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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| − | ====Gründungsversammlung des Skiclub Salzburg: [[9. November]] [[1910]]==== | + | ====Gründungsversammlung des Skiclub Salzburg==== |
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| | + | Die [[Stadt Salzburg]] selbst ist trotz ihrer skibegeisterten Jugend den Skisport betreffend gegenüber den Gebirgsorten ins Hintertreffen gekommen. Der weiße Sport, der heute in Österreich zum Volkssport Nr. 1 wurde, hat jedoch von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aus bedeutende Impulse erfahren. Vor über 90 Jahren fand am [[9. November]] [[1910]] die Gründungsversammlung des Skiclubs Salzburg statt, der schon bald nach der Gründung mehrere hundert Mitglieder aufwies und zwar nicht nur aus Salzburg, sondern auch aus Teilen der Donaumonarchie, Deutschlands und sogar Englands. |
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| − | Die [[Stadt Salzburg]] selbst ist trotz ihrer skibegeisterten Jugend den Skisport betreffend gegenüber den Gebirgsorten ins Hintertreffen gekommen. Der weiße Sport, der heute in Österreich zum Volkssport Nr. 1 wurde, hat jedoch von Salzburg aus bedeutende Impulse erfahren. Vor über 90 Jahren fand am 9. November 1910 die Gründungsversammlung des Skiclubs Salzburg statt, der schon bald nach der Gründung mehrere hundert Mitglieder aufwies und zwar nicht nur aus Salzburg, sondern auch aus Teilen der Donaumonarchie, Deutschlands und sogar Englands. | + | Die Initiative zu dieser Gründung lag eigentlich schon lange zurück und zwar als der aus Bregenz gebürtige k.u.k. Oberleutnant [[Georg Bilgeri]] zu den Kaiserschützen in die [[Franz Josef Kaserne]] nach Salzburg versetzt worden war. Bilgeri war schon frühzeitig mit dem „norwegischen“ Skilauf in Berührung gekommen und seither ein begeisterter Jünger dieses neuen Schneesportes. Er war der erste, der junge Menschen um sich sammelte, um ihnen sein geliebtes Skilaufen beizubringen. |
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| | + | Wer ihm geeignet schien, ein guter Skiläufer zu werden, dem schickte er aus der k.u.k Skiwerkstätte ein Paar selbstgefertigte Bretter ins Haus, mit der wohlwollenden Aufforderung, sich am nächsten Sonn- oder Feiertag zu einer genau festgesetzten Stunde zum ersten Skiausflug an der [[Straßenbahn|Tramway]] - Haltestelle am [[Café Bazar]] einzufinden. Scheinbar hatte Bilgeri mit dieser Werbemethode für den Skilauf Erfolg. Der Kreis, der sich um ihn scharte, wurde langsam so zahlreich, dass man allmählich daran denken konnte, einen Skiclub zu gründen. |
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| − | Die Initiative zu dieser Gründung lag eigentlich schon lange zurück und zwar als der aus Bregenz gebürtige k.u.k. Oberleutnant [[Georg Bilgeri]] zu den Kaiserschützen in die Franz Josef Kaserne nach Salzburg versetzt worden war. Bilgeri war schon frühzeitig mit dem „norwegischen“ Skilauf in Berührung gekommen und seither ein begeisterter Jünger dieses neuen Schneesportes. Er war der erste, der junge Menschen um sich sammelte, um ihnen sein geliebtes Skilaufen beizubringen.
| + | Im Jahre [[1909]] machte Bilgeri mit den talentiertesten aus dieser geschlossenen Skigesellschaft richtige Skitouren. Das [[Purtschellerhaus]], das [[Watzmannkar]], der [[Jenner]], der [[Schneeberg]], der [[Mitterberg]], der [[Hochkeil]] und die [[Schmittenhöhe]] waren die ersten Ziele dieser Skisportler. Oberleutnant Bilgeri verstand es, seine glühende Liebe zu den Schneebergen und dem Sport im unberührten Pulverschnee an seine Jünger weiterzugeben. Als man in späteren Jahren vom alten Oberst Bilgeri sprach, hieß es, er habe ungefähr 45.000 Menschen das Skilaufen beigebracht. Und da die Zahl der Skiläufer, die er um sich gesammelt hatte, groß genug war um, ähnlich wie am Arlberg, in Kitzbühel oder in [[Bad Gastein]] vorher einen Skiclub zu gründen, so wurde am 9. November 1910 im [[Hotel Bristol]] die Gründungsversammlung des Skiclub Salzburg abgehalten. |
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| − | Wer ihm geeignet schien, ein guter Skiläufer zu werden, dem schickte er aus der k.u.k Skiwerkstätte ein Paar selbstgefertigte Bretter ins Haus, mit der wohlwollenden Aufforderung, sich am nächsten Sonn- oder Feiertag zu einer genau festgesetzten Stunde zum ersten Skiausflug an der Tramway - Haltestelle am [[Café Bazar]] einzufinden. Scheinbar hatte Bilgeri mit dieser Werbemethode für den Skilauf Erfolg. Der Kreis, der sich um ihn scharte, wurde langsam so zahlreich, dass man allmählich daran denken konnte, einen Skiclub zu gründen.
