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| | * [[696]] (um 696) Klostergründung [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] durch [[Rupert]], [[Äbte von St. Peter|Abt]] und Bischof | | * [[696]] (um 696) Klostergründung [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] durch [[Rupert]], [[Äbte von St. Peter|Abt]] und Bischof |
| | * [[739]] Salzburg wird eigene Diözese | | * [[739]] Salzburg wird eigene Diözese |
| − | * [[743]] (um 743) Schenkung von Besitzungen in Bisonzio der Freien Boso (ein Priester) und Johannes, dessen Bruder, an die Salzburger Kirche - gleichzeitig erste urkundliche Erwähnung von Zell am See | + | * [[788]] / [[790]] erste Erwähnung einer „cella“ in Bisontio in der [Notitia Arnonis]] im Zusammenhang einer Schenkung von Besitzungen der Freien Boso (ein Priester) und Johannes, dessen Bruder, an die Salzburger Kirche - gleichzeitig erste urkundliche Erwähnung von Zell am See, dessen Mönche „von ihrer Hände Arbeit leben“, |
| − | * [[788]] / [[790]] erste Erwähnung einer „cella“ in Bisonzio, dessen Mönche „von ihrer Hände Arbeit leben“, in der [[Notitia Arnonis]]
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| | * [[798]] wird Salzburg unter [[Arno]] Erzbistum, d.h. Sitz des Metropoliten der großen bayrischen Kirchenprovinz | | * [[798]] wird Salzburg unter [[Arno]] Erzbistum, d.h. Sitz des Metropoliten der großen bayrischen Kirchenprovinz |
| | * [[907]] erleidet der bayrische Heerbann in der Schlacht bei Preßburg eine vernichtende Niederlage durch die Ungarn, für die nun der Weg nach Westen frei ist | | * [[907]] erleidet der bayrische Heerbann in der Schlacht bei Preßburg eine vernichtende Niederlage durch die Ungarn, für die nun der Weg nach Westen frei ist |
| − | * [[926]] flüchtet [[Erzbischof]] [[Adalbert II.]] in den sicheren [[Pinzgau]] | + | * [[926]] / [[927]] unterzeichnet [[Erzbischof]] [[Adalbert II.]] eine Urkunde ''in Pisontia in loco Cella'' |
| − | * [[927]] ist der Erzbischof erneut in Zell | + | * [[927]] ist der Erzbischof erneut im Pinzgau |
| | * [[955]] Sieg des deutschen Königs Otto I. in Ungarn auf dem Lechfeld, die Bedrohung durch die Ungarn ist gebannt, der Aufschwung Salzburgs ist gesichert | | * [[955]] Sieg des deutschen Königs Otto I. in Ungarn auf dem Lechfeld, die Bedrohung durch die Ungarn ist gebannt, der Aufschwung Salzburgs ist gesichert |
| | * Mitte des 10. Jahrhunderts Bau der einschiffigen ottonischen Saalkirche (32 m x 8 m) | | * Mitte des 10. Jahrhunderts Bau der einschiffigen ottonischen Saalkirche (32 m x 8 m) |
| | * Zwischen [[1121]] und [[1129]] wird Zell ein reguliertes Chorherrenstift, die ottonische Kirche wird abgetragen, mit dem Bau der dreischiffigen turmlosen Pfeilerbasilika und des Klosters wird begonnen | | * Zwischen [[1121]] und [[1129]] wird Zell ein reguliertes Chorherrenstift, die ottonische Kirche wird abgetragen, mit dem Bau der dreischiffigen turmlosen Pfeilerbasilika und des Klosters wird begonnen |
| − | * [[1168]] Fertigstellung von Basilika und Kloster | + | * [[1168]] Fertigstellung von Basilika und Kloster (quellenkundlich unsicher) |
| | * [[1. November]] [[1168]] weilt [[Adalbert III. von Böhmen]] in Zell am See und wurde wahrscheinlich hier zum Diakon geweiht | | * [[1. November]] [[1168]] weilt [[Adalbert III. von Böhmen]] in Zell am See und wurde wahrscheinlich hier zum Diakon geweiht |
| | * [[1217]] das Zeller Chorherrenstift wird durch EB [[Eberhard II. von Regensburg]] aufgehoben. Im gleichen Jahr wird Rudig(i)er von Radeck, letzter Probst von Zell, erster Bischof des am [[30. Dezember]] [[1217]] neu gegründeten Bistums [[Chiemsee]] und erhält Zell als Mensalpfarre | | * [[1217]] das Zeller Chorherrenstift wird durch EB [[Eberhard II. von Regensburg]] aufgehoben. Im gleichen Jahr wird Rudig(i)er von Radeck, letzter Probst von Zell, erster Bischof des am [[30. Dezember]] [[1217]] neu gegründeten Bistums [[Chiemsee]] und erhält Zell als Mensalpfarre |
