Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 23: Zeile 23:  
Hier sind noch die Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzung zu erwähnen. Zwischen [[1980]] und [[2000]] hat der Anteil an extensiv genutztem Grünland wie ungenutztes Grünland, [[Streuwiese|Streuwiesen]], einschürige Wiesen,  Weiden und Äcker deutlich abgenommen. Ein deutlicher Anstieg ist hingegen bei der Nutzung mehrschüriger Wiesen zu bemerken. Es ist dabei nicht nur eine Zunahme der Flächenanteile festzustellen, sondern auch eine Intensivierung durch die [[Siloballenwirtschaft]]. Sie ist durch eine immer frühzeitigere erste Mahd, einer erhöhten Anzahl an Mahden, die bis in den Spätherbst hinein erfolgen, gekennzeichnet.  
 
Hier sind noch die Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzung zu erwähnen. Zwischen [[1980]] und [[2000]] hat der Anteil an extensiv genutztem Grünland wie ungenutztes Grünland, [[Streuwiese|Streuwiesen]], einschürige Wiesen,  Weiden und Äcker deutlich abgenommen. Ein deutlicher Anstieg ist hingegen bei der Nutzung mehrschüriger Wiesen zu bemerken. Es ist dabei nicht nur eine Zunahme der Flächenanteile festzustellen, sondern auch eine Intensivierung durch die [[Siloballenwirtschaft]]. Sie ist durch eine immer frühzeitigere erste Mahd, einer erhöhten Anzahl an Mahden, die bis in den Spätherbst hinein erfolgen, gekennzeichnet.  
 
===Feuchtgebiete===
 
===Feuchtgebiete===
Die Feuchtgebiete auf Salzburger Boden sind in einem ähnlichen Höhenbereich wie die Siedlungen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden. [[Hochmooer]]e und [[Niedermoor]]e befinden sich im alpenvorland vor allem im Bereich der Vorlandseen, im [[Oichtental]] und bei [[Lamprechtshausen]], im äußersten Norden des Landes vor. Es handelt sich um kleine Restbestände von einst großflächigen Moorkomplexen und ihre Fläche nimmt bedauerlicherweise weiterhin kontinuierlich ab. Moorreste finden sich noch oberen Salzachtal, am [[Zeller See]], im [[Mitterpinzgau]], im [[Oberpinzgau]], im [[Ennstal]] und im Lungau. Die Seen im [[Flachgau]] bilden einen charakteristischen Feuchtgebietsbereich im Alpenvorland. Ihre Entstehung geht auf die durch den Salzachgletscher ausgeschürften Mulden zurück. Diese sind von Schilfgürteln unterschiedlicher Mächtigkeit und Verlandungsumgeben umgeben.
+
Die Feuchtgebiete auf Salzburger Boden sind in einem ähnlichen Höhenbereich wie die Siedlungen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden. [[Hochmooer]]e und [[Niedermoor]]e befinden sich im Alpenvorland vor allem im Bereich der Vorlandseen, im [[Oichtental]] und bei [[Lamprechtshausen]], im äußersten Norden des Landes vor. Es handelt sich um kleine Restbestände von einst großflächigen Moorkomplexen und ihre Fläche nimmt bedauerlicherweise weiterhin kontinuierlich ab. Moorreste finden sich noch oberen Salzachtal, am [[Zeller See]], im [[Mitterpinzgau]], im [[Oberpinzgau]], im [[Ennstal]] und im Lungau. Die Seen im [[Flachgau]] bilden einen charakteristischen Feuchtgebietsbereich im Alpenvorland. Ihre Entstehung geht auf die durch den Salzachgletscher ausgeschürften Mulden zurück. Diese sind von Schilfgürteln unterschiedlicher Mächtigkeit und Verlandungsumgeben umgeben.
 +
 
 
===Gefährdung der Feuchtgebiete===
 
===Gefährdung der Feuchtgebiete===
 
Regulierungsmaßnahmen und Freizeitnutzung beeinträchtigen die Uferbereiche in einem hohen Ausmaß. Intakte, zusammenhängende Schilfgürtel sind praktisch verschwunden. Landwirtschaftliche Nutzung und Trockenlegungen beeinträchtigen die Verlandungszonen. Sieht man von einzelnen Schutzgebieten wie beispielsweise dem [[Naturschutzgebiet Zeller See]] ab, die zumindest in Teilbereichen wirksam sind, ist der Erhalt noch vorhandener Feuchtwiesen und Niedermoore generell bedroht.
 
Regulierungsmaßnahmen und Freizeitnutzung beeinträchtigen die Uferbereiche in einem hohen Ausmaß. Intakte, zusammenhängende Schilfgürtel sind praktisch verschwunden. Landwirtschaftliche Nutzung und Trockenlegungen beeinträchtigen die Verlandungszonen. Sieht man von einzelnen Schutzgebieten wie beispielsweise dem [[Naturschutzgebiet Zeller See]] ab, die zumindest in Teilbereichen wirksam sind, ist der Erhalt noch vorhandener Feuchtwiesen und Niedermoore generell bedroht.
28.595

Bearbeitungen

Navigationsmenü