| − | Die '''St. Nikolauskirche oder Felberkirche in Mittersill''', ist romanischen Ursprungs und heute eine beliebte Hochzeitskirche. | + | Die '''St. Nikolauskirche oder Felberkirche in Mittersill''', ist [[Romanik|romanischen]] Ursprungs und heute eine beliebte Hochzeitskirche. |
| | Die Felberkirche steht neben dem sog. [[Felberturm]], dem ehemaligen Wohnturm der [[Felber|Herren von Felben]], im Weiler Felben in [[Mittersill]]. Es wird angenommen, dass diese Kirche die Eigenkirche der Felber war. Das Adelsgeschlecht derer von Felben ist urkundlich seit [[1150]] belegt. Die Restaurierung im Jahr [[1976]] hat ergeben, dass diese Kirche älter ist als ursprünglich angenommen. | | Die Felberkirche steht neben dem sog. [[Felberturm]], dem ehemaligen Wohnturm der [[Felber|Herren von Felben]], im Weiler Felben in [[Mittersill]]. Es wird angenommen, dass diese Kirche die Eigenkirche der Felber war. Das Adelsgeschlecht derer von Felben ist urkundlich seit [[1150]] belegt. Die Restaurierung im Jahr [[1976]] hat ergeben, dass diese Kirche älter ist als ursprünglich angenommen. |
| − | Die Felberkirche gehört in ihrem heutigen Erscheinungsbild zum Typus der gotischen Wandpfeilerkirche. Die Kirche ist 27 m lang und zehn Meter breit. Drei Jahreszahlen dokumentieren den Abschluss der einzelnen gotischen Bauabschnitte. [[1476]] ist das Fresko im Chor datiert und ist damit bewiesen, dass der gotische Chor, der die Rundapsis ersetzte, bereits damals vollendet gewesen sein muss. Die Jahreszahl [[1479]] am spitzbogigen Triumphbogen wurde vermutlich gleichzeitig mit dem Restaurierungsdatum [[1781]] angebracht, wobei es zu einem Zahlensturz gekommen ist. In den Generalvisitationen der Jahre [[1772]] und [[1783]] steht nämlich, dass die Kirche [[1497]] erbaut (d.h. vollendet) wurde. Dieses Datum kann sich laut Kunsthistorikerin [[Roswitha Preiß]], die den Artikel über die Felberkirche in der neu überarbeiteten Mittersiller Chronik verfasst hat, nur auf die Vollendung des gotisch umgebauten Langhauses beziehen, das nach Westen verlängert worden ist. In der gewölbten Turmhalle belegt die Jahreszahl [[1522]] die Vollendung des später angebauten Westturms. Ursprünglich hatte die Westfassade nur das mittige Rundfenster, das 1522 zugemauert und erst bei der letzten Renovierung im Jahr 1976 wieder geöffnet wurde. Der Befund, dass die romanischen Bauteile der Kirche aus Schichtenmauerwerk und die gotischen aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk bestehen, stammt ebenfalls aus dieser bisher letzten Restaurierung. | + | Die Felberkirche gehört in ihrem heutigen Erscheinungsbild zum Typus der [[Gotik|gotischen]] Wandpfeilerkirche. Die Kirche ist 27 m lang und zehn Meter breit. Drei Jahreszahlen dokumentieren den Abschluss der einzelnen gotischen Bauabschnitte. [[1476]] ist das Fresko im Chor datiert und ist damit bewiesen, dass der gotische Chor, der die Rundapsis ersetzte, bereits damals vollendet gewesen sein muss. Die Jahreszahl [[1479]] am spitzbogigen Triumphbogen wurde vermutlich gleichzeitig mit dem Restaurierungsdatum [[1781]] angebracht, wobei es zu einem Zahlensturz gekommen ist. In den Generalvisitationen der Jahre [[1772]] und [[1783]] steht nämlich, dass die Kirche [[1497]] erbaut (d.h. vollendet) wurde. Dieses Datum kann sich laut Kunsthistorikerin [[Roswitha Preiß]], die den Artikel über die Felberkirche in der neu überarbeiteten Mittersiller Chronik verfasst hat, nur auf die Vollendung des gotisch umgebauten Langhauses beziehen, das nach Westen verlängert worden ist. In der gewölbten Turmhalle belegt die Jahreszahl [[1522]] die Vollendung des später angebauten Westturms. Ursprünglich hatte die Westfassade nur das mittige Rundfenster, das 1522 zugemauert und erst bei der letzten Renovierung im Jahr 1976 wieder geöffnet wurde. Der Befund, dass die romanischen Bauteile der Kirche aus Schichtenmauerwerk und die gotischen aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk bestehen, stammt ebenfalls aus dieser bisher letzten Restaurierung. |