| − | ''C. lacunana'' ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Wickler-Arten in Salzburg. Es sind Nachweise aus allen Landesteilen bekannt und auch die Höhenverbreitung ist mit rund 380 bis 2100 m recht beachtlich (Embacher et al. 2011, Kurz & Kurz 2016). Als Lebensräume im Land sind Mager- und Sumpfwiesen, Almwiesen und sonstige trockene Grasfluren, gehölzassoziierte Hochstaudenfluren, Hochstaudenfluren in montanen Lagen, Brennnesselbestände, Waldränder, Auwaldreste oder Erlenbestände dokumentiert. ''C. lacunana'' ist also sehr euryök, d.h. nicht an einen bestimmten Lebensraumtyp gebunden, was sich auch im relativ hohen Shannon-Wiener-Index von 3,19 zeigt. Die Generationsfolge der Art in Salzburg ist nicht eindeutig geklärt. Entweder handelt es sich um eine langgedehnte Generation von Ende April bis Anfang September oder um zwei sich überlappende Generationen (Kurz & Kurz 2016). | + | ''C. lacunana'' ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Wickler-Arten in Salzburg. Es sind Nachweise aus allen Landesteilen bekannt und auch die Höhenverbreitung ist mit rund 380 bis 2100 m recht beachtlich (Embacher et al. 2011, Kurz & Kurz 2016). Als Lebensräume im Land sind Mager- und Sumpfwiesen, Almwiesen und sonstige trockene Grasfluren, gehölzassoziierte Hochstaudenfluren, Hochstaudenfluren in montanen Lagen, Brennnesselbestände, Waldränder, Auwaldreste oder Erlenbestände dokumentiert. ''C. lacunana'' ist also sehr euryök, d.h. nicht an einen bestimmten Lebensraumtyp gebunden, was sich auch im relativ hohen Shannon-Wiener-Index von 3,19 zeigt. Die Generationsfolge der Art in Salzburg ist nicht eindeutig geklärt. Entweder handelt es sich um eine langgedehnte Generation von Ende April bis Anfang September oder um zwei sich überlappende Generationen ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2016). |
| − | Die Imagines sind überwiegend tagaktiv, kommen aber auch noch nach Einbruch der Dunkelheit an künstliche Lichtquellen. Dokumentiert ist die Flugaktivität von rund 9 bis 18 Uhr MEZ, mit einem Einzelfund bis 21 Uhr (Kurz & Kurz 2016). Die Entwicklungsstadien sind in Salzburg noch nicht nachgewiesen. Die Raupen sind nach Razowski (2001) sehr polyphag und wurden bereits an den Trieben, Blüten und Blättern folgender Nahrungspflanzen festgestellt: ''Mentha'' (Minze), ''Artemisia'' (Beifuß), ''Inula'' (Alant), ''Leucanthemum'' (Margerite), ''Ranunculus'' (Hahnenfuß), ''Fragaria'' (Erdbeere), ''Rubus'' (Himbeere, Brombeere, etc.), ''[[Ligustrum vulgare]]'' (Liguster), ''Urtica'' (Brennnessel), ''Salix'' (Weide), ''Betula'' (Birke) oder sogar ''[[Larix decidua]]'' (Lärche). ''C. lacunana'' ist in Salzburg jedenfalls ungefährdet, da die Art weit verbreitet ist, keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum stellt und auch bezüglich der Nahrungspflanzen der Raupen nicht wählerisch ist. | + | Die Imagines sind überwiegend tagaktiv, kommen aber auch noch nach Einbruch der Dunkelheit an künstliche Lichtquellen. Dokumentiert ist die Flugaktivität von rund 9 bis 18 Uhr MEZ, mit einem Einzelfund bis 21 Uhr ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2016). Die Entwicklungsstadien sind in Salzburg noch nicht nachgewiesen. Die Raupen sind nach Razowski (2001) sehr polyphag und wurden bereits an den Trieben, Blüten und Blättern folgender Nahrungspflanzen festgestellt: ''Mentha'' (Minze), ''Artemisia'' (Beifuß), ''Inula'' (Alant), ''Leucanthemum'' (Margerite), ''Ranunculus'' (Hahnenfuß), ''Fragaria'' (Erdbeere), ''Rubus'' (Himbeere, Brombeere, etc.), ''[[Ligustrum vulgare]]'' (Liguster), ''Urtica'' (Brennnessel), ''Salix'' (Weide), ''Betula'' (Birke) oder sogar ''[[Larix decidua]]'' (Lärche). ''C. lacunana'' ist in Salzburg jedenfalls ungefährdet, da die Art weit verbreitet ist, keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum stellt und auch bezüglich der Nahrungspflanzen der Raupen nicht wählerisch ist. |