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Die drei Cousins des Ignaz Joachims von Hagenauer, die Brüder [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]], [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist]] und [[Johann Georg von Hagenauer]], von denen den zwei jüngeren ihr Adelsstand bestätigt wurde, prägten mit ihren Bauwerken und Skulpturen das Stadtbild des spätbarocken und klassizistischen Salzburgs. Die frühen Bauwerke (z.B. das [[Sigmundstor]] oder die [[Mariensäule auf dem Domplatz]]) entstanden dabei als Gemeinschaftsprojekte der Brüder. Der Älteste, Wolfgang, studierte nach seiner Zimmermanns-Ausbildung in Salzburg Architektur an der Wiener Akademie. [[1759]] gründete er mit seinem Bruder Johann Baptist eine private Zeichenschule in Salzburg und errichtete als Hof-Architekt des Fürstbischofs viele Kirch- und Profanbauten im Salzburger Erzbistum.  
 
Die drei Cousins des Ignaz Joachims von Hagenauer, die Brüder [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]], [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist]] und [[Johann Georg von Hagenauer]], von denen den zwei jüngeren ihr Adelsstand bestätigt wurde, prägten mit ihren Bauwerken und Skulpturen das Stadtbild des spätbarocken und klassizistischen Salzburgs. Die frühen Bauwerke (z.B. das [[Sigmundstor]] oder die [[Mariensäule auf dem Domplatz]]) entstanden dabei als Gemeinschaftsprojekte der Brüder. Der Älteste, Wolfgang, studierte nach seiner Zimmermanns-Ausbildung in Salzburg Architektur an der Wiener Akademie. [[1759]] gründete er mit seinem Bruder Johann Baptist eine private Zeichenschule in Salzburg und errichtete als Hof-Architekt des Fürstbischofs viele Kirch- und Profanbauten im Salzburger Erzbistum.  
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Sein jüngerer Bruder, Johann Baptist, erlangte seine erste Ausbildung beim Tittmoninger Bildhauer und Schnitzer [[Johann Georg Itzlfeldner]]. Ab [[1754]] war Johann Baptist in der Bildhauerklasse bei Jakob Christoph Schletterer an der Akademie in Wien, wobei er bereits im ersten Jahr Auszeichnungen erhielt. Nach seinem dortigen Abschluss 1759 wurde er im Jänner 1760 zum Galerie-Inspector ernannt, erhielt aber weiterhin ein Stipendium zur Forbildung in Italien. Johann Baptist verbrachte bis 1764 seine von Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] finanzierten Fortbildungsjahre, die er in Bologna (mit Ehrenbürgerschaft) an der Accademia di Bologna (mit Ehrenmitgliedschaft), danach in Florenz und schließlich in Rom verbrachte. Nach seiner Rückkehr an den Salzburger Fürstenhof [[1764]] wurde Johann Baptist zum Hof-Statuarius und zum [[Ritterstand|Hoftruchsess]] erhoben und erhielt das Recht das Adelsprädikat "von" zu tragen. Es folgten für ihn unter Fürsterzbischof Schrattenbach fruchtbare und erfolgreiche Jahre als Bildhauer in Salzburg (1764-67 Sigmundstor, 1767-1771 Mariensäule etc.), Innsbruck (1765 Triumphpforte) und München (1766 Figuren für Nymphenburg). Von Italien hatte er auch seine Frau Maria Rosa Barducci mitgebracht, die er in Salzburg geheiratet hatte. Rosa Barducci-Hagenauer war Malerin und arbeitete einerseits mit ihrem Mann zusammen, andererseit erhielt sie auch Portrait-Aufträge verschiedener Salzburger Persönlichkeiten (Erzbischof Sigismund Schrattenbach, [[Anna Maria Walburga Mozart]], Johann Lorenz Hagenauer etc.). Im Jahr [[1771]] kam es jedoch zum Bruch mit dem neuen Fürsterzbischof Colloredo, worauf Johann Baptist Salzburg mit seiner Frau Maria-Rosa verließ, um nach Wien zu gehen. In Wien erhielt er vorerst Aufträge vom Hof für das Schloss Schönbrunn. Schließlich sollte er durch die Vermittlung des Staatskanzlers Reichsfürst von Kaunitz (einem Logenbruder ?) [[1774]] zum Direktor der Bildhauerklasse der Wiener Akademie bestellt werden, [[1779]] übernahm er zudem noch die dortige Erzverschneiderklasse. Er gründete eine Firma in der er Skulpturen aus Gips mit marmorierter, bronzierter oder bleiähnlicher Oberfläche anfertigen ließ. Johann Baptist von Hagenauer starb 1811 in Wien, wo er von seiner zweiten, fast vierzig Jahre jüngeren, Frau begraben wurde. Ein Teil seines Nachlasses, ca. 370 Zeichnungen, befindet sich heute in der Akademie der bildenten Künste in Wien. Etliche seiner Klein-Skulpturen sind in verschiedenen Museen auf der ganzen Welt zu finden.