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| | * [[1325]] Umgestaltung des Chorquadrates, die Krypta wird zugeschüttet, ein gotischer Chor mit langen Fenstern von Grund auf neu gebaut. EB [[Friedrich III. von Leibnitz|Friedrich III.]] stiftet einen Altar in der Mitte des Chores | | * [[1325]] Umgestaltung des Chorquadrates, die Krypta wird zugeschüttet, ein gotischer Chor mit langen Fenstern von Grund auf neu gebaut. EB [[Friedrich III. von Leibnitz|Friedrich III.]] stiftet einen Altar in der Mitte des Chores |
| | * [[1388]] Erste Erwähnung des Katharinenaltars im Chor des nördlichen Seitenschiffes | | * [[1388]] Erste Erwähnung des Katharinenaltars im Chor des nördlichen Seitenschiffes |
| − | * Mitte des 15. Jahrhundert Errichtung des mächtigen Westturms (Glockenturm) | + | * Mitte des 15. Jahrhunderts Errichtung des mächtigen Westturms (Glockenturm), unter der Annahme eines finanzkräftigen Salzburger Auftraggebers kann auch die Regierungszeit von [[Leonhard von Keutschach]] und damit eine gemeinsame Bauphase mit der Westampore nicht ganz ausgeschlossen werden |
| | * Zwischen [[1514]] und [[1515]] Erbauung der spätgotischen Westempore und Erneuerung der Fresken im Presbyterium | | * Zwischen [[1514]] und [[1515]] Erbauung der spätgotischen Westempore und Erneuerung der Fresken im Presbyterium |
| | * [[1559]] Kirchenbrand | | * [[1559]] Kirchenbrand |
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| | * [[1737]] Unwetterkatastrophe, Vermurung und Überschwemmung des Marktes und beider Kirchen | | * [[1737]] Unwetterkatastrophe, Vermurung und Überschwemmung des Marktes und beider Kirchen |
| | * [[1759]] wird ein neuer Hochaltar in Auftrag gegeben | | * [[1759]] wird ein neuer Hochaltar in Auftrag gegeben |
| − | * [[1770]] Brandkatastrophe, acht Häuser und beide Kirchen werden vernichtet. In der Folge wird die Frauenkirche abgetragen und das schadhafte Gewölbe im Mittelschiff der Pfarrkirche eingeschlagen | + | * [[1770]] Brandkatastrophe, acht Häuser und beide Kirchen sind betroffen. In der Folge ([[1773]]) wird die Marienkirche (Unsere liebe Frau im Wald) abgetragen und das schadhafte Gewölbe im Mittelschiff der Pfarrkirche eingeschlagen |
| | * [[1793]] Pläne für einen Neubau der Kirche | | * [[1793]] Pläne für einen Neubau der Kirche |
| | * [[1804]] Kirchenneubau abgelehnt | | * [[1804]] Kirchenneubau abgelehnt |
| − | * [[1810]] Umbenennung des Ortes „Zell im Pinzgau“ in „Zell am See“ | + | * [[1810]] Ab der bayerischen Zeit wird statt „Zell im Pinzgau“ die Bezeichnung „Zell am See“ üblich |
| | * [[1813]] das Mittelschiff der Zeller Pfarrkirche erhält ein Schallgewölbe | | * [[1813]] das Mittelschiff der Zeller Pfarrkirche erhält ein Schallgewölbe |
| | * [[1898]] Kirchenrenovierung. Das Schallgewölbe wird durch eine flache Holzdecke ersetzt | | * [[1898]] Kirchenrenovierung. Das Schallgewölbe wird durch eine flache Holzdecke ersetzt |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * „Die Kirche zum Hl. Hippolyth, Zell am See“, Renovierung 1972 bis 1975, Hrsg. Katholisches Stadtpfarramt Zell am See | | * „Die Kirche zum Hl. Hippolyth, Zell am See“, Renovierung 1972 bis 1975, Hrsg. Katholisches Stadtpfarramt Zell am See |
| − | * Fritz Moosleitner, „Archäologische Untersuchungen in der Stadtpfarrkirche Zell am See“, und Franz Fuhrmann, „Die mittelalterliche Baugeschichte der Stadtpfarrkirche Zell am See“, Sonderdruck der Österreichischen Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege, Jahrgang XXXI/1977. | + | * Fritz Moosleitner, „Archäologische Untersuchungen in der Stadtpfarrkirche Zell am See“, und Franz Fuhrmann, „Die mittelalterliche Baugeschichte der Stadtpfarrkirche Zell am See“, Sonderdruck der Österreichischen Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege, Jahrgang XXXI/1977. |
| | + | * Hochhold, Rainer, "Cella in Bisontio, Zell im Pinzgau, Zell am See – Eine historische Zeitreise", Zell am See, 2013. ISBN: 978-3-200-03385-6 |
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| | [[Kategorie:Kirche|St. Hippolyth, Stadtpfarrkirche]] | | [[Kategorie:Kirche|St. Hippolyth, Stadtpfarrkirche]] |