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| | ==Das Klima im Überblick== | | ==Das Klima im Überblick== |
| − | Es ist mitteleuropäisch-ozeanisch geprägt. Die Kalkhochalpen bilden eine Barriere, die sich als Wetterscheide auswirkt, was sich in den höheren Niederschlagsmengen in den nördlichen, randalpinen Landesteilen ausdrückt. Die Jahresmitteltemperatur des Alpenvorlandes ist deutlich höher und die Summe der Niederschläge ist größer als in den übrigen Landesteilen. Kontinentaleres Klima herrscht in den zentralalpinen Längstälern. Hier ist es einerseits kälter und andererseits sind die Niederschlagsmengen geringer. Die Kalkalpen nehmen eine Mittelstellung ein. Die Abschirmung durch Hagen- und Tennengebirge bewirkt ein etwas trockeneres Klima am Südrand der Kalkalpen. Das kontinentale Klima ist im Lungau am stärksten ausgeprägt. Vor allem im Winter gibt es hier geringere Niederschläge und es finden sich hier auch die einzigen [[Inneralpines Trockentalinneralpinen Trockentäler]] des Landes. | + | Es ist mitteleuropäisch-ozeanisch geprägt. Die Kalkhochalpen bilden eine Barriere, die sich als Wetterscheide auswirkt, was sich in den höheren Niederschlagsmengen in den nördlichen, randalpinen Landesteilen ausdrückt. Die Jahresmitteltemperatur des Alpenvorlandes ist deutlich höher und die Summe der Niederschläge ist größer als in den übrigen Landesteilen. Kontinentaleres Klima herrscht in den zentralalpinen Längstälern. Hier ist es einerseits kälter und andererseits sind die Niederschlagsmengen geringer. Die Kalkalpen nehmen eine Mittelstellung ein. Die Abschirmung durch Hagen- und Tennengebirge bewirkt ein etwas trockeneres Klima am Südrand der Kalkalpen. Das kontinentale Klima ist im Lungau am stärksten ausgeprägt. Vor allem im Winter gibt es hier geringere Niederschläge und es finden sich hier auch die einzigen [[Inneralpines Trockental|inneralpinen Trockentäler]] des Landes. |
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| | Die Anzahl der Tage mit geschlossener Schneedecke ist im Alpenvorland am niedrigsten und nimmt südwärts kontinuierlich zu. Die Hochlagen weisen eine ganzjährige Schneedecke auf. Die Höhe der Schneedecke variiert zwischen den Tallagen der einzelnen Landschaften und beträgt von 20 cm (Alpenvorland), über 30 cm (Tallagen der Kalkalpen) bis hin zu 45 cm (Tallagen der Zentralalpen). | | Die Anzahl der Tage mit geschlossener Schneedecke ist im Alpenvorland am niedrigsten und nimmt südwärts kontinuierlich zu. Die Hochlagen weisen eine ganzjährige Schneedecke auf. Die Höhe der Schneedecke variiert zwischen den Tallagen der einzelnen Landschaften und beträgt von 20 cm (Alpenvorland), über 30 cm (Tallagen der Kalkalpen) bis hin zu 45 cm (Tallagen der Zentralalpen). |
| | ==Vegetation und menschliche Nutzung== | | ==Vegetation und menschliche Nutzung== |
| | ===Flächenanteile nach Nutzung === | | ===Flächenanteile nach Nutzung === |
