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| | [[Datei:Schafbergbahn, Nachtfahrt im Advent.jpg|thumb|Schafbergbahn, Nachtfahrt im Advent]] | | [[Datei:Schafbergbahn, Nachtfahrt im Advent.jpg|thumb|Schafbergbahn, Nachtfahrt im Advent]] |
| | [[Datei:Garnitur der Schafbergbahn in der Talstation in St. Wolfgang, mit Modell des Zahnradantriebes.JPG|thumb|Garnitur der Schafbergbahn in der Talstation in St. Wolfgang, mit Modell des Zahnradantriebes]] | | [[Datei:Garnitur der Schafbergbahn in der Talstation in St. Wolfgang, mit Modell des Zahnradantriebes.JPG|thumb|Garnitur der Schafbergbahn in der Talstation in St. Wolfgang, mit Modell des Zahnradantriebes]] |
| − | Die '''Schafbergbahn''' im [[Salzkammergut]] führt vom [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] [[St. Wolfgang]] auf den auf [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger]] Territorium liegenden ''[[Schafberg]]'' (1.783 [[m ü. A.]]). | + | Die '''Schafbergbahn''' im [[Salzkammergut]] führt vom [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] [[St. Wolfgang]] auf den auf [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger]] Territorium liegenden [[Schafberg]] (1&nbps;783 [[m ü. A.]]). |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Bau der Zahnradbahn auf den Schafberg gilt als eine der Pionierleistungen des Bahnbaus. Ohne jemals durch neue Lokomotiven oder Personenwagen ersetzt worden zu sein, verrichten fünf Dampflokomotiven seit [[1. August]] [[1893]] ihren Dienst. | + | Nach langwierigen, zähen Verhandlungen mit Behörden und der beteiligten Regierung ist die Konzession zum Bau der [[Schafbergbahn|Zahnradbahn]] auf den Schafberg zustande gekommen, so dass am [[2. April]] [[1892]] die Bauarbeiten unter dem Generalunternehmer Ing. [[Stern & Hafferl]] in Angriff genommen werden konnten. Begünstigt durch das schöne Wetter, konnte am [[10. Oktober]] [[1892]] der 100 Meter lange Tunnel nahe der Schafbergspitze durchbrochen werden. Ein sehr schneereicher Winter [[1892]]/[[1893|93]] unterbrach die begonnenen Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr. Am [[1. August]] [[1893]] wurde die Zahnradbahn nach dem System Abt, in einer Gesamtlänge von 5,8 km bei einer Steigung von 250 Promille nach Konzessionsbeschluss freigegeben. Um 05:50 Uhr wurde der erste fahrplanmäßige Zug von der Station "St. Wolfgang", noch auf oberösterreichischem Gebiet, über "[[Schafbergalm|Schafbergalpe]]" zur Station "Schafbergspitze" abgeblasen. |
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| | + | Der Bau der Zahnradbahn auf den Schafberg gilt als eine der Pionierleistungen des Bahnbaus. Ohne jemals durch neue Lokomotiven oder Personenwagen ersetzt worden zu sein, verrichten fünf Dampflokomotiven seit 1. August 1893 ihren Dienst. |
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| | Zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s ließen sich höchste Herrschaften und noble Bürger auf den Schafberg noch tragen. Der Beruf des [[Sesselträger]]s war dies eine von der Bürgerschaft gebilligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Die Anzahl der Sesselträger von St. Wolfgang belief sich auf ungefähr 30 Mann. | | Zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s ließen sich höchste Herrschaften und noble Bürger auf den Schafberg noch tragen. Der Beruf des [[Sesselträger]]s war dies eine von der Bürgerschaft gebilligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Die Anzahl der Sesselträger von St. Wolfgang belief sich auf ungefähr 30 Mann. |
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| − | Bei gutem Wetter brach man in den frühen Morgenstunden von St. Wolfgang auf, um den Gipfel des 1.783 m hohen Schafberges bei Sonnenaufgang zu erreichen. Proviant und Regenschutz mussten mitgetragen werden. Seit [[1836]] gibt es auf dem Schafberggipfel eine Schutzhütte, was die Besteigung mit Übernachtung noch romantischer machte. | + | Bei gutem Wetter brach man in den frühen Morgenstunden von St. Wolfgang auf, um den Gipfel des Schafberges bei Sonnenaufgang zu erreichen. Proviant und Regenschutz mussten mitgetragen werden. Seit [[1836]] gibt es auf dem Schafberggipfel eine Schutzhütte, was die Besteigung mit Übernachtung noch romantischer machte. |
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| − | Im April [[1892]] begannen die mühevollen Bauarbeiten für die Schafbergbahn. Unzählige Maultierlasten und 350 italienische Bauarbeiter bewältigten diese Trassierung der Schafbergzahnradbahn, die Pionierleistung der Firma Stern & Hafferl (die es auch heute noch am Traun- und Attersee in Oberösterreich gibt), in nur einjähriger Bauzeit. Begünstigt durch das schöne Wetter, konnte am [[10. Oktober]] [[1892]] der 100 Meter lange Tunnel nahe der Schafbergspitze durchbrochen werden. Ein sehr schneereicher Winter [[1892]]/[[1893|93]] unterbrach die begonnenen Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr. | + | Im April [[1892]] begannen die mühevollen Bauarbeiten für die Schafbergbahn. Unzählige Maultierlasten und 350 italienische Bauarbeiter bewältigten diese Trassierung der Schafbergzahnradbahn, die Pionierleistung der Firma [[Stern & Hafferl]] (die es auch heute noch am Traun- und Attersee in Oberösterreich gibt), in nur einjähriger Bauzeit. Begünstigt durch das schöne Wetter, konnte am [[10. Oktober]] [[1892]] der 100 Meter lange Tunnel nahe der Schafbergspitze durchbrochen werden. Ein sehr schneereicher Winter [[1892]]/[[1893|93]] unterbrach die begonnenen Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr. |
