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Marianne Freifrau von Hauser (1877 - 1968), geb. Freiin von Allmayer-Beck und eine Enkeltochter von Hersilie von Hagenauer der Triester Linie, hatte in den 1930er Jahren über die Geschichte und die Genealogie der Hagenauer in Salzburg und der Zeit danach geforscht. Es gelang ihr dabei umfangreiches Quellenmaterial zu erschließen und eine wichtige Grundlagenarbeit über die Hagenauer im Erzbistum Salzburg zu schaffen. Generell sollten jedoch Publikationen von Autoren über deren eigene Familiengeschichte stets besonders kritisch betrachtet werden. Untersuchungen von Familiengeschichten anderer Adelsgeschlechter belegen, dass viele dieser Autoren eine einseitige und voreingenommene Sichtweise hatten, was oft zu einer verzerrten oder sogar falschen Darstellung historischer Begebenheiten führen konnte. Bei einigen dieser Publikationen divergierte das Wunschdenken, die Idealisierung und Schönfärberei des Autors über die jeweils eigene Familie mit der Realität historischer Tatsachen. Die (weitgehend unpublizierte) Arbeit von Baronin Hauser stellte sich jedoch, nach einer genauen Untersuchung der angegeben Quellen im Vergleich mit ihren Darstellungen und dem erstellten Stammbaum, als äußerst gründlich und gewissenhaft heraus. Sie hatte nicht nur neues Quellenmaterial erschlossen, sondern sie war auch zu den Primär-Quellen zurückgekehrt, wobei sie die Abschriften / Kopien der Dokumente bezüglich ihrer Richtigkeit von den jeweils dafür zuständigen Verwaltern der Archive gegenzeichnen und bestätigen ließ. Leider weist aber ihre Arbeit dennoch, trotz einer durchgehenden Genealogie der Hagenauer bis in die 1930er Jahre, gravierende Lücken und einige Fehler (Nebenlinien, Wappenmehrung, Standeserhebung, etc.) auf. Der Schwerpunkt der Untersuchungen von Hauser lag auf Grund ihrer Abstammung von der Triester Linie auch bei dieser. So hatte Baronin Hauser in ihrer Arbeit zwar den Adelsstand des Triester Zweiges angeführt, nicht jedoch den des späteren Wiener Zweiges (1671 Wappenbrief mit Adelswappen, 1786 Bestätigung des Adelsprädikats "von", 1884 römische Baronie, 1929 bzw. 1932 italienischer Freiherrnstand).  
 
Marianne Freifrau von Hauser (1877 - 1968), geb. Freiin von Allmayer-Beck und eine Enkeltochter von Hersilie von Hagenauer der Triester Linie, hatte in den 1930er Jahren über die Geschichte und die Genealogie der Hagenauer in Salzburg und der Zeit danach geforscht. Es gelang ihr dabei umfangreiches Quellenmaterial zu erschließen und eine wichtige Grundlagenarbeit über die Hagenauer im Erzbistum Salzburg zu schaffen. Generell sollten jedoch Publikationen von Autoren über deren eigene Familiengeschichte stets besonders kritisch betrachtet werden. Untersuchungen von Familiengeschichten anderer Adelsgeschlechter belegen, dass viele dieser Autoren eine einseitige und voreingenommene Sichtweise hatten, was oft zu einer verzerrten oder sogar falschen Darstellung historischer Begebenheiten führen konnte. Bei einigen dieser Publikationen divergierte das Wunschdenken, die Idealisierung und Schönfärberei des Autors über die jeweils eigene Familie mit der Realität historischer Tatsachen. Die (weitgehend unpublizierte) Arbeit von Baronin Hauser stellte sich jedoch, nach einer genauen Untersuchung der angegeben Quellen im Vergleich mit ihren Darstellungen und dem erstellten Stammbaum, als äußerst gründlich und gewissenhaft heraus. Sie hatte nicht nur neues Quellenmaterial erschlossen, sondern sie war auch zu den Primär-Quellen zurückgekehrt, wobei sie die Abschriften / Kopien der Dokumente bezüglich ihrer Richtigkeit von den jeweils dafür zuständigen Verwaltern der Archive gegenzeichnen und bestätigen ließ. Leider weist aber ihre Arbeit dennoch, trotz einer durchgehenden Genealogie der Hagenauer bis in die 1930er Jahre, gravierende Lücken und einige Fehler (Nebenlinien, Wappenmehrung, Standeserhebung, etc.) auf. Der Schwerpunkt der Untersuchungen von Hauser lag auf Grund ihrer Abstammung von der Triester Linie auch bei dieser. So hatte Baronin Hauser in ihrer Arbeit zwar den Adelsstand des Triester Zweiges angeführt, nicht jedoch den des späteren Wiener Zweiges (1671 Wappenbrief mit Adelswappen, 1786 Bestätigung des Adelsprädikats "von", 1884 römische Baronie, 1929 bzw. 1932 italienischer Freiherrnstand).  