| − | Mehr als 45 % der Landesfläche ist von Wald bedeckt, während landwirtschaftlich genutzte Flächen rund 16 % der Landesfläche ausmachen. Auf 35 % der Landesfläche befinden sich [[Alm]]en, [[Zwergstrauchgesellschaft]]en, [[Alpine Grasheide]]n, Fels und Eis. Ca. 1 % der Gesamtfläche ist von Gewässern bedeckt. Siedlungen und Verkehrsflächen bedecken 2,7 % der Landesfläche. Besonders im Norden des Bundeslandes, in den Talräumen der größeren Flüsse und im inneralpinen Becken sind Siedlungen und zusammenhängende landwirtschaftliche Flächen zu finden. Ballungsräume befinden sich praktisch nur im Umfeld der Hauptstadt. Dieser Bereich umfasst das außeralpine Salzachtal vom Pass Lueg bis weit in das Alpenvorland hinein. Kleinere Ballungsräume liegen inneralpin um [[Zell am See]], [[Saalfelden]], [[Bischofshofen]] und [[St. Johann]], zwischen [[Altenmarkt]] und [[Radstadt]], sowie im [[Gasteiner Tal]]. Die Ballungsgebiete verursachen [[Bodenverbrauch]] und andererseits eine Erschließung durch Verkehrswege, die großräumige Landschaftsdurchschneidungen – vor allem im Alpenvorland und im Salzachtal - zur Folge haben. Die bebaute Fläche des Dauersiedlungsraumes macht bereits 14,3 % aus, was als sehr hoch eingestuft wird. Die im Siedlungsbereich befindlichen landwirtschaftlich genutzten Flächen sind vorwiegend Grünland und zum geringeren Teil auch Ackerflächen, die größtenteils intensiv genutzt werden. Die landwirtschaftlichen Flächen in den Kalkvoralpen, im Bereich der [[Pinzgauer Grasberge]] und in den mittleren inneralpinen Lagen sind die landwirtschaftlichen Flächen mit ihren kleinräumigeren Strukturen ([[ZaunZäune]], [[HeckeHecken]]), mit ihrer Verzahnung von Wiesen und Weiden und einer vergleichsweisen extensiveren Mähnutzung wesentlich heterogener. | + | Mehr als 45 % der Landesfläche ist von Wald bedeckt, während landwirtschaftlich genutzte Flächen rund 16 % der Landesfläche ausmachen. Auf 35 % der Landesfläche befinden sich [[Alm]]en, [[Zwergstrauchgesellschaft]]en, [[Alpine Grasheide]]n, Fels und Eis. Ca. 1 % der Gesamtfläche ist von Gewässern bedeckt. Siedlungen und Verkehrsflächen bedecken 2,7 % der Landesfläche. Besonders im Norden des Bundeslandes, in den Talräumen der größeren Flüsse und im inneralpinen Becken sind Siedlungen und zusammenhängende landwirtschaftliche Flächen zu finden. Ballungsräume befinden sich praktisch nur im Umfeld der Hauptstadt. Dieser Bereich umfasst das außeralpine Salzachtal vom Pass Lueg bis weit in das Alpenvorland hinein. Kleinere Ballungsräume liegen inneralpin um [[Zell am See]], [[Saalfelden]], [[Bischofshofen]] und [[St. Johann]], zwischen [[Altenmarkt]] und [[Radstadt]], sowie im [[Gasteiner Tal]]. Die Ballungsgebiete verursachen [[Bodenverbrauch]] und andererseits eine Erschließung durch Verkehrswege, die großräumige Landschaftsdurchschneidungen – vor allem im Alpenvorland und im Salzachtal - zur Folge haben. Die bebaute Fläche des Dauersiedlungsraumes macht bereits 14,3 % aus, was als sehr hoch eingestuft wird. Die im Siedlungsbereich befindlichen landwirtschaftlich genutzten Flächen sind vorwiegend Grünland und zum geringeren Teil auch Ackerflächen, die größtenteils intensiv genutzt werden. Die landwirtschaftlichen Flächen in den Kalkvoralpen, im Bereich der [[Pinzgauer Grasberge]] und in den mittleren inneralpinen Lagen sind die landwirtschaftlichen Flächen mit ihren kleinräumigeren Strukturen ([[Zaun|Zäune]], [[Hecke|Hecken]]), mit ihrer Verzahnung von Wiesen und Weiden und einer vergleichsweisen extensiveren Mähnutzung wesentlich heterogener. |