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| − | Im Jahre 1909 machte Bilgeri mit den talentiertesten aus dieser geschlossenen Skigesellschaft richtige Skitouren. Das [[Purtschellerhaus]], das [[Watzmannkar]], der [[Jenner]], der [[Schneeberg]], der [[Mitterberg]], der [[Hochkeil]] und die [[Schmittenhöhe]] waren die ersten Ziele dieser Skisportler. Oberleutnant Bilgeri verstand es, seine glühende Liebe zu den Schneebergen und dem Sport im unberührten Pulverschnee an seine Jünger weiterzugeben. Als man in späteren Jahren vom alten Oberst Bilgeri sprach, hieß es, er habe ungefähr 45.000 Menschen das Skilaufen beigebracht. Und da die Zahl der Skiläufer, die er um sich gesammelt hatte, groß genug war um, ähnlich wie am Arlberg, in Kitzbühel oder in [[Bad Gastein]] vorher einen Skiclub zu gründen, so wurde am 9. November 1910 im [[Hotel Bristol]] die Gründungsversammlung des Skiclub Salzburg abgehalten.
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| | Der erste Ausschuss setzte sich aus folgenden Herren zusammen: | | Der erste Ausschuss setzte sich aus folgenden Herren zusammen: |
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| | Der Skiclub Salzburg war nach seiner Gründung ein Sammelbecken für die Salzburger Gesellschaft und ein Mittelpunkt für die unternehmungslustigen Wintersportler. Was immer in Salzburg Rang und Namen hatte, drängte in den neugegründeten Skiclub. | | Der Skiclub Salzburg war nach seiner Gründung ein Sammelbecken für die Salzburger Gesellschaft und ein Mittelpunkt für die unternehmungslustigen Wintersportler. Was immer in Salzburg Rang und Namen hatte, drängte in den neugegründeten Skiclub. |
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| | Diese „Skiwelle“, die Salzburg damals in den Jahren 1910/11/12 erfasst hatte, färbte vom gesellschaftlichen Sektor langsam auch auf den Sport ab. Der Skiclub Salzburg blieb Sammelbecken und Mittelpunkt. Auf seine Initiative wurde [[1912]] der [[Salzburger Skiverband|Landesskiverband Salzburg]] gegründet und wenig später verlagerte der „Österreichische Skiverband“ seinen Sitz von Innsbruck nach Salzburg. | | Diese „Skiwelle“, die Salzburg damals in den Jahren 1910/11/12 erfasst hatte, färbte vom gesellschaftlichen Sektor langsam auch auf den Sport ab. Der Skiclub Salzburg blieb Sammelbecken und Mittelpunkt. Auf seine Initiative wurde [[1912]] der [[Salzburger Skiverband|Landesskiverband Salzburg]] gegründet und wenig später verlagerte der „Österreichische Skiverband“ seinen Sitz von Innsbruck nach Salzburg. |
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| | Die Länderkonferenz des Österreichischen Skiverbandes wählte am [[7. September|7.]] und [[8. September]] [[1912]] in [[Bad Aussee]] die Salzburger Funktionäre Geza v. Wolfstein (1. Vorsitzender), Dr. Fritz Riegele (2. Vorsitzender), Dr. Otto Duffek (Schriftführer) und Richard Volker (Kassier) in den Hauptvorstand des ÖSV. | | Die Länderkonferenz des Österreichischen Skiverbandes wählte am [[7. September|7.]] und [[8. September]] [[1912]] in [[Bad Aussee]] die Salzburger Funktionäre Geza v. Wolfstein (1. Vorsitzender), Dr. Fritz Riegele (2. Vorsitzender), Dr. Otto Duffek (Schriftführer) und Richard Volker (Kassier) in den Hauptvorstand des ÖSV. |
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| − | ====Die Brüder [[Hans Hauser|Hauser]] und Markus "Moarli" Maier==== | + | ====Die Brüder Hauser und Markus "Moarli" Maier==== |
| − | | + | Als im November [[1911]] eine Enquete über die Hebung des [[Fremdenverkehr]]s stattfand, sprachen die Vertreter des Skiclubs Salzburg ein gewichtiges Wort mit. Im ersten Vereinsjahr wurden im engeren Vereinsgebiet 15, außerhalb von Skiclubmitgliedern 14 Skikurse abgehalten. Es wurden zahlreiche Touren, darunter eine große alpine Führungstour unter Bilgeri ins Venedigergebiet, durchgeführt. Clubmitglieder starteten bei Konkurrenzen in Mitterndorf, Kitzbühel und Davos und errangen schöne Plätze. |
