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[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen "Bonifatius-Verein"s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des "Peterspfennigs" an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. ''"für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion"'' zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der "Christlichsozialen Bewegung". Ihn traf er bei den sogenannten "Enten-Abenden" in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die ''"Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei"'' in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der "Österreichischen Leo-Gesellschaft", dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten "Österreichischen Pius-Vereins", dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war.  
 
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen "Bonifatius-Verein"s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des "Peterspfennigs" an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. ''"für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion"'' zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der "Christlichsozialen Bewegung". Ihn traf er bei den sogenannten "Enten-Abenden" in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die ''"Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei"'' in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der "Österreichischen Leo-Gesellschaft", dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten "Österreichischen Pius-Vereins", dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war.  
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Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt ''Riunione Adriatica di Sicurtà'' (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen "Compagnie Internationale des Wagons-Lits", hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.
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Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt ''Riunione Adriatica di Sicurtà'' (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen "Compagnie Internationale des Wagons-Lits", hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.
    
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==
 
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==
 
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der "Ostdeutschen Rundschau" und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als "Arnold Hagenauer" publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen "Illusionen" gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman "Muspilli" wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen "Salzburger Biedermeier-Roman". Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage "Leonhard und Rosa" im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.
 
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der "Ostdeutschen Rundschau" und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als "Arnold Hagenauer" publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen "Illusionen" gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman "Muspilli" wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen "Salzburger Biedermeier-Roman". Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage "Leonhard und Rosa" im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.
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Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, später besaß er auch eigene Rennpferde. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrath ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.
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Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrath ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.
    
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.
 
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.
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