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In einer von Hauser unter anderem verwendeten Quelle, der Familienchronik von Joseph Philipp Fellner (1833), wurden die wechselnden Geschäftserfolge der Hagenauer in Triest zur Zeit der napoleonischen Kriege nicht gerade positiv dargestellt. Dies hatte Hauser offensichtlich zu einer überkritischen und teilweise unreflektierten Stellungnahme bezüglich der Darstellungen Fellners bewegt. Dadurch unterliefen Baronin Hauser bei der Suche und Aufzeichnung von Irrtümern Fellners selbst Fehler und Widersprüche. Fellners Taufpate war ja der Handelsherr Leopold Hagenauer (1761 - 1828) und Fellner war auch ein guter Bekannter und Zeitgenosse des Abtes [[Dominikus von Hagenauer]] in Salzburg gewesen. Fellners Chronik ist daher, trotz kleiner Irrtümer, als wichtige und zuverlässige historische Quelle eines Zeitzeugen zu werten. Später aufgetauchtes Quellenmaterial, das Baronin Hauser damals anscheinend noch nicht zur Verfügung gestanden ist, oder zu dem sie keinen Zugang hatte, belegen jedoch die weitgehende Richtigkeit der Ausführungen Fellners. So zum Beispiel die am 14. September 1671 an die Brüder Paulus, Georg (IV.) und Johann Hagenauer de Hagenau verliehene Bestätigung des Stammwappens mit Wappenbesserung durch den kaiserlichen Hofpfalzgrafen Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg. Baronin Hauser hatte in der Einleitung ihrer Arbeit die Chronik Fellners bezüglich seiner vermuteten Herkunft der Hagenauer aus dem niederösterreichischen Stamm des Geschlechts der Herren von Hagenau zitiert. Der Historiker Willibald Hauthaler hatte an Hand von Urkunden die Herkunft der Salzburger Hagenauer allerdings der Bayerischen Linie der Herren von Hagenau zugeordnet. An einer anderen Stelle ihrer Arbeit stellte Hauser eine dazu vollkommen widersprüchliche These auf, nämlich dass die Hagenauer sich möglicherweise nach dem Hagenau bei Hammerau genannt haben könnten. Dem widersprach sie in ihrer Arbeit sogar selbst, wo sie die Herkunft der Hagenauer aus Bayern über Teisendorf nach Piding und schließlich nach Ainring kommend beschrieben hatte. Die Herkunft der Salzburger Hagenauer aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau ist nicht nur durch Urkunden belegt, sondern auch durch ihr Stammwappen (mit Flug als Helmzier der bayrischen Linie), welches im 17. Jahrhundert im Rahmen einer Wappenerweiterung bestätigt wurde. Ebenso widersprechen die ersten urkundlichen Erwähnungen der hagenauer im Erzbistum Salzburg ab Mitte des 16. Jahrhunderts Hausers irrigen These einer Namens-Herkunft aus dem Hagenau bei Hammerau. Dort wurden sie nicht als "Hagenauer de Hagenau" genannt, sondern als "Hagenauer de Allershausen", als "Hagenauer de Piding", als "Hagenauer de Ainring", mit einem "Gebäude am Högl" sowie in Traunstein, Piding und Hammerau. Da sie sich bereits vor ihrer Niederlassung in Hagenau bei Hammerau Hagenauer nannten, ist dieses Hagenau als namensgebend mit Sicherheit auszuschließen. Erst später tauchten sie in den Salzburger Urkunden als "Hagenauer de Hagenau" auf. Die erste diesbezügliche Erwähnung als "von Hagenau" (bei Hammerau) findet man erst 1617 in der Taufurkunde des "Johannes Hagenauer de Hagenau".  
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In einer von Hauser unter anderem verwendeten Quelle, der Familienchronik von Joseph Philipp Fellner (1833), wurden die wechselnden Geschäftserfolge der Hagenauer in Triest zur Zeit der napoleonischen Kriege nicht gerade positiv dargestellt. Dies hatte Hauser offensichtlich zu einer überkritischen und teilweise unreflektierten Stellungnahme bezüglich der Darstellungen Fellners bewegt. Dadurch unterliefen Baronin Hauser bei der Suche und Aufzeichnung von Irrtümern Fellners selbst Fehler und Widersprüche. Fellners Taufpate war ja der Handelsherr Leopold Hagenauer (1761 - 1828) und Fellner war auch ein guter Bekannter und Zeitgenosse des Abtes [[Dominikus von Hagenauer]] in Salzburg gewesen. Fellners Chronik ist daher, trotz kleiner Irrtümer, als wichtige und zuverlässige historische Quelle eines Zeitzeugen zu werten. Später aufgetauchtes Quellenmaterial, das Baronin Hauser damals anscheinend noch nicht zur Verfügung gestanden ist, oder zu dem sie keinen Zugang hatte, belegen jedoch die weitgehende Richtigkeit der Ausführungen Fellners. So zum Beispiel die am 14. September 1671 an die Brüder Paulus, Georg (IV.) und Johann Hagenauer de Hagenau verliehene Bestätigung des Stammwappens mit Wappenbesserung durch den kaiserlichen Hofpfalzgrafen Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg.  