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| − | Als im November 1911 eine Enquete über die Hebung des Fremdenverkehrs stattfand, sprachen die Vertreter des Skiclubs Salzburg ein gewichtiges Wort mit. Im ersten Vereinsjahr wurden im engeren Vereinsgebiet 15, außerhalb von Skiclubmitgliedern 14 Skikurse abgehalten. Es wurden zahlreiche Touren, darunter eine große alpine Führungstour unter Bilgeri ins Venedigergebiet, durchgeführt. Clubmitglieder starteten bei Konkurrenzen in Mitterndorf, Kitzbühel und Davos und errangen schöne Plätze. | |
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| − | 1912 unternahmen Geza v. Wolfstein, Barth und Dir. Elsner eine mehrmonatige Norwegen-Tournee, um den Skilauf in seiner ursprünglichen Methode kennenzulernen. Von Wolfstein nahm als erster österreichischer Delegierter an einem Holmenkollenrennen in Oslo teil. | + | [[1912]] unternahmen Geza von Wolfstein, Barth und Dir. Elsner eine mehrmonatige Norwegen-Tournee, um den Skilauf in seiner ursprünglichen Methode kennenzulernen. Von Wolfstein nahm als erster österreichischer Delegierter an einem Holmenkollenrennen in Oslo teil. |
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| − | Oblt. Bilgeri, unterstützt von Dr. Riegele und v. Wolfstein, leitete 1912 einen Skikurs in [[Zell am See]], an dem 122 Frauen und Männer aus allen Teilen der Monarchie und des Deutschen Reiches teilnahmen,.
| + | Oberleutnant Bilgeri, unterstützt von Dr. Riegele und von Wolfstein, leitete 1912 einen Skikurs in [[Zell am See]], an dem 122 Frauen und Männer aus allen Teilen der Monarchie und des Deutschen Reiches teilnahmen,. |
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| | Bilgeri zog mit seinen Schülern auch auf die hochgelegenen Hütten, die Skibegeisterung wuchs, bis sie ganz plötzlich vom hereinbrechenden [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gestoppt wurde. | | Bilgeri zog mit seinen Schülern auch auf die hochgelegenen Hütten, die Skibegeisterung wuchs, bis sie ganz plötzlich vom hereinbrechenden [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gestoppt wurde. |
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| | Siegfried Amanshauser legte den Grundstein zum Skilauf am [[Gaisberg]], Otto und Hermann Amanshauser setzten die begonnene Tradition fort. Erst sprang die „Jungschar“, der Feichtner, Reitmayr, Henning, Stahal u.a. angehörten, auf der selbstgebauten Schneeschanze am [[Rossfeld]]. Dort feilte Ski-Maestro Amanshauser an der Technik seiner Schützlinge, die [[1923]] die erste Prüfung auf der neugebauten [[Zistelschanze]] am [[Mitteregg]] mit Auszeichnung bestanden. Der damals 17jährige Karl Strahal stand mit 31 m den schönsten Sprung des Tages. Aber dies war nicht der einzige Sieg von Karl Strahal. [[1925]] konnte er beim Semmering-Springen den norwegischen „Springer-König“ Dagfin Carlson und die ganzen Riesengebirgler einwandfrei bezwingen. [[1926]] gewann er die Skimeisterschaft Salzburg – Kärnten in Mallnitz. | | Siegfried Amanshauser legte den Grundstein zum Skilauf am [[Gaisberg]], Otto und Hermann Amanshauser setzten die begonnene Tradition fort. Erst sprang die „Jungschar“, der Feichtner, Reitmayr, Henning, Stahal u.a. angehörten, auf der selbstgebauten Schneeschanze am [[Rossfeld]]. Dort feilte Ski-Maestro Amanshauser an der Technik seiner Schützlinge, die [[1923]] die erste Prüfung auf der neugebauten [[Zistelschanze]] am [[Mitteregg]] mit Auszeichnung bestanden. Der damals 17jährige Karl Strahal stand mit 31 m den schönsten Sprung des Tages. Aber dies war nicht der einzige Sieg von Karl Strahal. [[1925]] konnte er beim Semmering-Springen den norwegischen „Springer-König“ Dagfin Carlson und die ganzen Riesengebirgler einwandfrei bezwingen. [[1926]] gewann er die Skimeisterschaft Salzburg – Kärnten in Mallnitz. |
