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Am Kriegsende, in den wenigen Tagen nachdem die SS-Mannschaften abgezogen waren und bevor die amerikanischen Truppen das Schloss besetzt haben, wurde hier im großen Stil geplündert. Aus nah und fern kamen Leute aus der Bevölkerung zum Teil sogar mit Fahrzeugen und transportierten ab was ihnen gefiel. Das NS-Raubgut wurde nun zum zweiten Mal gestohlen, dieses Mal aber von der Zivilbevölkerung. Es verschwand ein großer Teil der Sammlungen des Museum Goluchow, die vor ihrer Verfrachtung nach Österreich im Nationalmuseum in Warschau befindlich waren. Darüber hinaus gingen zu diesem Zeitpunkt auch Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau verloren.
 
Am Kriegsende, in den wenigen Tagen nachdem die SS-Mannschaften abgezogen waren und bevor die amerikanischen Truppen das Schloss besetzt haben, wurde hier im großen Stil geplündert. Aus nah und fern kamen Leute aus der Bevölkerung zum Teil sogar mit Fahrzeugen und transportierten ab was ihnen gefiel. Das NS-Raubgut wurde nun zum zweiten Mal gestohlen, dieses Mal aber von der Zivilbevölkerung. Es verschwand ein großer Teil der Sammlungen des Museum Goluchow, die vor ihrer Verfrachtung nach Österreich im Nationalmuseum in Warschau befindlich waren. Darüber hinaus gingen zu diesem Zeitpunkt auch Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau verloren.
 
Hier verliert sich auch die Spur des Kreuzes aus Limoges, bis es rund 60 Jahre später 2004 im weggeworfenen Nachlass eines verstorbenen Gasteiner Hoteliers im Sperrmüll-Container wieder auftauchte.
 
Hier verliert sich auch die Spur des Kreuzes aus Limoges, bis es rund 60 Jahre später 2004 im weggeworfenen Nachlass eines verstorbenen Gasteiner Hoteliers im Sperrmüll-Container wieder auftauchte.
===Vom Schloss Fischhorn in den Sperrmüll-Container in Zell am See==
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===Vom Schloss Fischhorn in den Sperrmüll-Container in Zell am See===
 
Wie Recherchen ergeben haben, kam das Kreuz als Diebesgut zuerst nach Gries im Pinzgau. Von dort ging es nach einer Heirat in den Besitz einer Gasteiner Hoteliers-Familie über. Nach dem Tod des ehemaligen Gasteiner Hoteliers wurde es wie beschrieben entsorgt und geborgen.
 
Wie Recherchen ergeben haben, kam das Kreuz als Diebesgut zuerst nach Gries im Pinzgau. Von dort ging es nach einer Heirat in den Besitz einer Gasteiner Hoteliers-Familie über. Nach dem Tod des ehemaligen Gasteiner Hoteliers wurde es wie beschrieben entsorgt und geborgen.
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==Bemerkenswertes==
 
==Bemerkenswertes==
 
Der Auffindung des Kreuzes aus Limoges fand ein großes Medienecho. Als nun der Wert des Kreuzes einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, stellten die Nachkommen des Verstorbenen, die zuerst wegen der Schulden desselben sein Erbe nicht angetreten und auch das Kreuz im Müll entsorgt hatten, gerichtlich Besitzansprüche. Angesichts der wahren Besitzverhältnisse war dieses Vorgehen jedoch zum Scheitern verurteilt. Auch die Finderin wollte wegen des nun bekannten hohen Wertes einen Finderlohn. Sie konnte sich mit den rechtmäßigen Besitzern außergerichtlich einigen.  
 
Der Auffindung des Kreuzes aus Limoges fand ein großes Medienecho. Als nun der Wert des Kreuzes einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, stellten die Nachkommen des Verstorbenen, die zuerst wegen der Schulden desselben sein Erbe nicht angetreten und auch das Kreuz im Müll entsorgt hatten, gerichtlich Besitzansprüche. Angesichts der wahren Besitzverhältnisse war dieses Vorgehen jedoch zum Scheitern verurteilt. Auch die Finderin wollte wegen des nun bekannten hohen Wertes einen Finderlohn. Sie konnte sich mit den rechtmäßigen Besitzern außergerichtlich einigen.  
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