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Sein jüngerer Bruder, Johann Baptist, erlangte seine erste Ausbildung beim Tittmoninger Bildhauer und Schnitzer [[Johann Georg Itzlfeldner]]. Ab [[1754]] war Johann Baptist in der Bildhauerklasse bei Jakob Christoph Schletterer an der Akademie in Wien, wobei er bereits im ersten Jahr Auszeichnungen erhielt. Nach seinem dortigen Abschluss 1759 wurde er im Jänner 1760 zum Galerie-Inspector ernannt, erhielt aber weiterhin ein Stipendium zur Forbildung in Italien. Johann Baptist verbrachte bis 1764 seine von Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] finanzierten Fortbildungsjahre, die er in Bologna (mit Ehrenbürgerschaft) an der Accademia di Bologna (mit Ehrenmitgliedschaft), danach in Florenz und schließlich in Rom verbrachte. Nach seiner Rückkehr an den Salzburger Fürstenhof [[1764]] wurde Johann Baptist zum Hof-Statuarius und zum [[Ritterstand|Hoftruchsess]] erhoben und erhielt das Recht das Adelsprädikat "von" zu tragen. Es folgten für ihn unter Fürsterzbischof Schrattenbach fruchtbare und erfolgreiche Jahre als Bildhauer in Salzburg (1764-67 Sigmundstor, 1767-1771 Mariensäule etc.), Innsbruck (1765 Triumphpforte) und München (1766 Figuren für Nymphenburg). Von Italien hatte er auch seine Frau Maria Rosa Barducci mitgebracht, die er in Salzburg geheiratet hatte. Rosa Barducci-Hagenauer war Malerin und arbeitete einerseits mit ihrem Mann zusammen, andererseit erhielt sie auch Portrait-Aufträge verschiedener Salzburger Persönlichkeiten (Erzbischof Sigismund Schrattenbach, [[Anna Maria Walburga Mozart]], Johann Lorenz Hagenauer etc.). Im Jahr [[1771]] kam es jedoch zum Bruch mit dem neuen Fürsterzbischof Colloredo, worauf Johann Baptist Salzburg mit seiner Frau Maria-Rosa verließ, um nach Wien zu gehen. In Wien erhielt er vorerst Aufträge vom Hof für das Schloss Schönbrunn. Schließlich sollte er durch die Vermittlung des Staatskanzlers Reichsfürst von Kaunitz (einem Logenbruder ?) [[1774]] zum Direktor der Bildhauerklasse der Wiener Akademie bestellt werden, [[1779]] übernahm er zudem noch die dortige Erzverschneiderklasse. Er gründete eine Firma in der er Skulpturen aus Gips mit marmorierter, bronzierter oder bleiähnlicher Oberfläche anfertigen ließ. Johann Baptist von Hagenauer starb 1811 in Wien, wo er von seiner zweiten, fast vierzig Jahre jüngeren, Frau begraben wurde. Ein Teil seines Nachlasses, ca. 370 Zeichnungen, befindet sich heute in der Akademie der bildenden Künste in Wien. Etliche seiner Klein-Skulpturen sind in verschiedenen Museen auf der ganzen Welt zu finden.
    
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