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| | ===Herkunft und Familie === | | ===Herkunft und Familie === |
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| − | Wessicken entstammte einer westfälischen Tischlerdynastie, die im 18. Jahrhundert in Linz ansässig wurde und schließlich nach Salzburg übersiedelte. Als Sohn des [[Joseph Heinrich Wessicken]] (* [[27. Juli]] [[1810]] in Salzburg, † [[16. Februar]] [[1899]] ebenda) und der Rosina, geb. Laiderin, in der Salzburger Vorstadt Mülln zur Welt gekommen und getauft, absolvierte er hier seine Schulzeit und begann daran anschließend eine Ausbildung zum Tischler im väterlichen Betrieb. Sein Vater war ein geachteter Schreinermeister, der sich durch seine Arbeiten für das [[Erzstift St. Peter|Stift Sankt Peter]] und im [[Schloss Anif]] einen hervorragenden Ruf geschaffen hatte und den Sohn mit seinen Werken im neogotischen Stil merklich beeinflusste. Am [[20. Dezember]] [[1888]] heiratete er die aus Wien stammende Rosa Bühlmayer im [[Salzburger Dom|Dom zu Salzburg]]. | + | Wessicken entstammte einer westfälischen Tischlerdynastie, die im 18. Jahrhundert in Linz ansässig wurde und schließlich nach Salzburg übersiedelte. Als Sohn des [[Joseph Heinrich Wessicken]] (* [[27. Juli]] [[1810]] in Salzburg, † [[16. Februar]] [[1899]] ebenda) und der Rosina, geb. Laiderin, in der Salzburger Vorstadt Mülln zur Welt gekommen und getauft, absolvierte er hier seine Schulzeit und begann daran anschließend eine Ausbildung zum Tischler im väterlichen Betrieb. Sein Vater war ein geachteter Schreinermeister, der sich durch seine Arbeiten für das [[Erzstift St. Peter|Stift St. Peter]] und im [[Schloss Anif]] einen hervorragenden Ruf geschaffen hatte und den Sohn mit seinen Werken im neogotischen Stil merklich beeinflusste. Am [[20. Dezember]] [[1888]] heiratete er die aus Wien stammende Rosa Bühlmayer im [[Salzburger Dom|Dom zu Salzburg]]. |
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| | ===Ausbildung und Berufung zum Dombaumeister von Mainz === | | ===Ausbildung und Berufung zum Dombaumeister von Mainz === |
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| | ===Wirken in Salzburg nach 1873=== | | ===Wirken in Salzburg nach 1873=== |
| | [[Bild:Andrä Kirche alt.jpg|thumb|right|[[Andräkirche]] im Originalzustand vor dem 2. Weltkrieg]] | | [[Bild:Andrä Kirche alt.jpg|thumb|right|[[Andräkirche]] im Originalzustand vor dem 2. Weltkrieg]] |
| − | Im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] vollendete er [[1874]] den neugotischen Bau von Schloss Fischhorn und übernahm die Planung der Doppelturmfassade der [[Pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Johannes des Täufers und Johannes Evangelista|Dekanatskirche]] in [[Sankt Johann im Pongau]] nach dem Turmeinsturz. Von [[1875]] bis [[1879]] lehrte er als Fachvorstand an der [[Gewerbeschule Salzburg|k. k. Staatsgewerbeschule]] in der Landeshauptstadt. [[1892]] vollendete er die zwei Jahre zuvor begonnenen Arbeiten am Umbau des [[Schloss Grubhof|Schlosses Grubhof]] bei [[Lofer]]. Ein Jahr darauf erfolgte die Fertigstellung des [[Generali-Hof]]es in der Salzburger [[Paris-Lodron-Straße]]. | + | Im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] vollendete er [[1874]] den neugotischen Bau von Schloss Fischhorn und übernahm die Planung der Doppelturmfassade der [[Pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Johannes des Täufers und Johannes Evangelista|Dekanatskirche]] in [[St. Johann im Pongau]] nach dem Turmeinsturz. Von [[1875]] bis [[1879]] lehrte er als Fachvorstand an der [[Gewerbeschule Salzburg|k. k. Staatsgewerbeschule]] in der Landeshauptstadt. [[1892]] vollendete er die zwei Jahre zuvor begonnenen Arbeiten am Umbau des [[Schloss Grubhof|Schlosses Grubhof]] bei [[Lofer]]. Ein Jahr darauf erfolgte die Fertigstellung des [[Generali-Hof]]es in der Salzburger [[Paris-Lodron-Straße]]. |
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| | Als Krönung seiner Arbeit gilt die von [[1892]] bis [[1898]] nach seinen Plänen errichtete [[Andräkirche|St. Andrä-Kirche]] in der Salzburger [[Neustadt]]. Das ursprüngliche Erscheinungsbild der neugotischen Kirche ging jedoch im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg bzw. im Zuge eines "Rückbaus" anfang der 1970er-Jahre völlig verloren. Daneben entstanden in Salzburg die Villen [[Gessele]], [[Villa Schmederer|Schmederer]], Wöss, Griesberger und seine eigene in der [[Arenbergstraße]] 23. Eine Vielzahl der von Wessicken geplanten Bauwerke wurden in Zusammenarbeit mit der [[Valentin Ceconi & Sohn|Baufirma Ceconi]] errichtet, bei der er zeitweise auch fest angestellt war. | | Als Krönung seiner Arbeit gilt die von [[1892]] bis [[1898]] nach seinen Plänen errichtete [[Andräkirche|St. Andrä-Kirche]] in der Salzburger [[Neustadt]]. Das ursprüngliche Erscheinungsbild der neugotischen Kirche ging jedoch im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg bzw. im Zuge eines "Rückbaus" anfang der 1970er-Jahre völlig verloren. Daneben entstanden in Salzburg die Villen [[Gessele]], [[Villa Schmederer|Schmederer]], Wöss, Griesberger und seine eigene in der [[Arenbergstraße]] 23. Eine Vielzahl der von Wessicken geplanten Bauwerke wurden in Zusammenarbeit mit der [[Valentin Ceconi & Sohn|Baufirma Ceconi]] errichtet, bei der er zeitweise auch fest angestellt war. |