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| − | Seit nunmehr über 100 Jahren zieht die Schafbergbahn magnetisch Tausende begeisterte Touristen und Fremde, Reisende aus allen Himmelsrichtungen über die 5,85 km lange Bahnstrecke auf den 1.783 m hohen Gipfel. Sie überwindet dabei eine Höhenunterschied von 1.188 m in kaum einer Stunde Fahrzeit. | + | Seit nunmehr über 100 Jahren zieht die Schafbergbahn magnetisch Tausende begeisterte Touristen und Fremde, Reisende aus allen Himmelsrichtungen über die 5,85 km lange Bahnstrecke auf den Gipfel. Sie überwindet dabei eine Höhenunterschied von 1 188 m in kaum einer Stunde Fahrzeit. |
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| | Im April [[2006]] übernahm die [[Salzburg AG]] für Energie, Verkehr und Telekommunikation die SchafbergBahn und die [[Wolfgangseeschifffahrt]]. Damit erweitert Salzburgs Energie- und Infrastruktur-Dienstleister seine Geschäftsbereiche um zwei touristische Leitbetriebe im Salzkammergut. Als Dienststellenleiter fungiert der [[Kärnten]]er [[Mario Mischelin]]. Die Schafbergbahn firmiert seither unter den Namen "Salzkammergutbahn" (SKGB), um an ihren Erstbesitzer, die [[Ischlerbahn|Salzkammergut-Lokalbahn]] zu erinnern. Der Bevölkerung war sie besser bekannt als "Ischler Bahn". | | Im April [[2006]] übernahm die [[Salzburg AG]] für Energie, Verkehr und Telekommunikation die SchafbergBahn und die [[Wolfgangseeschifffahrt]]. Damit erweitert Salzburgs Energie- und Infrastruktur-Dienstleister seine Geschäftsbereiche um zwei touristische Leitbetriebe im Salzkammergut. Als Dienststellenleiter fungiert der [[Kärnten]]er [[Mario Mischelin]]. Die Schafbergbahn firmiert seither unter den Namen "Salzkammergutbahn" (SKGB), um an ihren Erstbesitzer, die [[Ischlerbahn|Salzkammergut-Lokalbahn]] zu erinnern. Der Bevölkerung war sie besser bekannt als "Ischler Bahn". |
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| | ==Technik== | | ==Technik== |
| | Neben Dieseltriebwagen und ölgefeuerten Dampflokomotiven kommen seit Sommer 2010 auch [[Bergsalamander (Schafbergbahn)|Bergsalamander]] zum Einsatz. | | Neben Dieseltriebwagen und ölgefeuerten Dampflokomotiven kommen seit Sommer 2010 auch [[Bergsalamander (Schafbergbahn)|Bergsalamander]] zum Einsatz. |
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| | + | == Verlauf == |
| | + | * Talstation auf knapp 550 m ü. A., auf oberösterreichischem Gebiet in St. Wolfgang |
| | + | * Ausweiche auf 1 010 m ü. A. bei der Dorneralm zum Wassertanken bei Dampfbetrieb |
| | + | * Haltestelle Schafbergalm auf 1 364 m ü. A. |
| | + | * zwei Tunnel auf etwa 1 500 m ü. A. |
| | + | * Bergstation auf etwa 1 732 m ü. A |
| | + | |
| | ==Schafbergbahnfahrt im September 2015== | | ==Schafbergbahnfahrt im September 2015== |
| | An einem schönen Septembertag herrschte schon vormittags am Talbahnhof großer Andrang. Besonders nach der Ankunft der Passagiere von den Wolfgangseeschiffen aus Geschwendt und St. Gilgen bildeten sich am Talbahnhof Warteschlangen. Offensichtlich wurde im Zug jeder noch freie Platz genützt, denn die Schaffner waren bemüht, einige vorerst noch freie Plätze zu besetzen. In den zwei Waggons pro Zuggarnitur finden insgesamt ca. 100 Personen Platz. | | An einem schönen Septembertag herrschte schon vormittags am Talbahnhof großer Andrang. Besonders nach der Ankunft der Passagiere von den Wolfgangseeschiffen aus Geschwendt und St. Gilgen bildeten sich am Talbahnhof Warteschlangen. Offensichtlich wurde im Zug jeder noch freie Platz genützt, denn die Schaffner waren bemüht, einige vorerst noch freie Plätze zu besetzen. In den zwei Waggons pro Zuggarnitur finden insgesamt ca. 100 Personen Platz. |
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| | * {{wikipedia-de|Schafbergbahn}} | | * {{wikipedia-de|Schafbergbahn}} |
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| − | ==Quellen==
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| − | * Adele Sungler
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| | Datei:Impressionen von der Bergstation der Schafbergbahn.jpg|Collage: Impressionen von der Bergstation der Schafbergbahn | | Datei:Impressionen von der Bergstation der Schafbergbahn.jpg|Collage: Impressionen von der Bergstation der Schafbergbahn |
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| | + | ==Quellen== |
| | + | {{Homepage|http://www.schafbergbahn.at/}} |
| | + | * Adele Sungler |
| | + | * [http://www.bergfex.at/sommer/sankt-wolfgang-am-wolfgangsee/ www.bergfex.at] |
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| | [[Kategorie:Salzkammergut]] | | [[Kategorie:Salzkammergut]] |