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Textersetzung - „Sankt“ durch „St.“
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Sechs  Wochen tat sich nichts. Dann stieß Geißmayer mit seiner Truppe zu den Aufständischen und gemeinsam boten sie rund 5000 Mann nun auf. Am [[4.  Juni]] blies Geißmayer zum ersten Sturmangriff, der jedoch ergebnislos blieb. Seine Mannen hatten mit selbst gebauten, bereits erprobten Geschützen, die Stadt angegriffen. Diese Kanonen waren aus hartem Holz und wurden durch Eisenringe zusammen gehalten. Doch diese Kanone konnte nur mit einer schwachen Landung gefüllt werden, die maximal ein Kloster- oder Burgtor sprengen konnte. Aber die starken Mauern von Radstadt blieben damit unbeschadet. Der breite Wassergraben um die Stadtmauern verhinderte die Anwendung der zweiten Taktik Geißmayers - das Entern nach Piratenart. Darüber hinaus standen oben auf den Mauern unerschrockene Bürger samt ihren Frauen mit heißem Pech und Wasser bereit. So setzte Geißmayer auf das Aushungern der Stadt.
 
Sechs  Wochen tat sich nichts. Dann stieß Geißmayer mit seiner Truppe zu den Aufständischen und gemeinsam boten sie rund 5000 Mann nun auf. Am [[4.  Juni]] blies Geißmayer zum ersten Sturmangriff, der jedoch ergebnislos blieb. Seine Mannen hatten mit selbst gebauten, bereits erprobten Geschützen, die Stadt angegriffen. Diese Kanonen waren aus hartem Holz und wurden durch Eisenringe zusammen gehalten. Doch diese Kanone konnte nur mit einer schwachen Landung gefüllt werden, die maximal ein Kloster- oder Burgtor sprengen konnte. Aber die starken Mauern von Radstadt blieben damit unbeschadet. Der breite Wassergraben um die Stadtmauern verhinderte die Anwendung der zweiten Taktik Geißmayers - das Entern nach Piratenart. Darüber hinaus standen oben auf den Mauern unerschrockene Bürger samt ihren Frauen mit heißem Pech und Wasser bereit. So setzte Geißmayer auf das Aushungern der Stadt.
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Am [[19. Juni]]  näherte sich ein Entsatzheer des Schwäbischen  Bundes vom zerstörten Schladming über den [[Mandlingpass]] her. Geißmayer wich einer offenen Schlacht aus und rückte nach  [[Altenmarkt]] ab. Er versteckte seine Leute in Wäldern, umging mit einem Teil seines Heeres das anrückende Heer und besetzte in ihrem  Rücken den Mandlingpass.  Hauptmann Philipp Stumpf vom Entsatzheer saß mit seinen 1.600 Mann in der Falle. Er wäre von der Stadt Radstadt gerne aufgenommen worden, aber Stumpf versuchte den Ausbruch und scheiterte jämmerlich.  Doch Geißmayer konnte alle diese Vorteile nicht  für sich nutzen, hatte  eigenen Versorgungs- und Nachschubprobleme und zudem blieb die aus dem Pinzgau versprochene Unterstützung aus. Geißmayer zog sich mit dem Rest seiner Leute über [[Sankt Johann im Pongau]] aus dem Pongau in den Pinzgau zurück.  
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Am [[19. Juni]]  näherte sich ein Entsatzheer des Schwäbischen  Bundes vom zerstörten Schladming über den [[Mandlingpass]] her. Geißmayer wich einer offenen Schlacht aus und rückte nach  [[Altenmarkt]] ab. Er versteckte seine Leute in Wäldern, umging mit einem Teil seines Heeres das anrückende Heer und besetzte in ihrem  Rücken den Mandlingpass.  Hauptmann Philipp Stumpf vom Entsatzheer saß mit seinen 1.600 Mann in der Falle. Er wäre von der Stadt Radstadt gerne aufgenommen worden, aber Stumpf versuchte den Ausbruch und scheiterte jämmerlich.  Doch Geißmayer konnte alle diese Vorteile nicht  für sich nutzen, hatte  eigenen Versorgungs- und Nachschubprobleme und zudem blieb die aus dem Pinzgau versprochene Unterstützung aus. Geißmayer zog sich mit dem Rest seiner Leute über [[St. Johann im Pongau]] aus dem Pongau in den Pinzgau zurück.  
    
Denn sein Weggefährte Peter Pässler war inzwischen mit einem Teil der Belagerungsaufständischen den Pinzgauer Bauern zu Hilfe geeilt, da von Tirol ein Bündner Heer</ref>Die Ostschweizer hatten seit dem Verlassen Geißmayers die Seite gewechselt und unterstützten nun Erzherzog Ferdinand von Tirol im Kampf gegen die aufständischen Bauern</ref> in den [[Oberpinzgau]] eingedrungen war. Bei [[Zell am See]] warf Pässler sein Heer in eine Schlacht gegen das Heer des Schwäbischen Bundes, das von Norden her vorgedrungen war. Doch Pässler verlor den Kampf und seine Truppen wurden versprengt.
 
Denn sein Weggefährte Peter Pässler war inzwischen mit einem Teil der Belagerungsaufständischen den Pinzgauer Bauern zu Hilfe geeilt, da von Tirol ein Bündner Heer</ref>Die Ostschweizer hatten seit dem Verlassen Geißmayers die Seite gewechselt und unterstützten nun Erzherzog Ferdinand von Tirol im Kampf gegen die aufständischen Bauern</ref> in den [[Oberpinzgau]] eingedrungen war. Bei [[Zell am See]] warf Pässler sein Heer in eine Schlacht gegen das Heer des Schwäbischen Bundes, das von Norden her vorgedrungen war. Doch Pässler verlor den Kampf und seine Truppen wurden versprengt.

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