| | ===Veränderung in der landwirtschaftlichen Nutzung=== | | ===Veränderung in der landwirtschaftlichen Nutzung=== |
| − | Hier sind noch die Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzung zu erwähnen. Zwischen [[1980]] und [[2000]] hat der Anteil an extensiv genutztem Grünland wie ungenutztes Grünland, [[StreuwieseStreuwiesen]], einschürige Wiesen, Weiden und Äcker deutlich abgenommen. Ein deutlicher Anstieg ist hingegen bei der Nutzung mehrschüriger Wiesen zu bemerken. Es ist dabei nicht nur eine Zunahme der Flächenanteile festzustellen, sondern auch eine Intensivierung durch die [[Siloballenwirtschaft]]. Sie ist durch eine immer frühzeitigere erste Mahd, einer erhöhten Anzahl an Mahden, die bis in den Spätherbst hinein erfolgen, gekennzeichnet. | + | Hier sind noch die Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzung zu erwähnen. Zwischen [[1980]] und [[2000]] hat der Anteil an extensiv genutztem Grünland wie ungenutztes Grünland, [[Streuwiese|Streuwiesen]], einschürige Wiesen, Weiden und Äcker deutlich abgenommen. Ein deutlicher Anstieg ist hingegen bei der Nutzung mehrschüriger Wiesen zu bemerken. Es ist dabei nicht nur eine Zunahme der Flächenanteile festzustellen, sondern auch eine Intensivierung durch die [[Siloballenwirtschaft]]. Sie ist durch eine immer frühzeitigere erste Mahd, einer erhöhten Anzahl an Mahden, die bis in den Spätherbst hinein erfolgen, gekennzeichnet. |
| | ===Feuchtgebiete=== | | ===Feuchtgebiete=== |
| | Die Feuchtgebiete auf Salzburger Boden sind in einem ähnlichen Höhenbereich wie die Siedlungen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden. [[Hochmooer]]e und [[Niedermoor]]e befinden sich im alpenvorland vor allem im Bereich der Vorlandseen, im [[Oichtental]] und bei [[Lamprechtshausen]], im äußersten Norden des Landes vor. Es handelt sich um kleine Restbestände von einst großflächigen Moorkomplexen und ihre Fläche nimmt bedauerlicherweise weiterhin kontinuierlich ab. Moorreste finden sich noch oberen Salzachtal, am [[Zeller See]], im [[Mitterpinzgau]], im [[Oberpinzgau]], im [[Ennstal]] und im Lungau. Die Seen im [[Flachgau]] bilden einen charakteristischen Feuchtgebietsbereich im Alpenvorland. Ihre Entstehung geht auf die durch den Salzachgletscher ausgeschürften Mulden zurück. Diese sind von Schilfgürteln unterschiedlicher Mächtigkeit und Verlandungsumgeben umgeben. | | Die Feuchtgebiete auf Salzburger Boden sind in einem ähnlichen Höhenbereich wie die Siedlungen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden. [[Hochmooer]]e und [[Niedermoor]]e befinden sich im alpenvorland vor allem im Bereich der Vorlandseen, im [[Oichtental]] und bei [[Lamprechtshausen]], im äußersten Norden des Landes vor. Es handelt sich um kleine Restbestände von einst großflächigen Moorkomplexen und ihre Fläche nimmt bedauerlicherweise weiterhin kontinuierlich ab. Moorreste finden sich noch oberen Salzachtal, am [[Zeller See]], im [[Mitterpinzgau]], im [[Oberpinzgau]], im [[Ennstal]] und im Lungau. Die Seen im [[Flachgau]] bilden einen charakteristischen Feuchtgebietsbereich im Alpenvorland. Ihre Entstehung geht auf die durch den Salzachgletscher ausgeschürften Mulden zurück. Diese sind von Schilfgürteln unterschiedlicher Mächtigkeit und Verlandungsumgeben umgeben. |