| Zeile 55: |
Zeile 55: |
| | Mit Kapellmeister Johann Pöckl (1974-1990) begann die Wandlung zu einem neuen Selbstverständnis der Musik Ebenau: Die Musikliteratur umfaßte neben traditionellen Stücken (Märsche, Polkas, Walzer) und Bearbeitungen der Klassiker (z.B. Opernouverturen) schrittweise auch modernere Stücke. Die zunehmende materielle Absicherung (Neueinkleidung 1982) schraubte auch die Anforderung an die Musik sowohl quantitativ wie auch qualitativ hinauf. Der Musikernachwuchs wurde u.a. auch durch den ungeheuren persönlichen Einsatz des Kapellmeisters neu organisiert, auch weibliche Musiker fanden Zutritt in die Musikkapelle, - ein längst überfälliger Schritt! Die Frühjahrskonzerte wurden genauso wie das Adventblasen allmählich institutionalisiert. Impulse für die Musikkapelle Ebenau gingen sicher auch von der Einrichtung eines neuen Probenlokals in der ehemaligen Turnhalle der Volksschule 1987 aus. Johann Pöckl bereicherte das musikalische Programm unserer Musik nicht zuletzt durch seinen selbstkomponierten Marsch „Gute Freunde“. | | Mit Kapellmeister Johann Pöckl (1974-1990) begann die Wandlung zu einem neuen Selbstverständnis der Musik Ebenau: Die Musikliteratur umfaßte neben traditionellen Stücken (Märsche, Polkas, Walzer) und Bearbeitungen der Klassiker (z.B. Opernouverturen) schrittweise auch modernere Stücke. Die zunehmende materielle Absicherung (Neueinkleidung 1982) schraubte auch die Anforderung an die Musik sowohl quantitativ wie auch qualitativ hinauf. Der Musikernachwuchs wurde u.a. auch durch den ungeheuren persönlichen Einsatz des Kapellmeisters neu organisiert, auch weibliche Musiker fanden Zutritt in die Musikkapelle, - ein längst überfälliger Schritt! Die Frühjahrskonzerte wurden genauso wie das Adventblasen allmählich institutionalisiert. Impulse für die Musikkapelle Ebenau gingen sicher auch von der Einrichtung eines neuen Probenlokals in der ehemaligen Turnhalle der Volksschule 1987 aus. Johann Pöckl bereicherte das musikalische Programm unserer Musik nicht zuletzt durch seinen selbstkomponierten Marsch „Gute Freunde“. |
| | | | |
| − | Von 1990 bis 1995 übernahm Matthias Pöckl, langjähriger Vizekapellmeister, die Leitung der Kapelle. Besonders beliebt ist sein rhythmisch ansprechendes und harmonisches Arrangement des „Vater unser“. 1992 war wiederum eine Neueinkleidung nötig, 1994 wurde der Musikpavillon im ehemaligen Brunnengarten eingeweiht. Er dient seitdem als passender Ort für Platzkonzerte und Feiern aller Art. 1995 hat Matthias Pöckl die Leitung der Musikkapelle an Josef Fagerer übergeben, der bis heute mit großem Erfolg für die musikalischen Belange verantwortlich zeichnet. Seit 1996 gibt es auch für die Sommersaison als quasi stehende Einrichtung die Zusammenarbeit Joghurt (= Jugendtreff) - Prangerschützen - Musikkapelle für eine sommerliche Festfolge. Seit 1997 laufen die Planungen für unser großes, 150-jähriges Gründungsjubiläum im Jahre 2000! | + | Von 1990 bis 1995 übernahm Matthias Pöckl, langjähriger Vizekapellmeister, die Leitung der Kapelle. Besonders beliebt ist sein rhythmisch ansprechendes und harmonisches Arrangement des „Vater unser“. 1992 war wiederum eine Neueinkleidung nötig, 1994 wurde der Musikpavillon im ehemaligen Brunnengarten eingeweiht. Er dient seitdem als passender Ort für Platzkonzerte und Feiern aller Art. 1995 hat Matthias Pöckl die Leitung der Musikkapelle an Josef Fagerer übergeben, der bis heute mit großem Erfolg für die musikalischen Belange verantwortlich zeichnet. Seit 1996 gibt es auch für die Sommersaison als quasi stehende Einrichtung die Zusammenarbeit Joghurt (= Jugendtreff) - Prangerschützen - Musikkapelle für eine sommerliche Festfolge. Seit 1997 laufen die Planungen für unser großes, 150-jähriges Gründungsjubiläum im Jahre 2000! <ref>Meinhard Leitich, Festschrift 2000. 150 Jahre Musikkapelle Ebenau, Ebenau 2000</ref> |
