Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
886 Bytes hinzugefügt ,  20:38, 21. Mai 2016
überarbeitet ~~~~ (Prunksäale)
Zeile 26: Zeile 26:  
==Die Prunkräume==
 
==Die Prunkräume==
 
[[Bild:Tugendensaal.jpg|thumb|Die Stuckdecke im ''Tugendensaal'']]
 
[[Bild:Tugendensaal.jpg|thumb|Die Stuckdecke im ''Tugendensaal'']]
Die Stuckdecken in den Prunkräumem im 2. Stock sind weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben. Die Stuckausstattung wird [[Elia Castello]] zugeschrieben, von dem auch die [[Gabrielskapelle]] im [[Sebastiansfriedhof]] stammt.
+
In den Prunkräumem im 2. Stock sind die Stuckdecken weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben. Der gefärbte Stuck, in den vier Farben blau-grün-ockergelb-rotbraun, auf weißem Grund und schwarzen Linien,  in allen Prunkräumen wird [[Elia Castello]] zugeschrieben, von dem auch die [[Gabrielskapelle]] im [[Sebastiansfriedhof]] stammt und ist mit der Jahreszahl [[1602]] ( im Ständesaal, über der Tür) datiert .
    
===Tugendensaal===
 
===Tugendensaal===
Der Tugendensaal hatte ursprünglich die Funktion eines Vorzimmers (Antecamera) zu den anschließenden Repräsentationsräumen. In der Stuckdecke sind die drei theologischen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, sowie die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit (iustitia), Mäßigung (temperantia), Stärke (fortitudo) und Weisheit (sapientia) dargestellt.
+
Der Tugendensaal hatte ursprünglich die Funktion eines Vorzimmers (Antecamera) für die daran anschließenden Repräsentationsräume. In der Stuckdecke sind die drei christlichen Tugenden Glaube (lat. fides), Hoffnung (lat. spes) und Liebe (lat. caritas), sowie die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit (lat. iustitia), Mäßigung (lat. temperantia), Stärke (lat. fortitudo) und Weisheit (lat. sapientia) dargestellt.
    
===Gloriensaal===
 
===Gloriensaal===
Der Gloriensaal war ursprünglich wohl der Empfangssaal, dessen Stuck die geistliche Funktion des Herrschers symbolisierte. Die Mitte der Decke schmückt eine quadratische Gloriole, in der Engelschöre um das hebräische Wortsymbol ''JHWH'' (Jahwe) herum schweben und Gott loben und preisen. In vier rechteckigen Stuckbildern, die seitlich die Gloriole umgegeben, sind vier Szenen von der Geburt Jesu dargestellt: Maria Empfängnis, Herbergssuche, Geburt im Stall zu Bethlehem, Maria präsentiert Jesus im Tempel
+
Der Gloriensaal war ursprünglich wohl ein Empfangssaal, dessen Stuck an die die geistliche Macht des Erzbischofs erinnern sollte. Die Mitte der Decke schmückt eine quadratische Gloriole, in der Engelschöre um das hebräische Wortsymbol ''JHWH'' (Jahwe) herum schweben und Gott loben und preisen. In vier rechteckigen Stuckbildern, die seitlich die Gloriole umgegeben, sind vier Szenen von der Geburt Jesu dargestellt: Mariä Verkündigung durch den Erzengel Gabriel, Herbergssuche in Bethlehem, Geburt im Stall zu Bethlehem, Jesus wird von Maria und Josef in den  Tempel gebracht, damit dieser von einem Hohen Priester beschnitten werde. Die Ecken sind mit Ranken aus Blumen- und Obstgirlanden, sowie Bändern verziert, die sich aus Vasen herausranken und mit Engelsköpfen und Serafinen (Engel mit weit schwingenden Flügeln) durchsetzt sind.
    
===Ständesaal===
 
===Ständesaal===
Der Ständesaal präsentiert die weltliche Macht des Erzbischofs. Die Stuckdecke zeigt staatstreues, aufopferndes Verhalten aus der römischen Königsgeschichte nach Titus Livius: ''Horatius Cocles verteidigt die Tiberbrücke'' (Oval Mitte), ''Mucius Scaevola legt seine Hand ins Feuer'' und ''Opfertod des Marcus Curtius''.
+
In diesem Saal traten - erst nach dem Tod von Wolf Dietrich - ab [[1620]] die drei [[Salzburger Landstände]]. Der Ständesaal erinnert an die weltliche Macht des Erzbischofs als Fürst. Die Stuckdecke zeigt staatstreues, aufopferndes Verhalten aus der römischen Königsgeschichte nach Titus Livius: ''Horatius Cocles verteidigt die Tiberbrücke'' (Oval Mitte), ''Mucius Scaevola legt seine Hand ins Feuer'' und ''Opfertod des Marcus Curtius''.
    