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| − | Der damalige Obmann des Skiclubs Salzburg, Josef Pölzleitner, hatte sich um den Bau der Sprungschanze am Mitteregg besonders verdient gemacht. Bis hinein in die 50er Jahre war diese Sprungschanze der Austragungsort beachtlicher Skispringen. | + | Der damalige Obmann des Skiclubs Salzburg, Josef Pölzleitner, hatte sich um den Bau der Sprungschanze am Mitteregg besonders verdient gemacht. Bis hinein in die [[1950er]] Jahre war diese Sprungschanze der Austragungsort beachtlicher Skispringen. |
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| | Die folgenden Jahre brachten für den Skisport einen solchen Aufschwung, dass der Verein im 25. Jahr seines Bestandes beinahe wehmütig festhielt: „Was für eine herrliche Zeit war das vor einem Vierteljahrhundert doch für Skiläufer! Wenn an einem Sonntag mehr als Dutzend von ihnen in die weite, unzerpflügte Hochfläche des Rossfeldes ihre Spuren zogen, so hieß es schon: „Heut’ sind aber viele Leut’ heroben!“ | | Die folgenden Jahre brachten für den Skisport einen solchen Aufschwung, dass der Verein im 25. Jahr seines Bestandes beinahe wehmütig festhielt: „Was für eine herrliche Zeit war das vor einem Vierteljahrhundert doch für Skiläufer! Wenn an einem Sonntag mehr als Dutzend von ihnen in die weite, unzerpflügte Hochfläche des Rossfeldes ihre Spuren zogen, so hieß es schon: „Heut’ sind aber viele Leut’ heroben!“ |
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| − | Die ausgezeichnete Jugendarbeit des Skiclubs förderte immer neue Talente zu Tage. Die Brüder [[Max Hauser|Max]] und [[Hans Hauser]] sprangen sich [[1923]] bereits in die Herzen der 2000 Zuschauer beim Zistelspringen hinein, während der „Moarli“, Markus Maier, als Knirps das Springen auf der Paschkof-Wiese am [[Mönchsberg]] [[1926]] gewann und sich damit bemerkbar machte. Für den Mönchsberglauf war damals ein eigenes Relief angelegt worden, um die Loipe genau markieren zu können. Der Mönchsberg zählt überhaupt bis in die 30er Jahre hinein zu den Skibergen der Stadt Salzburg und war eine Domäne des Skiclubs. | + | Die ausgezeichnete Jugendarbeit des Skiclubs förderte immer neue Talente zu Tage. Die Brüder [[Max Hauser|Max]] und [[Hans Hauser]] sprangen sich [[1923]] bereits in die Herzen der 2000 Zuschauer beim Zistelspringen hinein, während der „Moarli“, Markus Maier, als Knirps das Springen auf der Paschkof-Wiese am [[Mönchsberg]] [[1926]] gewann und sich damit bemerkbar machte. Für den [[Mönchsberg]]lauf war damals ein eigenes Relief angelegt worden, um die Loipe genau markieren zu können. Der Mönchsberg zählt überhaupt bis in die 30er Jahre hinein zu den Skibergen der Stadt Salzburg und war eine Domäne des Skiclubs. |
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| | Es mag wohl auch daran gelegen haben, dass vor Jahrzehnten die Schneelage in Salzburg und seiner nächsten Umgebung eine weitaus bessere war. | | Es mag wohl auch daran gelegen haben, dass vor Jahrzehnten die Schneelage in Salzburg und seiner nächsten Umgebung eine weitaus bessere war. |
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| | Die sportliche Ruhmesliste des Clubs ist beachtlich und es scheinen neben den erwähnten noch viele bekannte Namen in dieser Zeit auf: | | Die sportliche Ruhmesliste des Clubs ist beachtlich und es scheinen neben den erwähnten noch viele bekannte Namen in dieser Zeit auf: |
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| − | Edi Galleitner, Harald v. Bosio, Toni Schauer, Käthe Lettner, Willy Schweitzer und [[Sepp Bradl]], der als Volontär im Sportgeschäft Lanz in seinen besten Jahren für den Skiclub Salzburg sprang. | + | Edi Galleitner, Harald von Bosio, Toni Schauer, Käthe Lettner, Willy Schweitzer und [[Sepp Bradl]], der als Volontär im Sportgeschäft Lanz in seinen besten Jahren für den Skiclub Salzburg sprang. |
