist vom 20. Mai bis 31. Oktober 2016 Donnerstag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Freitag, Samstag und Sonntag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu sehen. Nach Voranmeldung für Gruppen, Führungen, Kulturvermittlungsprogramme, Workshops und Projekttage.
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== Anmeldungen ==
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:Ingrid Weydemann Telefon 06 60 – 7 38 98 34 oder museum@neumarkt.at
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:Belinda Simon Telefon 06 99 – 10 50 78 64  oder kulturvermittlung@neumarkt.at
    
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