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| | [[Datei:2005-10-15,_Untersbergbilder_167.jpg|thumb|Salzburgblick vom Untersberg]] | | [[Datei:2005-10-15,_Untersbergbilder_167.jpg|thumb|Salzburgblick vom Untersberg]] |
| | [[Datei:Untersbergpanorama_15._Okt._2005.jpg|thumb|Panoramablick vom Untersberg Richtung Norden]] | | [[Datei:Untersbergpanorama_15._Okt._2005.jpg|thumb|Panoramablick vom Untersberg Richtung Norden]] |
| − | Der '''Untersberg''' ist ein Bergmassiv mit einer Ausdehnung von etwa 70 km² im Südwesten des [[Flachgau]]s an der Grenze zu [[Bayern]]. Erschlossen ist das Massiv durch die [[Untersbergseilbahn]] und Wanderwege. | + | Der '''Untersberg''' ist ein Bergmassiv mit einer Ausdehnung von etwa 70 km² im Südwesten des [[Flachgau]]s an der Grenze zu [[Bayern]]. Erschlossen ist das Massiv durch die [[Untersbergseilbahn]] und durch zahlreiche Wanderwege (Dopplersteig, Reitsteig, Weinsteig, Weg über die Klingeralm, Weg vom Bruchhäusl zum Ochsenkopf, von bayrischer Seite Stöhrweg, . |
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| | == Allgemeines == | | == Allgemeines == |
| − | Der Untersbergstock befindet sich am westlichen Rand des [[Salzburger Becken]]s und bildet die Grenze zwischen dem [[Bundesland Salzburg]] ([[Österreich]]) und [[Bayern]], [[Bundesrepublik Deutschland]]. Seine Ränder sind steil aufragend bis in Höhen zwischen 1 500 [[m ü. A.]] und 1 800 m ü. A. Oben breitet sich ein Gebirgsplateau aus, das nach Nordosten etwas flacher abfällt und waldreich ist. Im Westen wird er durch den [[Pass Thurn]] zwischen [[Berchtesgaden]] und [[Bayerisch-Gmain]] im [[Berchtesgadener Land]], sowie [[Großgmain]] im Norden, [[Grödig]] im Osten auf Salzburger Seite und dem Berchtesgadener Becken im Süden begrenzt. | + | Der Untersbergstock befindet sich am westlichen Rand des [[Salzburger Becken]]s, über den Untersberg verläuft die Grenze zwischen dem [[Bundesland Salzburg]] ([[Österreich]]) und [[Bayern]] ([[Bundesrepublik Deutschland]]). Seine Ränder sind steil aufragend bis in Höhen zwischen 1 500 [[m ü. A.]] und 1 800 m ü. A. Oben breitet sich ein Gebirgsplateau aus, das nach Nordosten etwas flacher abfällt und waldreich ist. Im Westen wird er durch den [[Pass Thurn]] zwischen [[Berchtesgaden]] und [[Bayerisch-Gmain]] im [[Berchtesgadener Land]], sowie [[Großgmain]] im Norden, [[Grödig]] im Osten auf Salzburger Seite und dem Berchtesgadener Becken im Süden begrenzt. |
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| | Der [[Salzburger Hochthron]] mit 1 853 [[m ü. A.]] liegt auf Salzburger, der [[Berchtesgadener Hochthron]] als höchster Gipfel des Massivs mit 1 972 m ü. A., auf bayerischer Seite. Unmittelbar neben der Bergstation der Untersbergseilbahn ist das [[Geiereck]] (1 805 m ü. A.) zu finden. | | Der [[Salzburger Hochthron]] mit 1 853 [[m ü. A.]] liegt auf Salzburger, der [[Berchtesgadener Hochthron]] als höchster Gipfel des Massivs mit 1 972 m ü. A., auf bayerischer Seite. Unmittelbar neben der Bergstation der Untersbergseilbahn ist das [[Geiereck]] (1 805 m ü. A.) zu finden. |
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| | Die natürliche Verkarstung des Kalksteins führte auch im Untersbergmassiv zu mehr als 400 Höhlen, von denen die [[Schellenberger Eishöhle]] die bekannteste ist. Vom [[Dopplersteig]] aus zugänglich ist die [[Kolowratshöhle]], die jedoch nur von erfahrenen Höhlenforschern begangen werden soll. Das ''Drama vom Untersberg'', die Bergung eines im Juni 2014 durch Steinschlag verunfallten deutschen Höhlenforschers, hat die auf deutschen Staatsgebiet befindliche Höhle namens [[Riesending]] europaweit in die Schlagzeilen gebracht. Immer wieder brechen Teile des Kalksteins ab und stürzen zu Tal. So war es auch am [[10. Juni]] [[1935]] um 12:30 Uhr, als das ''Drachenloch'' bei [[Sankt Leonhard (Grödig)|Sankt Leonhard]] abbrach. | | Die natürliche Verkarstung des Kalksteins führte auch im Untersbergmassiv zu mehr als 400 Höhlen, von denen die [[Schellenberger Eishöhle]] die bekannteste ist. Vom [[Dopplersteig]] aus zugänglich ist die [[Kolowratshöhle]], die jedoch nur von erfahrenen Höhlenforschern begangen werden soll. Das ''Drama vom Untersberg'', die Bergung eines im Juni 2014 durch Steinschlag verunfallten deutschen Höhlenforschers, hat die auf deutschen Staatsgebiet befindliche Höhle namens [[Riesending]] europaweit in die Schlagzeilen gebracht. Immer wieder brechen Teile des Kalksteins ab und stürzen zu Tal. So war es auch am [[10. Juni]] [[1935]] um 12:30 Uhr, als das ''Drachenloch'' bei [[Sankt Leonhard (Grödig)|Sankt Leonhard]] abbrach. |
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| − | == Trinkwasserreservoir == | + | == Trinkwasser == |
| − | Der Untersberg stellt auch das Quellgebiet für das [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg]] dar. Er versorgt zu 90 % den Trinkwasserbedarf der Stadt. Zwischen [[Grödig]] und dem Grödiger Ortsteil [[Glanegg]] gibt es ein ausgedehntes [[Trinkwasserschutzgebiet]]. Die [[Fürstenbrunner Quelle]] liegt am unteren Ende des "Großen Bärentals" und tritt in 600 m ü. A., also 150 m über der Talsohle, zu Tage. | + | Der Grundwasserstrom unter dem Untersberg liefert den weitaus größten Teil des [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Trinkwassers für die Stadt Salzburg]]. Drei Vertikalfilterbrunnen und ein Horizontalfilterbrunnen der Salzburg AG in Glanegg versorgen weit überwiegend (über 90 %) die Stadt mit Trinkwasser. Zwischen [[Grödig]] und dem Grödiger Ortsteil [[Glanegg]] besteht ein ausgedehntes [[Trinkwasserschutzgebiet]]. Die große [[Fürstenbrunner Quelle]] liegt am unteren Ende des "Großen Bärentals" und tritt in 600 m ü. A., also 150 m über der Talsohle, zu Tage. Ihr Wasser bereichert nach Einbringung des Wassers in einer Versickerungsanlage ebenfalls den als Trinkwasser genutzten Grundwasserstrom. |
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| | == Geschichte und Bedeutung == | | == Geschichte und Bedeutung == |