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| − | ====1800 Mitglieder, [[Sepp Bradl|Bubi Bradl]]==== | + | ====1800 Mitglieder==== |
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| | So gesehen waren die [[1930er]] Jahre, in die auch das 25-Jahr Bestandsjubiläum des Clubs fiel, immer wieder von Erfolgen gekrönt. Wie bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, stagnierte in den Jahren ab [[1938]]/[[1939|39]] das Leben im Skiclub Salzburg. Von 1938-[[1945]] gab es keinen Skiclub Salzburg. Dieser war genauso wie andere Salzburger Sportvereine vom „NS Reichsbund für Leibesübungen“ aufgesogen worden. | | So gesehen waren die [[1930er]] Jahre, in die auch das 25-Jahr Bestandsjubiläum des Clubs fiel, immer wieder von Erfolgen gekrönt. Wie bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, stagnierte in den Jahren ab [[1938]]/[[1939|39]] das Leben im Skiclub Salzburg. Von 1938-[[1945]] gab es keinen Skiclub Salzburg. Dieser war genauso wie andere Salzburger Sportvereine vom „NS Reichsbund für Leibesübungen“ aufgesogen worden. |
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| | Aber kaum war der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] zu Ende – und buchstäblich noch auf den Trümmern des Zusammenbruchs -, wurde im August 1945 daran gegangen, den Skiclub Salzburg wieder aufzubauen. Der damalige Oberrechnungsrat des Stadtmagistrates Salzburg, Heinz Karl, ist es gewesen, der die Voraussetzung für die Wiederbelebung schuf. Nun begann ein neues Leben in gesellschaftlicher und sportlicher Betätigung und so ist kein Wunder, dass die Mitgliederzahl alsbald die ungeahnte Höhe von 1800 Mitgliedern erreichte. | | Aber kaum war der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] zu Ende – und buchstäblich noch auf den Trümmern des Zusammenbruchs -, wurde im August 1945 daran gegangen, den Skiclub Salzburg wieder aufzubauen. Der damalige Oberrechnungsrat des Stadtmagistrates Salzburg, Heinz Karl, ist es gewesen, der die Voraussetzung für die Wiederbelebung schuf. Nun begann ein neues Leben in gesellschaftlicher und sportlicher Betätigung und so ist kein Wunder, dass die Mitgliederzahl alsbald die ungeahnte Höhe von 1800 Mitgliedern erreichte. |
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| − | Skiclubabende, Skiclubkränzchen und durch eine Reihe von Jahren der Skiclubball im [[Festspielhaus]] waren die gesellschaftliche Seite. Von der sportliche Seite machte man Skiausflüge und Skitouren nicht nur in die Umgebung von Salzburg, sondern auch hinein in die Gebirgsorte, die damals in bezug auf Wintersport noch einen „Dornröschenschlaf“ hielten. Autobusse standen keine zur Verfügung, so waren es Samstag und Sonntag mit Holzbrettern, Spriegel und Plane versehene Lkw, die die Mitglieder an den [[Weißsee]], nach [[Wagrain]] oder Zell am See brachten. Frühjahrsskiläufe oder Bergtouren im Bereiche der [[roßglockner Hochalpenstraße|Glocknerstraße]] und [[Raurisertal]] gehörten ebenso dazu. Das Zistelspringen war in den ersten Nachkriegsjahren eine besondere Attraktion und die Schanze am Mitteregg erwachte zu neuem Leben. | + | Skiclubabende, Skiclubkränzchen und durch eine Reihe von Jahren der Skiclubball im [[Großes Festspielhaus|Festspielhaus]] waren die gesellschaftliche Seite. Von der sportliche Seite machte man Skiausflüge und Skitouren nicht nur in die Umgebung von Salzburg, sondern auch hinein in die Gebirgsorte, die damals in bezug auf Wintersport noch einen „Dornröschenschlaf“ hielten. Autobusse standen keine zur Verfügung, so waren es Samstag und Sonntag mit Holzbrettern, Spriegel und Plane versehene Lkw, die die Mitglieder an den [[Weißsee]], nach [[Wagrain]] oder Zell am See brachten. Frühjahrsskiläufe oder Bergtouren im Bereiche der [[Großglockner Hochalpenstraße|Glocknerstraße]] und [[Raurisertal]] gehörten ebenso dazu. Das Zistelspringen war in den ersten Nachkriegsjahren eine besondere Attraktion und die Schanze am Mitteregg erwachte zu neuem Leben. |
