Änderungen

110 Bytes hinzugefügt ,  10:44, 6. Jan. 2016
K
Zeile 49: Zeile 49:  
Es stellte sich nun auch immer klarer heraus, dass das Weiterarbeiten ohne eigenen PKW nicht mehr zu bewältigen war. Also musste Frau Jakober [[1958]] im Alter von 40 Jahren den Führerschein machen. Sie machte ihn ''über die BH'' (Bezirkshauptmannschaft), das heißt, dass sie keine Fahrschule besuchte, sondern das Fahren von Bekannten erlernte.
 
Es stellte sich nun auch immer klarer heraus, dass das Weiterarbeiten ohne eigenen PKW nicht mehr zu bewältigen war. Also musste Frau Jakober [[1958]] im Alter von 40 Jahren den Führerschein machen. Sie machte ihn ''über die BH'' (Bezirkshauptmannschaft), das heißt, dass sie keine Fahrschule besuchte, sondern das Fahren von Bekannten erlernte.
   −
Ausgerechnet zum Prüfungstermin hatten auch zwei der von ihr betreuten Wöchnerinnen ihren Geburtstermin. Beide lagen bereits im Kreißsaal. Irgendwie ging sich alles trotzdem noch aus. Frau Jakober lief vom Krankenhaus zur theoretischen Prüfung in den nahegelegenen Metzgerwirt hinüber und kam anschließend gerade noch rechtzeitig zurück, um die erste der beiden Wöchnerinen zu entbinden. Nachfolgend legte sie die praktische Fahrprüfung ab. Dabei sei der Fahrlehrer etwas gnädig gewesen und habe sie durchkommen lassen, obwohl sie beim Rückwärtseinparken gepatzt habe. Anschließend entband sie die zweite Wöchnerin. Von da an chauffierte sie ihr eigenes Auto, und das war vom Anfang bis zuletzt immer ein VW-Käfer.
+
Ausgerechnet zum Prüfungstermin hatten auch zwei der von ihr betreuten Wöchnerinnen ihren Geburtstermin. Beide lagen bereits im Kreißsaal. Irgendwie ging sich alles trotzdem noch aus. Frau Jakober lief vom Krankenhaus, das sich damals noch im Stadtzentrum von [[Zell am See]] befand, zur theoretischen Prüfung in den nahegelegenen [[Metzgerwirt Zell am See]] hinüber, legte diese erfolgreich ab und kam anschließend gerade noch rechtzeitig zurück, um die erste der beiden Wöchnerinen zu entbinden. Nachfolgend legte sie die praktische Fahrprüfung ab. Dabei sei der Fahrlehrer etwas gnädig gewesen und habe sie durchkommen lassen, obwohl sie beim Rückwärtseinparken gepatzt habe. Anschließend entband sie die zweite Wöchnerin. Von da an chauffierte sie ihr eigenes Auto, und das war vom Anfang bis zuletzt immer ein VW-Käfer.
    
Später verlagerte sich das Schwergewicht ihrer Arbeit langsam von Hausgeburten auf Geburten im Krankenhaus. Ihre letzte Hausgeburt machte sie Anfang der 1970er-Jahre. Um die Hausgeburten war ihr wirklich leid. Diese waren zwar ab und zu schwierig, aber nach getaner Arbeit für alle Beteiligten ein sehr glücklicher und emotionaler Moment.
 
Später verlagerte sich das Schwergewicht ihrer Arbeit langsam von Hausgeburten auf Geburten im Krankenhaus. Ihre letzte Hausgeburt machte sie Anfang der 1970er-Jahre. Um die Hausgeburten war ihr wirklich leid. Diese waren zwar ab und zu schwierig, aber nach getaner Arbeit für alle Beteiligten ein sehr glücklicher und emotionaler Moment.
28.595

Bearbeitungen