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Seit [[Konrad Kürner]], der ([[1592]]) das erste Buch in Salzburg druckte, exisitieren Aufzeichnungen dieses Verlags unter häufig wechselnden Namen und veränderten Standorten.
 
Seit [[Konrad Kürner]], der ([[1592]]) das erste Buch in Salzburg druckte, exisitieren Aufzeichnungen dieses Verlags unter häufig wechselnden Namen und veränderten Standorten.
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Die ''Kürnersche Offizin'' befand sich in einem Haus in der [[Altstadt]] von Salzburg am heutigen [[Kajetanerplatz]], später in der [[Gstättengasse]], wo sie durch den [[Bergstürze|Bergsturz]] des Jahres [[1669]] zerstört wurde. Unter der Leitung des Buchdruckers [[Johann Baptist Mayr]] gelangte das Unternehmen zu einer ersten Blüte.  
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Die ''Kürnersche Offizin'' befand sich in einem Haus in der [[Altstadt]] von Salzburg am heutigen [[Kajetanerplatz]], später in der [[Gstättengasse]].  
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[[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg|Max Gandolf]], Stifter der berühmten Bibliothek in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]], verlieh Johann Baptist Mayr das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers und erhob ihn sogar in den Adelsstand. Dies war ein Zeichen für die Bedeutung des Buch- und Verlagswesens, das vor allem durch die Gründung der [[Universität Salzburg|Universität]] in Salzburg einen bedeutenden Aufschwung genommen hatte.  
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=====Ära Mayr=====
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Unter der Leitung des Buchdruckers [[Johann Baptist Mayr]] gelangte das Unternehmen zu einer ersten Blüte. [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg|Max Gandolf]], Stifter der berühmten Bibliothek in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]], verlieh Johann Baptist Mayr [[1668]] das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers und erhob ihn sogar in den Adelsstand. Dies war ein Zeichen für die Bedeutung des Buch- und Verlagswesens, das vor allem durch die Gründung der [[Universität Salzburg|Universität]] in Salzburg einen bedeutenden Aufschwung genommen hatte. Mayr durfte als Erster in Salzburg eine Zeitung drucken.
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Ende des [[18. Jahrhundert]]s kam es zum Niedergang der Mayrschen Druckerei. Aufgrund eines Eklats, ausgelöst durch eine kirchenkritische Schrift, musste sie weit unter dem Verkehrswert verkauft werden und kam auf Umwegen an [[Franz Xaver Duyle]].
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Am [[16. Juli]] [[1669]] wurde die Druckerei durch einen [[Bergstürze|Bergsturz]] zerstört. Der Erzbischof unterstützte Mayr beim Neubau in der Griesgasse. 1682 erhielt die Druckerei von ihm auch noch eine Presse mit dem erzbischöflichen Wappen.
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==Ära Pustet==
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Nach Johann Baptist Mayrs Tod 1708 fiel die Druckerei an seinen Sohn und später dessen Frau. 1775 musste die Enkelin Mayrs dann die Druckerei verkaufen. Aufgrund eines Eklats, ausgelöst durch eine kirchenkritische Schrift, verfügte Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] den Verkauf weit unter dem Verkehrswert. Die Druckerei kam auf Umwegen an [[Franz Xaver Duyle]].
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Die Ära Pustet begann dann [[1862]], als der aus Regensburg in Bayern stammende [[Anton Pustet]] die Duylsche Buchdruckerei und Verlag übernahm und das Unternehmen unter dem neuen Namen ''Verlag Anton Pustet'' wieder zu stattlicher Größe führte. Seine versierte Tochter, Ida Rademann, leitete nach seinem Tod einen besonders erfolgreichen Abschnitt in der Verlagsgeschichte ein. Mit der russischen Emigrantin [[Alja Rachmanowa]] hatte sie eine wahre Bestsellerautorin in ihrem Programm.  
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=====Ära Duyle=====
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Franz Xaver Duyle war nicht der geborenen Geschäftsmann und auch seine Witwe war gezwungen die Druckerei zu verkaufen, allerdings schaffte sie es zumindest, den Sohn Franz Xaver Duyle junior 1811 als Geschäftsführer einzusetzen. Dieser widmete sich allerdings mehr den schönen Dingen des Lebens als der Führung seines Betriebes. 1854 verkaufte er an Valentin Rehle.
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=====Ära Pustet=====
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Die Ära Pustet begann dann [[1862]], als der aus Regensburg in Bayern stammende [[Anton Pustet]] die Duylsche Buchdruckerei und Verlag übernahm und das Unternehmen unter dem neuen Namen ''Verlag Anton Pustet'' wieder zu stattlicher Größe führte. Bis 1865 war auch noch Friedrich Keyl als Pustets Teilhaber involviert, Letzterer machte sich aber 1865 selbständig. Pustets versierte Tochter, Ida Rademann, leitete nach seinem Tod einen besonders erfolgreichen Abschnitt in der Verlagsgeschichte ein. Mit der russischen Emigrantin [[Alja Rachmanowa]] hatte sie eine wahre Bestsellerautorin in ihrem Programm. Sie übersiedelte die Druckerei aus der Getreidegasse in die Sigmund-Haffner-Gasse 18.
    
Unter den Nationalsozialisten wurde die Pustet-Druckerei dem NS-Gauverlag eingegliedert, nach dem Krieg als so genanntes deutsches Eigentum kommissarisch verwaltet und [[1963]] schließlich vom [[Salzburger Pressverein]] erworben. [[2002]] im Jänner stellt die Druckerei Anton Pustet ihren Betrieb ein und geht in der [[Salzburger Druckerei]] auf.
 
Unter den Nationalsozialisten wurde die Pustet-Druckerei dem NS-Gauverlag eingegliedert, nach dem Krieg als so genanntes deutsches Eigentum kommissarisch verwaltet und [[1963]] schließlich vom [[Salzburger Pressverein]] erworben. [[2002]] im Jänner stellt die Druckerei Anton Pustet ihren Betrieb ein und geht in der [[Salzburger Druckerei]] auf.
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==Quelle==
 
==Quelle==
{{homepage|http://www.verlag-anton-pustet.at/}}
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{{Homepage|http://www.verlag-anton-pustet.at/}}
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*Waltraud Jakob: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, [[Landespressebüro]] 1979
    
[[Kategorie:Unternehmen]]
 
[[Kategorie:Unternehmen]]

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