| | | | |
| | | | |
| Zeile 73: |
Zeile 73: |
| | Und trotzdem! „Musikkameradschaft“ ist ein Begriff für lebenslange Freundschaften, das gemeinsame Musizieren unter fachkundiger Leitung läßt viele Probleme des Alltags in den Hintergrund treten, die Harmonie der Musik greift auf Körper und Seele über und verbreitet noch dazu festliche Freude für andere bei vielen Gelegenheiten! Die Blasmusik bietet also für die jugendlichen Musikerinnen und Musiker eine sinnvolle Herausforderung, für die Erwachsenen eine entspannende Bewährung im Freundeskreis und für unseren Ort Ebenau einen kulturellen und sozialen Kristallisationskern! | | Und trotzdem! „Musikkameradschaft“ ist ein Begriff für lebenslange Freundschaften, das gemeinsame Musizieren unter fachkundiger Leitung läßt viele Probleme des Alltags in den Hintergrund treten, die Harmonie der Musik greift auf Körper und Seele über und verbreitet noch dazu festliche Freude für andere bei vielen Gelegenheiten! Die Blasmusik bietet also für die jugendlichen Musikerinnen und Musiker eine sinnvolle Herausforderung, für die Erwachsenen eine entspannende Bewährung im Freundeskreis und für unseren Ort Ebenau einen kulturellen und sozialen Kristallisationskern! |
| | | | |
| | + | == Ebenauer Kapellmeister seit 1850:== |
| | + | |
| | + | '''1850 – 1876:''' Konrad Füller , Werksarbeiter (geb. Kramsach/Tirol) im Eisen u. Messingwerk Ebenau |
| | + | |
| | + | '''1876 – 1900:''' Franz Waschl , vlg. Kainaubauer (lediger Sohn des Konrad Füller) |
| | + | |
| | + | '''1900 – 1903:''' Josef Koch , vlg. Kochbauer aus Hinterschroffenau/Hof b. Salzburg |
| | + | |
| | + | '''1903 – 1912:''' Matthias Nussbaumer , vlg. Gitzenbauernsohn in Hof , Pächter der Waschlgutes |
| | + | |
| | + | '''1912 – 1915:''' Josef Teufl , vgl. Stadlmannsohn |
| | + | |
| | + | '''1915 – 1924:''' Franz Taglöhner, vlg. Brennerbauer |
| | + | |
| | + | '''1924 – 1928:''' Johann Teufl (I.) , vlg. Hinterschindlaubauer (Lanerbauernsohn/Tiefbrunnau-Faistenau) |
| | + | |
| | + | '''1928 – 1939:''' Johann Teufl (II.) , vlg Neuhäuslwirt (Fichtlbauernsohn/Koppl) |
| | + | |
| | + | '''1939 – 1940:''' Florian Döllerer, vlg. Anderlbauer |
| | + | |
| | + | '''1940 – 1952:''' Johann Teufl (II.) , vlg Neuhäuslwirt (Fichtlbauernsohn/Koppl) |
| | + | |
| | + | '''1952 - 1952:''' Albert Karl , vlg. Ofner- u. Peilsteinbauer (Aubauernsohn/Koppl) |
| | + | |
| | + | '''1952 – 1974:''' Hans Hütter , Gendarmeriebeamter aus Niederösterreich |
| | + | |
| | + | '''1974 – 1990:''' Johann Pöckl , vlg. Ederbauer (Hinterschroffenau/Hof b. Salzburg) |
| | + | |
| | + | '''1990 – 1995:''' Matthias Pöckl , vlg. Ederbauernsohn (Hinterschroffenau/Hof b. Salzburg) |
| | + | |
| | + | '''1995 – 2000:''' Josef Fagerer , vlg. Vorderpechaubauer (Hinterwinkl/Elsbethen) |
| | + | |
| | + | '''2000 – 2002:''' Hermann Fuchsberger , vlg. Eggerbauernsohn (Hof b. Salzburg) |
| | + | |
| | + | '''2002 – 2010:''' Evelyn Lechner , Angestellte |
| | + | |
| | + | ''' seit 2010:''' Stefan Eder , Gruberbauernsohn/Elixhausen |
| | + | |
| | + | |
| | + | <references /> |
| | | | |
| | | | |