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[[Bild:GROHAG08.jpg|thumb|Das Gedenkzeichen beim [[Fuscher Törl]]]]
Das '''Gedenkzeichen Fuscher Törl''' ist ein Monument an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] beim [[Fuscher Törl]] (2 482 [[m ü. A.]]).

== Beschreibung ==
Das Gedenkzeichen ist ein massiver Steinbau mit pyramidenartigem Dach. Es wurde nach vom damaligen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg<ref>siehe {{wikipedia-de|Kurt_Schuschnigg}}</ref> ausgewählten Entwurf von [[Clemens Holzmeister]] erbaut. Es kam damals auch die Bezeichnung "Dollfußkapelle" auf<ref>Österreich-Karte Ausgabe 1937 "Dollfuß Denkmal", ÖK 1:50 000, Blatt 153</ref>.

Bis 1938 befand sich im Fußboden eine [[Marmor]]platte mit folgendem Text:

"''Am 15. Juli 1934 bewunderte Bundeskanzler Dr. Dollfuß von dieser Stelle aus Salzburgs Herrlichkeit. Zehn Tage später brachte er der österreichischen Idee sein Leben zum Opfer.''"<ref>Quelle u. a. [[Salzburger Chronik]] vom 5. August 1935</ref>

Über dem Portal befand sich eine Einschrift mit Bronze-Buchstaben: "''SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM''"

An den Seitenwänden im Inneren des Gedenkzeichens befanden sich zwei Bronzereliefs. Das noch existierende stammte vom Bildhauer Edwin Grienauer und war dem Bauleiter (Anm: [[Franz Friedrich Wallack]]), den Ingenieuren, den Arbeitern und den Baufirmen gewidmet. Das zweite, nicht mehr vorhandene Bronzerelief zeigte ein Bronzebild der beiden Politiker Dr. [[Franz Rehrl]], damaliger [[Landeshauptmann]] von Salzburg, und Dollfuß. Es war nach einem Entwurf des Bildhauers Adolf Wagner von der Mühl gestaltet worden. Es trug folgende Inschrift:

"''Entscheidende Besprechung am 5. Juni 1932.''<br />
''Die Großglockner Hochalpenstraße verdankt ihre Verwirklichung der unbeugsamen Willenskraft des Landeshauptmannes von Salzburg''<br />
''Dr. Franz Rehrl''<br />
''und der''<br />
''entscheidenden Förderung durch''<br />
''Bundeskanzler''<br />
''Dr. Engelbert Dolfuß''<br />
''sowie der verdienten Mitarbeit der Mitglieder der Bundesregierung, des Verwaltungsrates und der Geschäftsführung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] und aller jener Männer, deren Namen eine in diesem Gedenkzeichen hinterlegte Urkunde aufzählt.''"

Nach dem Anschluss wurden die lateinischen Inschriften am Gedenkzeichen und über den Portalen des [[Hochtor]]tunnels entfernt. Diese Entfernungen, ebenso wie jener Tafel, die an Dollfuß erinnerte, erfolgten auf Weisung des ''Gauleiters und Landeshauptmannes'' [[Friedrich Rainer]]. Nunmehr hieß das Gedenkzeichen "Anschluss-Denkmal" und eine neue Gedenktafel an der linken Innenseite trug folgende Inschrift:

"''Diese herrliche Bergwelt brachte ÖSTERREICH dem deutschen Vaterlande am 13. März 1938 als MORGENGABE mit''"

== Entstehung ==
An dem Wettbewerb für dieses Gedenkzeichen hatten sich 48 österreichische Künstler beteiligt. Sieger wurde Architekt Rudolf Perthen, der Zweitgereihte war Architekt Stefan Simony mit Bildhauer Edwin Grienauer und an dritte Stelle folgte der später Erbauer, Clemens Holzmeister. Er erhielt den Auftrag deshalb, weil Holzmeister mit Dollfuß in persönlicher Beziehung stand und Dollfuß die endgültige Auswahl oblag.

Am [[4. Mai]] [[1935]], also nur drei Monate vor der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, wurde dann vom tagenden Preisgericht die Erreichung des Gedenkzeichens beschlossen.

== Quellen ==
* Rigele, Georg: ''[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]]''
<references/>


[[Kategorie:Großglockner]]
[[Kategorie:Denkmal]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Fusch an der Großglocknerstraße]]
[[Kategorie:Alpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Zentralalpen]]
[[Kategorie:Hohe Tauern]]
[[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]]

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