| − | Das Projekt richtet sich gegen das Vergessen. Stolpersteine sollen Passanten nicht zum Stolpern bringen, sondern zum Nachdenken: darüber, dass an diesem Ort Menschen wohnten, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Stolpersteine wollen die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, von Roma und Sinti, von politisch Verfolgten, von Homosexuellen, von Zeugen Jehovas, von Zwangsarbeitern und von Euthanasieopfern im [[Nationalsozialismus]] lebendig erhalten. Die Erinnerung an das Schicksal dieser Menschen erfolgt durch »Pflastersteine« aus Messing, die vor der letzten selbst gewählten Wohnadresse des Opfers in den Boden eingelassen werden. Der Text beginnt in der Regel mit »Hier wohnte«, gefolgt vom Namen, dem Geburtsjahrgang und einzelfallabhängigen Texten, häufig dem Deportationsjahr und dem Todesort. | + | Das Projekt richtet sich gegen das Vergessen. Stolpersteine sollen Passanten nicht zum Stolpern bringen, sondern zum Nachdenken: darüber, dass an diesem Ort Menschen wohnten, die [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]] wurden. Stolpersteine wollen die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, von Roma und Sinti, von politisch Verfolgten, von Homosexuellen, von Zeugen Jehovas, von Zwangsarbeitern und von Euthanasieopfern im [[Nationalsozialismus]] lebendig erhalten. Die Erinnerung an das Schicksal dieser Menschen erfolgt durch »Pflastersteine« aus Messing, die vor der letzten selbst gewählten Wohnadresse des Opfers in den Boden eingelassen werden. Der Text beginnt in der Regel mit »Hier wohnte«, gefolgt vom Namen, dem Geburtsjahrgang und einzelfallabhängigen Texten, häufig dem Deportationsjahr und dem Todesort. |
| | Seit [[1995]] hat Gunter Demnig rund 53 000 Steine (Stand Juni 2015) in 750 Städten und Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Italien, Frankreich, Belgien, Österreich (in zwölf Orten), Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt. | | Seit [[1995]] hat Gunter Demnig rund 53 000 Steine (Stand Juni 2015) in 750 Städten und Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Italien, Frankreich, Belgien, Österreich (in zwölf Orten), Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt. |
| − | Im Herbst des Jahres 2013 wurden insgesamt 31 Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus im [[Andräviertel]] mit Teer beschmiert und somit geschändet. Die Salzburger Polizei konnte am 25. Oktober 2013 einen einschlägig vorbestraften 20jährigen aus der rechtsextremen Szene als Täter ermitteln. | + | Im Herbst des Jahres 2013 wurden insgesamt 31 Gedenksteine für [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]] im [[Andräviertel]] mit Teer beschmiert und somit geschändet. Die Salzburger Polizei konnte am 25. Oktober 2013 einen einschlägig vorbestraften 20jährigen aus der rechtsextremen Szene als Täter ermitteln. |