| − | "Ja, Ja, das waren noch Zeiten", sagt Herbert Rettensteiner auf seine Zeit als Fußballer angesprochen. Die SN treffen den einstigen Teamtorhüter im Cesare, wo sich auch Formel-1-Ass [[Ralph Schumacher]] zeitweise "italienisch" verwöhnen lässt. Für den "Retti" ist es so etwas wie ein Heimspiel. Überall hängen Bilder von Sohn Thomas: "Als Kicker war er untalentiert, aber malen kann er." Und wie so oft holt ihn auch dort die Vergangenheit ein. "Grüß Gott Herr Teamgoalie", sagt ein Gast, reicht ihm die Hand und geht wieder. Fußball spielt nun im Leben von Rettensteiner keine Rolle mehr: "Ich gehe lieber fischen, da hab ich meine Ruh." Dabei war dieser einst sein Leben gewesen. Angefangen hat alles mit einem Cupspiel von Bischofshofen in Linz. Da haben ihn die Innsbrucker gesehen und vom Fleck weg verpflichtet. | + | "Ja, Ja, das waren noch Zeiten", sagt Herbert Rettensteiner auf seine Zeit als Fußballer angesprochen. Die SN treffen den einstigen Teamtorhüter im Cesare, wo sich auch Formel-1-Ass [[Ralf Schumacher]] zeitweise "italienisch" verwöhnen lässt. Für den "Retti" ist es so etwas wie ein Heimspiel. Überall hängen Bilder von Sohn Thomas: "Als Kicker war er untalentiert, aber malen kann er." Und wie so oft holt ihn auch dort die Vergangenheit ein. "Grüß Gott Herr Teamgoalie", sagt ein Gast, reicht ihm die Hand und geht wieder. Fußball spielt nun im Leben von Rettensteiner keine Rolle mehr: "Ich gehe lieber fischen, da hab ich meine Ruh." Dabei war dieser einst sein Leben gewesen. Angefangen hat alles mit einem Cupspiel von Bischofshofen in Linz. Da haben ihn die Innsbrucker gesehen und vom Fleck weg verpflichtet. |
| | "Damals hat es noch keine Tormanntraining und keine Tormannhandschuhe gegeben. Man musste sich alles selbst beibringen. Und die ersten Handschuhe hat mir meine Mutter gestrickt", erzählt Rettensteiner. Mit Innsbruck holte er zwei Mal ([[1971]]/[[1972|72]]) den Titel. Rettensteiners bester Freund in dieser Zeit war Franz Wolny. Als Sohn Thomas geboren wurde, haben beide kräftig gefeiert und dabei das Meisterschaftsspiel gegen Sturm vergessen. Stastny ließ beide ausrufen. "Herr Wolny und Herr Rettensteiner bitte in die Kabine." Der Aufruf des Stadionsprechers blieb unerhört, weil beide nicht im Stadion waren. Dafür gab es 2000 Schilling Strafe. "Das war viel. Ich habe ja nur viertausend Schilling Fixum und zweitausend Wohnzuschuss und Siegprämie gehabt." Herbert Rettensteiner war ein Unikum, ein typischer Kicker seiner Zeit, immer gut aufgelegt, immer für jeden Spaß zu haben. Nach Innsbruck stand er bei der VÖEST im Tor. [[1975]] holte ihn Salzburg. Ein Haupttreffer. Der "Retti" konnte ein Spiel im Alleingang gewinnen. 20 Mal hat der Salzburger im Team gespielt – und nicht selten war er der gefeierte Held. | | "Damals hat es noch keine Tormanntraining und keine Tormannhandschuhe gegeben. Man musste sich alles selbst beibringen. Und die ersten Handschuhe hat mir meine Mutter gestrickt", erzählt Rettensteiner. Mit Innsbruck holte er zwei Mal ([[1971]]/[[1972|72]]) den Titel. Rettensteiners bester Freund in dieser Zeit war Franz Wolny. Als Sohn Thomas geboren wurde, haben beide kräftig gefeiert und dabei das Meisterschaftsspiel gegen Sturm vergessen. Stastny ließ beide ausrufen. "Herr Wolny und Herr Rettensteiner bitte in die Kabine." Der Aufruf des Stadionsprechers blieb unerhört, weil beide nicht im Stadion waren. Dafür gab es 2000 Schilling Strafe. "Das war viel. Ich habe ja nur viertausend Schilling Fixum und zweitausend Wohnzuschuss und Siegprämie gehabt." Herbert Rettensteiner war ein Unikum, ein typischer Kicker seiner Zeit, immer gut aufgelegt, immer für jeden Spaß zu haben. Nach Innsbruck stand er bei der VÖEST im Tor. [[1975]] holte ihn Salzburg. Ein Haupttreffer. Der "Retti" konnte ein Spiel im Alleingang gewinnen. 20 Mal hat der Salzburger im Team gespielt – und nicht selten war er der gefeierte Held. |