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==Baugeschichte==
 
==Baugeschichte==
 
=====Der romanische Bau=====
 
=====Der romanische Bau=====
Die ursprünglich romanische Kirche wurde im [[15. Jahrhundert]] umgebaut. Die letzte Außenrenovierung hat neue Erkenntnisse gebracht. An der Nordseite des Langhauses wurden in ca. 2,9 m Höhe zwei kleine romanische Rundbogenfenster und darüber drei kleinere rechteckige Fensterluken entdeckt. Das romanische Schichtmauerwerk verweist auf eine Bauzeit Mitte des [[13. Jahrhundert]]. Gebhard von Felben († 1316) stiftete im Jahr [[1262]] die Nikolauskirche mit Hospital in der Weitau nahe St. Johann in Tirol, wo sie wahrscheinlich eine Burg besaßen. Es ist daher zu vermuten, dass auch die Felberkirche neben dem Felberturm von den Felbern gestiftet wurde.
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Die ursprünglich romanische Kirche wurde im [[15. Jahrhundert]] umgebaut. Die letzte Außenrenovierung hat neue Erkenntnisse gebracht. An der Nordseite des Langhauses wurden in ca. 2,9 m Höhe zwei kleine romanische Rundbogenfenster und darüber drei kleinere rechteckige Fensterluken entdeckt. Das romanische Schichtmauerwerk verweist auf eine Bauzeit Mitte des [[13. Jahrhundert]]. Gebhard von Felben († 1316) stiftete im Jahr [[1262]] die Nikolauskirche mit Hospital in der Weitau nahe St. Johann in Tirol, wo sie wahrscheinlich eine Burg besaßen. Es ist daher zu vermuten, dass auch die Felberkirche neben dem Felberturm von den Felbern gestiftet wurde. Sie ist heute eine der 17 [[St. Nikolaus Kirchen]] im [[Erzbistum Salzburg]].
    
Die romanische Felberkirche hatte ursprünglich bereits die gegenwärtige Bauhöhe, nicht aber die Länge der heutigen Kirche. Im Osten ist eine Rundapsis anzunehmen. Der gotisierende Umbau der Kirche, der im 15. Jahrhundert erfolgt ist, hat nichts mehr mit den Felbern zu tun, da diese bereits im Jahr [[1415]] ausgestorben sind. St. Nikolaus war damals schon eine Filialkirche von [[Stuhlfelden]] und gehörte wie die Kirche in Stuhlfelden zum Bistum [[Chiemsee]].
 
Die romanische Felberkirche hatte ursprünglich bereits die gegenwärtige Bauhöhe, nicht aber die Länge der heutigen Kirche. Im Osten ist eine Rundapsis anzunehmen. Der gotisierende Umbau der Kirche, der im 15. Jahrhundert erfolgt ist, hat nichts mehr mit den Felbern zu tun, da diese bereits im Jahr [[1415]] ausgestorben sind. St. Nikolaus war damals schon eine Filialkirche von [[Stuhlfelden]] und gehörte wie die Kirche in Stuhlfelden zum Bistum [[Chiemsee]].
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=====Der gotische Bau=====
 
=====Der gotische Bau=====
 
Die Felberkirche gehört in ihrem heutigen Erscheinungsbild zum Typus der [[Gotik|gotischen]] Wandpfeilerkirche. Die Kirche ist 27 m lang und zehn Meter breit. Drei Jahreszahlen dokumentieren den Abschluss der einzelnen gotischen Bauabschnitte. [[1476]] ist das Fresko im Chor datiert und ist damit bewiesen, dass der gotische Chor, der die Rundapsis ersetzte, bereits damals vollendet gewesen sein muss. Die Jahreszahl [[1479]] am spitzbogigen Triumphbogen wurde vermutlich gleichzeitig mit dem Restaurierungsdatum [[1781]] angebracht, wobei es zu einem Zahlensturz gekommen ist. In den Generalvisitationen der Jahre [[1772]] und [[1783]] steht nämlich, dass die Kirche [[1497]] erbaut (d.h. vollendet) wurde. Dieses Datum kann sich laut Kunsthistorikerin [[Roswitha Preiß]], die den Artikel über die Felberkirche in der neu überarbeiteten Mittersiller Chronik verfasst hat, nur auf die Vollendung des gotisch umgebauten Langhauses beziehen, das nach Westen verlängert worden ist. In der gewölbten Turmhalle belegt die Jahreszahl [[1522]] die Vollendung des später angebauten Westturms. Ursprünglich hatte die Westfassade nur das mittige Rundfenster, das 1522 zugemauert und erst bei der letzten Renovierung im Jahr 1976 wieder geöffnet wurde. Der Befund, dass die romanischen Bauteile der Kirche aus Schichtenmauerwerk und die gotischen aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk bestehen, stammt ebenfalls aus dieser bisher letzten Restaurierung.  
 
Die Felberkirche gehört in ihrem heutigen Erscheinungsbild zum Typus der [[Gotik|gotischen]] Wandpfeilerkirche. Die Kirche ist 27 m lang und zehn Meter breit. Drei Jahreszahlen dokumentieren den Abschluss der einzelnen gotischen Bauabschnitte. [[1476]] ist das Fresko im Chor datiert und ist damit bewiesen, dass der gotische Chor, der die Rundapsis ersetzte, bereits damals vollendet gewesen sein muss. Die Jahreszahl [[1479]] am spitzbogigen Triumphbogen wurde vermutlich gleichzeitig mit dem Restaurierungsdatum [[1781]] angebracht, wobei es zu einem Zahlensturz gekommen ist. In den Generalvisitationen der Jahre [[1772]] und [[1783]] steht nämlich, dass die Kirche [[1497]] erbaut (d.h. vollendet) wurde. Dieses Datum kann sich laut Kunsthistorikerin [[Roswitha Preiß]], die den Artikel über die Felberkirche in der neu überarbeiteten Mittersiller Chronik verfasst hat, nur auf die Vollendung des gotisch umgebauten Langhauses beziehen, das nach Westen verlängert worden ist. In der gewölbten Turmhalle belegt die Jahreszahl [[1522]] die Vollendung des später angebauten Westturms. Ursprünglich hatte die Westfassade nur das mittige Rundfenster, das 1522 zugemauert und erst bei der letzten Renovierung im Jahr 1976 wieder geöffnet wurde. Der Befund, dass die romanischen Bauteile der Kirche aus Schichtenmauerwerk und die gotischen aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk bestehen, stammt ebenfalls aus dieser bisher letzten Restaurierung.  
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