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== Das Unglück ==
 
== Das Unglück ==
Das Gebiet um den lawinenberüchtigen [[Gnadenfall]] auf der [[Radstädter Tauernstraße]] war am 2. März 1965 um 16:45 Uhr Schauplatz des schwersten Lawinenunglücks in der Geschichte der Gemeinde [[Untertauern]], auf dessen Gemeindegebiet es sich ereignete. Kurz vor der geplanten Sperre der Straße zwischen Ober- und Untertauern passierte das Lawinenunglück.  
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Das Gebiet um den lawinenberüchtigen [[Gnadenfall]] auf der [[Radstädter Tauernstraße]] war am 2. März 1965 um 16:45 Uhr Schauplatz des schwersten Lawinenunglücks in der Geschichte der Gemeinde [[Untertauern]], auf deren Gemeindegebiet es sich ereignete. Kurz vor der geplanten Sperre der [[Katschberg Straße|Straße]] zwischen Ober- und Untertauern passierte das Lawinenunglück.  
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14 Jugendliche aus Schweden starben, weil ein mit 37 schwedischen und finnischen Studenten voll besetzter Sonderbus der Post auf dem Weg von Obertauern ins Quartier in der Nähe von [[Radstadt]] von einer Staublawine 50 Meter in die Tiefe mitgerissen wurde. Das Fahrzeug blieb an einem Baum hängen und konnte erst drei Wochen später geborgen werden. Der 36-jährige bergerfahrene Busfahrer wurde nach einer Viertelstunde befreit und überlebte das Unglück.
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14 Jugendliche aus [[Schweden]] starben, weil ein mit 37 schwedischen und finnischen Studenten voll besetzter Sonderbus der Post auf dem Weg von Obertauern ins Quartier in der Nähe von [[Radstadt]] von einer Staublawine 50 Meter in die Tiefe mitgerissen wurde. Das Fahrzeug blieb an einem Baum hängen und konnte erst drei Wochen später geborgen werden. Der 36-jährige bergerfahrene Busfahrer wurde nach einer Viertelstunde befreit und überlebte das Unglück.
    
Der heute (2015) pensionierte [[Gendarmerie|Gendarm]] Heinz Lerch aus [[Puch bei Hallein]] erinnerte sich im Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]] an diesen Tag. Er war damals Gendarmerieschüler und war dem Drehort für den Beatles-Film (die Beatles kamen nur wenige Tage nach dem Unglück am 13. März nach Obertauern) zugeteilt. Etwa eine Woche lang wurden die Gendarmerieschüler in kleinen Bussen von der Gendarmerieschule in der [[Festung Hohenwerfen]] in [[Werfen]] nach Obertauern und zurück gefahren. Sie sahen am 2. März den zertrümmerten Autobus, der wegen anhaltender Lawinengefahr nicht geborgen werden konnte.  
 
Der heute (2015) pensionierte [[Gendarmerie|Gendarm]] Heinz Lerch aus [[Puch bei Hallein]] erinnerte sich im Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]] an diesen Tag. Er war damals Gendarmerieschüler und war dem Drehort für den Beatles-Film (die Beatles kamen nur wenige Tage nach dem Unglück am 13. März nach Obertauern) zugeteilt. Etwa eine Woche lang wurden die Gendarmerieschüler in kleinen Bussen von der Gendarmerieschule in der [[Festung Hohenwerfen]] in [[Werfen]] nach Obertauern und zurück gefahren. Sie sahen am 2. März den zertrümmerten Autobus, der wegen anhaltender Lawinengefahr nicht geborgen werden konnte.  
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Für den gerade erst aufstrebenden Skiort Obertauern hätte das Unglück beinahe das Ende bedeutet. Das Unterrichtsministerium verbot wegen der Lawinengefahrt Schulskikurse in Obertauern. Die [[Staatsanwaltschaft Salzburg]] war entschlossen, die Zuständigen zur Verantwortung zu ziehen. Es folgten genaue Untersuchungen und Befragungen. [[Bürgermeister der Gemeinde Untertauern|Altbürgermeister]] [[ Dieter Kindl]], der selbst später vier Jahrzehnte der Lawinenwarnkommission angehörte, erinnert sich, wie die Mitglieder der Kommission damals - das waren Wirtsleute - Angst hatten, ihr Hab und Gut zu verlieren. Gute Verbindungen von Kindl zum damaligen Bundeskanzler und früheren Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] verhinderten, dass jemand angeklagt wurde.
 
Für den gerade erst aufstrebenden Skiort Obertauern hätte das Unglück beinahe das Ende bedeutet. Das Unterrichtsministerium verbot wegen der Lawinengefahrt Schulskikurse in Obertauern. Die [[Staatsanwaltschaft Salzburg]] war entschlossen, die Zuständigen zur Verantwortung zu ziehen. Es folgten genaue Untersuchungen und Befragungen. [[Bürgermeister der Gemeinde Untertauern|Altbürgermeister]] [[ Dieter Kindl]], der selbst später vier Jahrzehnte der Lawinenwarnkommission angehörte, erinnert sich, wie die Mitglieder der Kommission damals - das waren Wirtsleute - Angst hatten, ihr Hab und Gut zu verlieren. Gute Verbindungen von Kindl zum damaligen Bundeskanzler und früheren Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] verhinderten, dass jemand angeklagt wurde.
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In Folge des Unglücks wurde nicht nur eine Galerie gegen die Tod bringende "Weißlahn" errichtet, sondern die Straße über den [[Radstädter Tauern]] erhielt auch noch an anderen Stellen Lawinenschutzbauten. Außerdem schlug die Geburtsstunde für den flächendeckenden Lawinenwarndienst im Land Salzburg. Eine Lawinenwarnkommission hatte es in Obertauern bereits seit [[1957]] gegeben.
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Infolge des Unglücks wurde nicht nur eine Galerie gegen die Tod bringende "Weißlahn" errichtet, sondern die Straße über den [[Radstädter Tauern]] erhielt auch noch an anderen Stellen Lawinenschutzbauten. Außerdem schlug die Geburtsstunde des flächendeckenden [[Lawinenwarndienst]]es im Land Salzburg. Eine Lawinenwarnkommission hatte es in Obertauern bereits seit [[1957]] gegeben.
    
== Quelle ==
 
== Quelle ==

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