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Baronin Hauser hatte in der Einleitung ihrer Arbeit die Chronik Fellners bezüglich seiner vermuteten Herkunft der Hagenauer aus dem niederösterreichischen Stamm des Geschlechts der Herren von Hagenau zitiert. Der Historiker Willibald Hauthaler konnte an Hand von Urkunden die Herkunft der Salzburger Hagenauer allerdings der Bayerischen Linie der Herren von Hagenau zuordnen. An einer anderen Stelle ihrer Arbeit stellte Hauser eine dazu vollkommen widersprüchliche These auf, nämlich dass die Hagenauer sich möglicherweise nach dem Hagenau bei Hammerau genannt haben könnten. Dem widersprach sie in ihrer Arbeit sogar selbst, wo sie die Herkunft der Hagenauer aus Bayern über Teisendorf nach Piding und schließlich nach Ainring kommend beschrieben hatte. Allerdings ist die Herkunft der Salzburger Hagenauer aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau nicht nur durch Urkunden belegt, sondern auch durch ihr Stammwappen (mit Flug als Helmzier der bayrischen Linie), welches ihnen im Rahmen einer Wappenerweiterung im 17. Jahrhundert bestätigt wurde. Ebenso widersprechen die ersten urkundlichen Erwähnungen der Hagenauer im Erzbistum Salzburg ab Mitte des 16. Jahrhunderts Hausers irrigen These einer Namens-Herkunft aus dem Hagenau bei Hammerau. Dort wurden sie nämlich nicht als "Hagenauer de Hagenau" genannt, sondern als "Hagenauer de Allershausen", als "Hagenauer de Piding", als "Hagenauer de Ainring", mit einem "Gebäude am Högl" sowie in Traunstein, Piding und Hammerau. Da sie sich also bereits vor ihrer Niederlassung in Hagenau bei Hammerau Hagenauer nannten, ist dieses Hagenau als namensgebend mit Sicherheit auszuschließen. Erst später tauchten sie in den Salzburger Urkunden als "Hagenauer de Hagenau" auf. Die erste diesbezügliche Erwähnung als "von Hagenau" (bei Hammerau) findet man erst 1617 in der Taufurkunde des "Johannes Hagenauer de Hagenau".  
    
Im Zuge der Recherchen von Baronin Hauser in Bayrischen, Salzburger und Triester Kirchenbüchern, Urkunden, Verzeichnissen, Analen, Hof- und Militärschematismen (statistische Handbücher), Ahnentafeln etc., stieß sie ferner auf Hagenauer, die sie nicht in ihren Hagenauer-Stammbaum einordnen konnte. Obwohl sie zu dem Schluss kam, dass es sich um weitere Familienmitglieder aus dem Geschlecht der Hagenauer gehandelt hatte, wurden diese Funde von ihr nicht weiter berücksichtigt und verfolgt. Den Stammbaum der Salzburger Hagenauer (mit Triester und Wiener Zweig) publizierte Baronin Hauser mit allen Lücken und Fehlern in der Serie "Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte" in den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 1938. Ihr Beitrag wurde in der späteren Publikation von Franz Martin der "[[Hundert Salzburger Familien]]" 1946 unter ihrem Namen unverändert übernommen.
 
Im Zuge der Recherchen von Baronin Hauser in Bayrischen, Salzburger und Triester Kirchenbüchern, Urkunden, Verzeichnissen, Analen, Hof- und Militärschematismen (statistische Handbücher), Ahnentafeln etc., stieß sie ferner auf Hagenauer, die sie nicht in ihren Hagenauer-Stammbaum einordnen konnte. Obwohl sie zu dem Schluss kam, dass es sich um weitere Familienmitglieder aus dem Geschlecht der Hagenauer gehandelt hatte, wurden diese Funde von ihr nicht weiter berücksichtigt und verfolgt. Den Stammbaum der Salzburger Hagenauer (mit Triester und Wiener Zweig) publizierte Baronin Hauser mit allen Lücken und Fehlern in der Serie "Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte" in den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 1938. Ihr Beitrag wurde in der späteren Publikation von Franz Martin der "[[Hundert Salzburger Familien]]" 1946 unter ihrem Namen unverändert übernommen.

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