| − | ''"Der wohledl und wohlfürnehme Herr"'' Johann Lorenz (I.) Hagenauer hatte [[1738]] die Tochter einer ebenfalls vermögenden Handelsfamilie aus Thalheim bei Wels geheiratet. Mit ihr hatte er 16 Kinder, wobei zwei der Kinder bereits bei der Geburt gestorben waren. Jedoch nur ein einziges Enkelkind von Johann Lorenz, Josef Paul, Sohn von Ignaz Joachim von Hagenauer (Ignaz II.), sollte später in Triest diese Linie der Hagenauer fortsetzen. Johann Lorenz baute die internationalen Geschäfte des geerbten Handelshauses weiter aus und wurde mit dem Spezereiwarenhandel (Gewürzhandel) einer der reichsten Handelsherren in Salzburg. Er wurde als Hausherr, Förderer und Freund der Familie [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] bekannt, wobei in seinem Haus neben dem Klerus, dem Adel und dem Großbürgertum (Großkaufleute und Handelsherren) auch viele Künstler verkehrten. Unter anderem unterstützte und förderte der vermögende Handelsherr seine drei Neffen Wolfgang, Johann Baptist und Johann Georg Hagenauer, die alle an der Akademie in Wien studieren sollten. Johann Lorenz besaß neben einer Sammlung von Reliquien auch eine (teilweise geerbte sowie von ihm erweiterte) Kunstsammlung von Stichen, Ölgemälden und Skulpturen. In dieser Sammlung befanden sich viele Heiligendarstellungen, aber auch Veduten und Portraitmalereien. Von diesen sind ein zeitgenössisches Portrait von [[Paracelsus]], Portraits der Familie Mozart und Johann Michael Haydns erwähnenswert. Der Großteil dieser Sammlung (die in seinem Testament nicht mehr angeführt worden war) ging bereits vor seinem Tod an seinen Sohn Ignaz Joachim nach Triest und an seinen Sohn Leopold, den Besitzer der Pauernfeindschen Handlung auf dem Kranzlmarkt. Seine Bibliothek, die primär aus wissenschaftlichen und (auf Grund seiner Religiosität) theologischen Büchern bestand, war zu Lebzeiten bereits in den Besitz seines Sohnes Cajetanus Rupertus (Abt Dominicus) übergegangen. | + | ''"Der wohledl und wohlfürnehme Herr"'' Johann Lorenz (I.) Hagenauer hatte [[1738]] die Tochter einer ebenfalls vermögenden Handelsfamilie aus Thalheim bei Wels geheiratet. Mit ihr hatte er 16 Kinder, wobei zwei der Kinder bereits bei der Geburt gestorben waren. Jedoch nur ein einziges Enkelkind von Johann Lorenz, Josef Paul, Sohn von Ignaz Joachim von Hagenauer (Ignaz II.), sollte später in Triest diese Linie der Hagenauer fortsetzen. Sein zweiter Enkel namens Josef Leopold (Sohn von Leopold), Besitzer des Steinbräus und des Schlosses Mönchstein, starb ohne Nachkommen. Johann Lorenz baute die internationalen Geschäfte des geerbten Handelshauses weiter aus und wurde mit dem Spezereiwarenhandel (Gewürzhandel) einer der reichsten Handelsherren in Salzburg. Er wurde als Hausherr, Förderer und Freund der Familie [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] bekannt, wobei in seinem Haus neben dem Klerus, dem Adel und dem Großbürgertum (Großkaufleute und Handelsherren) auch viele Künstler verkehrten. Unter anderem unterstützte und förderte der vermögende Handelsherr seine drei Neffen Wolfgang, Johann Baptist und Johann Georg Hagenauer, die alle an der Akademie in Wien studieren sollten. Johann Lorenz besaß neben einer Sammlung von Reliquien auch eine (teilweise geerbte sowie von ihm erweiterte) Kunstsammlung von Stichen, Ölgemälden und Skulpturen. In dieser Sammlung befanden sich viele Heiligendarstellungen, aber auch Veduten und Portraitmalereien. Von diesen sind ein zeitgenössisches Portrait von [[Paracelsus]], Portraits der Familie Mozart und Johann Michael Haydns erwähnenswert. Der Großteil dieser Sammlung (die in seinem Testament nicht mehr angeführt worden war) ging bereits vor seinem Tod an seinen Sohn Ignaz Joachim nach Triest und an seinen Sohn Leopold, den Besitzer der Pauernfeindschen Handlung auf dem Kranzlmarkt. Seine Bibliothek, die primär aus wissenschaftlichen und (auf Grund seiner Religiosität) theologischen Büchern bestand, war zu Lebzeiten bereits in den Besitz seines Sohnes Cajetanus Rupertus (Abt Dominicus) übergegangen. |
| | Cajetanus Rupertus (Taufname), für den Wolfgang Amadeus Mozart und [[Johann Michael Haydn]] Messen komponiert hatten, wurde als Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] des Erzstiftes St. Peter bekannt. Ein anderer Sohn von Johann Lorenz, [[Ignaz Joachim Hagenauer|Ignatius Joachim]], erfuhr seine Ausbildung als Handelsherr unter anderem in Venedig und gründete [[1775]] mit Hilfe seines Vaters ein Handelshaus in Triest. Ignaz Joachim vermählte sich [[1785]] mit Elisabeth von Thys (Tochter des Jean de Thys und der Therese de Willcras) und wurde der Stifter des heute noch blühenden Triester Zweiges der Hagenauer (siehe [[Hagenauer - der Triester Zweig|Triester Zweig]]). | | Cajetanus Rupertus (Taufname), für den Wolfgang Amadeus Mozart und [[Johann Michael Haydn]] Messen komponiert hatten, wurde als Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] des Erzstiftes St. Peter bekannt. Ein anderer Sohn von Johann Lorenz, [[Ignaz Joachim Hagenauer|Ignatius Joachim]], erfuhr seine Ausbildung als Handelsherr unter anderem in Venedig und gründete [[1775]] mit Hilfe seines Vaters ein Handelshaus in Triest. Ignaz Joachim vermählte sich [[1785]] mit Elisabeth von Thys (Tochter des Jean de Thys und der Therese de Willcras) und wurde der Stifter des heute noch blühenden Triester Zweiges der Hagenauer (siehe [[Hagenauer - der Triester Zweig|Triester Zweig]]). |