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| − | Zwei- bis dreitausend Zuschauer säumten die Aufsprungbahn, wenn Toni Schauer, Heinz Palme und auch Bubi Bradl über den Bakken gingen. Aber auch andere verdiente Sportler standen damals in den Reihen des Clubs. Es seien nur einige davon erwähnt: Annelore Zückert (ÖSV-Meisterin 1947/50), Gretl Haslauer, der frühverstorbene Hans Derkogner (Olympiateilnehmer 1948), Fred Rössner und schließlich der Wahl-Salzburger Engele Haider. | + | Zwei- bis dreitausend Zuschauer säumten die Aufsprungbahn, wenn Toni Schauer, Heinz Palme und auch [[Sepp Bradl|Bubi Bradl]] über den Bakken gingen. Aber auch andere verdiente Sportler standen damals in den Reihen des Clubs. Es seien nur einige davon erwähnt: Annelore Zückert (ÖSV-Meisterin [[1947]]/[[1950|50]]), Gretl Haslauer, der frühverstorbene Hans Derkogner (Olympiateilnehmer [[1948]]), Fred Rössner und schließlich der Wahl-Salzburger Engele Haider. |
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| | Der Jugendarbeit wurde besonderes Augenmerk zugewandt und so veranstaltete der Skiclub in den ersten Nachkriegsjahren jährlich den Jugendskitag der Stadt. [[1949]] hatte der Skiclub für diese Veranstaltung so viele Anmeldungen (450 Schüler), dass der Transport auf die Zistelalm ein großes Problem wurde. Die Rettung für die Funktionäre waren damals die Amerikaner, die solcher Jugendarbeit gegenüber aufgeschlossen waren. Sie stellten Militärfahrzeuge zur Verfügung und so war ein rascher und klagloser Transport der Mädchen und Buben hinauf zur Zistel möglich. | | Der Jugendarbeit wurde besonderes Augenmerk zugewandt und so veranstaltete der Skiclub in den ersten Nachkriegsjahren jährlich den Jugendskitag der Stadt. [[1949]] hatte der Skiclub für diese Veranstaltung so viele Anmeldungen (450 Schüler), dass der Transport auf die Zistelalm ein großes Problem wurde. Die Rettung für die Funktionäre waren damals die Amerikaner, die solcher Jugendarbeit gegenüber aufgeschlossen waren. Sie stellten Militärfahrzeuge zur Verfügung und so war ein rascher und klagloser Transport der Mädchen und Buben hinauf zur Zistel möglich. |
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| | ====Landesmeister 1984==== | | ====Landesmeister 1984==== |
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| | Mehr als 15 Skiclubs allein im Stadtgebiet werben heute um Mitglieder und so ist es nicht verwunderlich, dass kein Club mehr jene Mitgliederzahl erreichen kann, die früher einmal der Skiclub Salzburg aufweisen konnte. Und trotz dieser schwierigen Situation gingen vom Skiclub Salzburg immer wieder neue Impulse aus. | | Mehr als 15 Skiclubs allein im Stadtgebiet werben heute um Mitglieder und so ist es nicht verwunderlich, dass kein Club mehr jene Mitgliederzahl erreichen kann, die früher einmal der Skiclub Salzburg aufweisen konnte. Und trotz dieser schwierigen Situation gingen vom Skiclub Salzburg immer wieder neue Impulse aus. |
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| | == Erfolge == | | == Erfolge == |
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| − | * Aktuell: 2 Skiläuferinnen im Salzburger Landeskader [[Hannah Ziegler]] und [[Selina Tanner]] | + | * Aktuell: zwei Skiläuferinnen im Salzburger Landeskader [[Hannah Ziegler]] und [[Selina Tanner]] |
| | * Im Jahre 1984 konnte der Landestitel der Salzburger Schivereine gewonnen werden. | | * Im Jahre 1984 konnte der Landestitel der Salzburger Schivereine gewonnen werden. |
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