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Die Salzburger Naturfreunde stellten sich die Frage, was tun mit einer abgelegenen Schutzhütte, in der im Durchschnitt nur zwei Personen pro Tag übernachten? Als Antwort auf diese Frage, gehen sie nun einen völlig neuen Weg und wollen im generalsanierten Leopold-Happisch-Haus nun ohne einen fixen Hüttenwirt auskommen. Selbstverwaltung heißt das Experiment. Ein Gast kocht für andere Gäste. Ein anderer putzt das WC.
 
Die Salzburger Naturfreunde stellten sich die Frage, was tun mit einer abgelegenen Schutzhütte, in der im Durchschnitt nur zwei Personen pro Tag übernachten? Als Antwort auf diese Frage, gehen sie nun einen völlig neuen Weg und wollen im generalsanierten Leopold-Happisch-Haus nun ohne einen fixen Hüttenwirt auskommen. Selbstverwaltung heißt das Experiment. Ein Gast kocht für andere Gäste. Ein anderer putzt das WC.
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Der Hintergrund: Es kursierten Gerüchte rund um das Tennengebirge. Für Aufregung sorgte vor allem der Plan der Naturfreunde, einen Teil des Hauses an den Jagdpächter, einen Schweizer Unternehmer zu vermieten. Der große Sanierungsbedarf des [[1930]] errichteten und zuletzt in den Achtzigerjahren renovierten Gebäudes, Auflagen der Behörden und nur rund 500 Nächtigungen pro Saison zwangen den Eigentümer zu handeln. Ein Großteil der Generalsanierung wurde [[2015]] abgeschlossen. Weitere Etappen folgen bis [[2019]]. Die Zahl der Schlafplätze wird von 80 auf 50 verringert. Das Ziel sei ein weltweit neues Selbstverwaltungskonzept mit einem Mischbetrieb, erklärte Naturfreunde-Landesgeschäftsführer [[Helmut Schwarzenberger]]. Einerseits können Interessierte Hüttendienst versehen (zum Beispiel eine Urlaubswoche, auch mit der Familie) und andererseits Gäste Arbeiten verrichten. Als Gast ist man so Teil des Betriebes. Ein seit Jahrzehnten bewährtes Vorbild für Selbstverwaltung gibt es in der Schweiz, aber nicht in einem so abgelegenen Haus. Das Konzept soll mit Partnern, wie Höhlenforschern, Jägern, Schafhirten, der [[Eisriesenwelt]] und den [[Österreichische Bundesforste|Bundesforsten]], erarbeitet werden.
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Der Hintergrund: Es kursierten Gerüchte rund um das Tennengebirge. Für Aufregung sorgte vor allem der Plan der Naturfreunde, einen Teil des Hauses an den Jagdpächter, einen Schweizer Unternehmer zu vermieten. Der große Sanierungsbedarf des [[1930]] errichteten und zuletzt in den Achtzigerjahren renovierten Gebäudes, Auflagen der Behörden und nur rund 500 Nächtigungen pro Saison zwangen den Eigentümer zu handeln. Ein Großteil der Generalsanierung wurde [[2015]] abgeschlossen. Weitere Etappen folgen bis [[2019]]. Die Zahl der Schlafplätze wird von 80 auf 50 verringert. Das Ziel sei ein weltweit neues Selbstverwaltungskonzept mit einem Mischbetrieb, erklärte Naturfreunde-Landesgeschäftsführer [[Helmut Schwarzenberger]]. Einerseits können Interessierte Hüttendienst versehen (zum Beispiel eine Urlaubswoche, auch mit der Familie) und andererseits Gäste Arbeiten verrichten. Als Gast ist man so Teil des Betriebes. Ein seit Jahrzehnten bewährtes Vorbild für Selbstverwaltung gibt es in der Schweiz, aber nicht in einem so abgelegenen Haus. Das Konzept soll mit Partnern, wie [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg|Höhlenforschern]], [[Jäger]]n, Schafhirten, der [[Eisriesenwelt]] und den [[Österreichische Bundesforste|Bundesforsten]], erarbeitet werden.
    
Die geplante Vermietung von etwa 60 Quadratmetern an den Jagdpächter verteidigt der Naturfreunde-Manager. Das Haus sei mehr als groß genug. Zitat: ''"Mit den Einnahmen können wir Rücklagen bilden. Der Jagdpächter übernimmt den Ausbau dieses Bereichs. Nach Ablauf der Pacht fällt das in unser Eigentum."''
 
Die geplante Vermietung von etwa 60 Quadratmetern an den Jagdpächter verteidigt der Naturfreunde-Manager. Das Haus sei mehr als groß genug. Zitat: ''"Mit den Einnahmen können wir Rücklagen bilden. Der Jagdpächter übernimmt den Ausbau dieses Bereichs. Nach Ablauf der Pacht fällt das in unser Eigentum."''