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| | Die Stuckdecken in den Prunkräumem im 2. Stock sind weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben. Die Stuckausstattung wird [[Elia Castello]] zugeschrieben, von dem auch die [[Gabrielskapelle]] im [[Sebastiansfriedhof]] stammt. | | Die Stuckdecken in den Prunkräumem im 2. Stock sind weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben. Die Stuckausstattung wird [[Elia Castello]] zugeschrieben, von dem auch die [[Gabrielskapelle]] im [[Sebastiansfriedhof]] stammt. |
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| − | Der Tugendensaal hatte ursprünglich die Funktion eines Vorzimmers (Antecamera) zu den anschließenden Repräsentationsräumen. In der Stuckdecke sind die drei theologischen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, sowie die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Stärke, Weisheit und Mäßigkeit dargestellt. | + | ===Tugendensaal=== |
| | + | Der Tugendensaal hatte ursprünglich die Funktion eines Vorzimmers (Antecamera) zu den anschließenden Repräsentationsräumen. In der Stuckdecke sind die drei theologischen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, sowie die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit (iustitia), Mäßigung (temperantia), Stärke (fortitudo) und Weisheit (sapientia) dargestellt. |
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| − | Der Gloriensaal war ursprünglich wohl der Empfangssaal, dessen Stuck die geistliche Funktion des Herrschers symbolisierte. Das Mittelstück der Decke schmückt eine Gloriole von Engelschören um das Symbol Gottes. In den seitlichen Feldern sind Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt. | + | ===Gloriensaal=== |
| | + | Der Gloriensaal war ursprünglich wohl der Empfangssaal, dessen Stuck die geistliche Funktion des Herrschers symbolisierte. Die Mitte der Decke schmückt eine quadratische Gloriole, in der Engelschöre um das hebräische Wortsymbol ''JHWH'' (Jahwe) herum schweben und Gott loben und preisen. In vier rechteckigen Stuckbildern, die seitlich die Gloriole umgegeben, sind vier Szenen von der Geburt Jesu dargestellt: Maria Empfängnis, Herbergssuche, Geburt im Stall zu Bethlehem, Maria präsentiert Jesus im Tempel |
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| | + | ===Ständesaal=== |
| | Der Ständesaal präsentiert die weltliche Macht des Erzbischofs. Die Stuckdecke zeigt staatstreues, aufopferndes Verhalten aus der römischen Königsgeschichte nach Titus Livius: ''Horatius Cocles verteidigt die Tiberbrücke'' (Oval Mitte), ''Mucius Scaevola legt seine Hand ins Feuer'' und ''Opfertod des Marcus Curtius''. | | Der Ständesaal präsentiert die weltliche Macht des Erzbischofs. Die Stuckdecke zeigt staatstreues, aufopferndes Verhalten aus der römischen Königsgeschichte nach Titus Livius: ''Horatius Cocles verteidigt die Tiberbrücke'' (Oval Mitte), ''Mucius Scaevola legt seine Hand ins Feuer'' und ''Opfertod des Marcus Curtius''. |
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| | + | ===Feldherrenzimmer=== |
| | Das Feldherrenzimmer zeigt vier Halbreliefbilder von Heerführern (Karl der Große, Gottfried von Bouillon, Kaiser Karl V. und Don Juan d'Austria), die Wolf Dietrich als Vorbilder galten. | | Das Feldherrenzimmer zeigt vier Halbreliefbilder von Heerführern (Karl der Große, Gottfried von Bouillon, Kaiser Karl V. und Don Juan d'Austria), die Wolf Dietrich als Vorbilder galten. |
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| | Eine Besonderheit bildet die Ausstattung des anschließenden Baderaumes mit farbigem Stuck und Mosaik. Ein Heizkessel im Nebenraum versorgte das Badezimmer mit Warmwasser. | | Eine Besonderheit bildet die Ausstattung des anschließenden Baderaumes mit farbigem Stuck und Mosaik. Ein Heizkessel im Nebenraum versorgte das Badezimmer mit Warmwasser. |
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| | + | ===Bischofssaal=== |
| | Der Bischofssaal, mit einer Holzdecke und dem geschnitzten Wappen Wolf Dietrichs im Mittelfeld, bildete ursprünglich den Abschluss der fürstlichen Prunkräume an der Westfront. Die heutige Bezeichnung des Saales kam erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf, nachdem man die Porträts der Fürsterzbischöfe von [[Markus Sittikus]] bis Hieronymus Colloredo aus der alten Universität dort angebracht hatte. | | Der Bischofssaal, mit einer Holzdecke und dem geschnitzten Wappen Wolf Dietrichs im Mittelfeld, bildete ursprünglich den Abschluss der fürstlichen Prunkräume an der Westfront. Die heutige Bezeichnung des Saales kam erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf, nachdem man die Porträts der Fürsterzbischöfe von [[Markus Sittikus]] bis Hieronymus Colloredo aus der alten Universität dort angebracht hatte. |
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