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Textersetzung - „Göllmassiv“ durch „Göllstock“
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Lisl wurde am 28. Juli 1911 im schwäbischen Ohmenheim, einem Dorf hundert Kilometer von Stuttgart entfernt, geboren. Mit drei Schwestern und einem Bruder lebte sie auf dem elterlichen Bauernhof. Lisl machte eine Einschulung zur Bürokraft und „sie schreibt heute noch Steno". In den [[1930er]]-Jahren lernte sie ihren späteren Mann Franz Macherhamrner aus [[Anthering]] kennen und lieben. Er war bei der Polizei tätig und wurde nach Stuttgart versetzt. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] geriet er in tschechoslowakische Gefangenschaft.  Seine Frau ist kurzerhand nach Wien gefahren, zum höchsten Beamten, hat um Besuch im Lager angesucht und konnte es durchsetzen, ihren Geliebten zu sehen. Zu dieser Zeit war sie mit Sohn Günther schwanger, der im November 1944 auf die Welt kam.
 
Lisl wurde am 28. Juli 1911 im schwäbischen Ohmenheim, einem Dorf hundert Kilometer von Stuttgart entfernt, geboren. Mit drei Schwestern und einem Bruder lebte sie auf dem elterlichen Bauernhof. Lisl machte eine Einschulung zur Bürokraft und „sie schreibt heute noch Steno". In den [[1930er]]-Jahren lernte sie ihren späteren Mann Franz Macherhamrner aus [[Anthering]] kennen und lieben. Er war bei der Polizei tätig und wurde nach Stuttgart versetzt. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] geriet er in tschechoslowakische Gefangenschaft.  Seine Frau ist kurzerhand nach Wien gefahren, zum höchsten Beamten, hat um Besuch im Lager angesucht und konnte es durchsetzen, ihren Geliebten zu sehen. Zu dieser Zeit war sie mit Sohn Günther schwanger, der im November 1944 auf die Welt kam.
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Ein Treffen nach langen Jahren hat nach dem Krieg im [[Purtschellerhaus]]  im [[Göllmassiv]] stattgefunden. Das Besondere an dieser Hütte auf 1 692 Metern ist, dass durch sie die Staatsgrenze zwischen dem Salzburger Land und [[Bayern]] verläuft. Vor allem zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte dies eine große Bedeutung, da die Alliierten keinen Grenzverkehr zwischen Österreich und Deutschland gestatteten. Getrennte, wie Lisl und Franz, konnten sich hier legal  treffen. Lisl nahm den Zug von Stuttgart nach [[Berchtesgaden]], Franz startete von [[Kuchl]] aus zur Hütte. ,“Wie sie in Sandalen die Bergtour schaffte, ist mir schleierhaft“ sagt Günther.
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Ein Treffen nach langen Jahren hat nach dem Krieg im [[Purtschellerhaus]]  im [[Göllstock]] stattgefunden. Das Besondere an dieser Hütte auf 1 692 Metern ist, dass durch sie die Staatsgrenze zwischen dem Salzburger Land und [[Bayern]] verläuft. Vor allem zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte dies eine große Bedeutung, da die Alliierten keinen Grenzverkehr zwischen Österreich und Deutschland gestatteten. Getrennte, wie Lisl und Franz, konnten sich hier legal  treffen. Lisl nahm den Zug von Stuttgart nach [[Berchtesgaden]], Franz startete von [[Kuchl]] aus zur Hütte. ,“Wie sie in Sandalen die Bergtour schaffte, ist mir schleierhaft“ sagt Günther.
    
Danach haben sie sich nicht mehr losgelassen. Ab 1947 lebten die beiden in Anthering. Wohlgefühlt hat sie sich hier nie. „Die hatten eine andere Aussprache. Wennst doppelt fragen musst, das macht dich ganz fertig“, sagt die 103-Jährige. Und wenn sie sonntags - wie in ihrer Heimat üblich – einen Hut trug, wurde sie ausgelacht.
 
Danach haben sie sich nicht mehr losgelassen. Ab 1947 lebten die beiden in Anthering. Wohlgefühlt hat sie sich hier nie. „Die hatten eine andere Aussprache. Wennst doppelt fragen musst, das macht dich ganz fertig“, sagt die 103-Jährige. Und wenn sie sonntags - wie in ihrer Heimat üblich – einen Hut trug, wurde sie ausgelacht.

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