===Feldherrenzimmer===
 
===Feldherrenzimmer===
Das Feldherrenzimmer zeigt vier Halbreliefbilder von Heerführern (Karl der Große, Gottfried von Bouillon, Kaiser Karl V. und Don Juan d'Austria), die Wolf Dietrich als Vorbilder galten.
+
Das Feldherrenzimmer zeigt um das Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau herum vier Halbreliefe von Heerführern, die Wolf Dietrich als Vorbilder galten:
 
+
: Karl der Große (784-814), Gottfried von Bouillon (um 1060-1100), Kaiser Karl V. (1500-1558) und Don Juan d'Austria (1547-1578) <br /> Eine Besonderheit ist die Ausstattung des anschließenden Baderaumes mit farbigem Stuck und Mosaik. Ein Heizkessel im Nebenraum versorgte das Badezimmer mit Warmwasser.
Eine Besonderheit bildet die Ausstattung des anschließenden Baderaumes mit farbigem Stuck und Mosaik. Ein Heizkessel im Nebenraum versorgte das Badezimmer mit Warmwasser.
      
===Bischofssaal===
 
===Bischofssaal===
Der Bischofssaal, mit einer Holzdecke und dem geschnitzten Wappen Wolf Dietrichs im Mittelfeld, bildete ursprünglich den Abschluss der fürstlichen Prunkräume an der Westfront. Die heutige Bezeichnung des Saales kam erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf, nachdem man die Porträts der Fürsterzbischöfe von [[Markus Sittikus]] bis Hieronymus Colloredo aus der alten Universität dort angebracht hatte.
+
Der Bischofssaal, mit einer Holzdecke und dem geschnitzten [[Wappen]] [[[[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrichs]] im Mittelfeld, bildete ursprünglich den Abschluss der fürstlichen Prunkräume an der Westfront. Die heutige Bezeichnung des Saales kam erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf, nachdem man die Porträts der Fürsterzbischöfe von [[Markus Sittikus]] bis [[Hieronymus Graf Colloredo]] aus der [[Alte Universität|alten Universität]] hier angebracht hatte.
    
==Das Gebäude heute==
 
==Das Gebäude heute==
 
Heute beherbergt die Neue Residenz das neue [[Salzburg Museum]], früher [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], das seit 1. Juni 2007 geöffnet ist. Hier ist in einem getrennten Raum auch das bekannte [[Panorama Museum|Sattler-Panorama]] zu bewundern, das [[Johann Michael Sattler]] mit Hilfe von [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Schindler]] (Figuren) malte. [[1829]] war das große Rundgemälde, das als Großbild die Architektur der Stadt und Umgebung der Zeit minutiös festhielt, fertig. Auf den Glockenspielturm bietet das ''[[Salzburg Museum]]'' jeden Donnerstag um 17:30 Uhr und jeden Freitag um 10:30 Uhr Führungen an.
 
Heute beherbergt die Neue Residenz das neue [[Salzburg Museum]], früher [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], das seit 1. Juni 2007 geöffnet ist. Hier ist in einem getrennten Raum auch das bekannte [[Panorama Museum|Sattler-Panorama]] zu bewundern, das [[Johann Michael Sattler]] mit Hilfe von [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Schindler]] (Figuren) malte. [[1829]] war das große Rundgemälde, das als Großbild die Architektur der Stadt und Umgebung der Zeit minutiös festhielt, fertig. Auf den Glockenspielturm bietet das ''[[Salzburg Museum]]'' jeden Donnerstag um 17:30 Uhr und jeden Freitag um 10:30 Uhr Führungen an.
   −
Weiters befindet sich im Erdgeschoß zur [[Salzburger Dom|Dom]]-Seite das [[Salzburger Heimatwerk]].
+
Des weiteren befindet sich im Erdgeschoß zur [[Salzburger Dom|Dom]]-Seite das [[Salzburger Heimatwerk]].
    
== Bildergalerie ==
 
== Bildergalerie ==

Navigationsmenü